- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Kommentare & Meinungen

Identität des Autos im Visier


Hackerangriffe auf Pkw: Weiteres Gefahrenpotenzial lauert in der Zukunft
In den letzten zwei Jahren häuften sich Hackerangriffe auf Autos

- Anzeigen -





Von Dr. Matthias Pankert, Senior Vice President Utimaco IS GmbH

Die Gefahr von Hackerangriffen auf Fahrzeuge stellt eine ernstzunehmende Herausforderung für Automobilhersteller dar. In Anbetracht der langen Produktlebenszyklen von Fahrzeugen gilt es schon jetzt, auf zukünftige technologische Entwicklungen wie Quantum-Computing vorbereitet zu sein. Denn auch Cyberkriminelle werden das Potenzial für ihre Zwecke nutzen.

In den letzten zwei Jahren häuften sich Hackerangriffe auf Autos. Mit dem technologischen Fortschritt nimmt die Wahrscheinlichkeit weiterer, ausgefallenerer Angriffe zu. Dabei stehen nicht nur die elektronischen Komponenten, Steuereinheiten oder übertragenen Daten im Visier der Kriminellen, sondern auch die 'Identität' eines Autos. Diese steckt in integrierten Chips, die mit einem individuellen Code ausgestattet sind. Bei jeder Interaktion zwischen Autos (V2V) oder zwischen Autos und ihrem Umfeld (V2I) muss ihre Identität und entsprechende Berechtigung zur Kommunikation und Datenübertragung zweifelsfrei nachgewiesen, also authentifiziert, werden. Kompromittieren Hacker diese Identitäten, haben sie ein leichtes Spiel, um Daten zu missbrauchen.

Somit ist die Absicherung der 'Computer auf Rädern' nicht nur ein Muss für Automobilhersteller, sondern sie wird in Zukunft ein elementarer Baustein ihres Überlebens sein. Vor allem, wenn die Ära des Quantum-Computing hereinbricht und Cyber-Kriminelle in nur wenigen Monaten oder sogar Tagen komplexe IT-Infrastrukturen hacken, manipulieren und Identitäten stehlen können. Umso wichtiger ist es bereits heute, dass Automobilhersteller im Entwicklungsprozess das Thema IT- und Komponentensicherheit von Beginn an berücksichtigen und IT-Sicherheitsexperten einbinden. Dafür stehen den Automobilherstellern bereits Ansätze und entsprechende Sicherheitslösungen zur Verfügung. So bilden beispielsweise Hardware-Sicherheitsmodule (HSM) das starke Rückgrat eines solchen Sicherheitskonzepts. Sie verschlüsseln Daten und Übertragungswege zuverlässig und sorgen somit für ein Höchstmaß an Sicherheit – auch im Quantenzeitalter." (Utimaco: ra)

eingetragen: 06.11.17
Home & Newsletterlauf: 06.12.17


Utimaco: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Schnelles Geld durch Identitätsdiebstahl

    Cyberkriminelle richten sich zunehmend gegen die Telekommunikationsindustrie - und finden hier schnelles Geld durch Identitätsdiebstahl. Nach Schätzungen einiger Industrieunternehmen richten sogenannte Telco Subscription-Betrugsfälle jährlich einen Schaden von über 12 Milliarden Dollar an. Andere schätzen die potenziellen Verluste sogar auf bis zu 10 Prozent des Gewinns ein und somit auf 20 Milliarden Dollar.

  • Faktor Mensch: Bedrohungen rechtzeitig erkennen

    Cyberattacken treten immer häufiger auf und nehmen an Komplexität zu. Dabei haben die Angreifer sämtliche Wirtschaftszweige im Visier. Dieser anhaltende Trend führt dazu, dass immer mehr Unternehmen ihre Position überdenken und neue Maßnahmen einführen, um Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Ziel ist es, natürliche Reflexe hervorzubringen, die es ermöglichen, jeden Beteiligten im Unternehmen darauf vorzubereiten, eine aktive Rolle beim Schutz vor Bedrohungen einzunehmen. Denn Cyberangriffe können für ein Unternehmen schwerwiegende Folgen, wie beispielsweise Daten- und Informationsverlust oder Imageschäden, haben. Das kann dann wiederum zur Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses gegenüber Kunden und Partnern führen.

  • Angriffe auf Energieversorger

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Deutsche Energieversorger könnten das Ziel groß angelegter Cyber-Angriffskampagnen sein. Zwar liegen derzeit noch keine Hinweise auf erfolgreiche Hacker-Zugriffe vor, dennoch arbeitet das Amt intensiv an einer Vielzahl von Verdachtsfällen und rät zu nötigen Schutzmaßnahmen. Ross Brewer, Vice President und Managing Director EMEA bei LogRhythm, kommentiert die Warnung folgendermaßen.

  • Personenbezogene Daten ein attraktives Ziel

    Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde ein damals 30-jähriger externer Mitarbeiter schlagartig weltberühmt, obwohl sein Beruf eigentlich genau das Gegenteil erfordert hatte: Edward Snowden leakte geheime Unterlagen der US-amerikanischen National Security Agency (NSA). Je nach Sichtweise, politischer Einstellung, möglicherweise auch Nationalität, wird man sein Handeln anders bewerten: Für die einen ist er ein Verräter, für die anderen ein Held, der Prototyp eines Whistleblowers. Fest steht auf alle Fälle, dass sich die Wahrnehmung der staatlichen Überwachung (insbesondere in Deutschland), vor allem aber die IT-Sicherheit auf Jahre verändert hat. Wahrscheinlich haben wir mit "blended attacks" wie WannaCry, die ohne NSA-Tools kaum denkbar wären, erst einen Vorgeschmack auf den wahren Schaden dieser Angriffe bekommen. Und sicherlich arbeiten Cyberkriminelle (und auch Hacker im staatlichen Auftrag) an neuen Varianten.

  • Damit aus Double Kill kein Overkill wird

    Bei der kürzlich aufgedeckten Double-Kill-Schwachstelle wurde eine einzigartige Angriffsmethode verwendet, die zukunftsweisend sein wird. Marina Kidron vom Skybox Research Lab klärt auf, welche Tools vor einem erneuten Angriff schützen. Vor wenigen Wochen machte die Double-Kill-Attacke Schlagzeilen. Hacker haben eine Sicherheitslücke im Internet Explorer ausgenutzt, um Windows-PCs mit Schadprogrammen zu infizieren. Mittels eines speziell präparierten Office-Dokuments wurde eine Malware heruntergeladen und unbemerkt auf dem Computer installiert. Es wird gemutmaßt, dass hinter dem Angriff gezielte Spionageabsichten stecken. Mittlerweile wurde die Sicherheitslücke behoben, aber die Gefahr ist noch lange nicht gebannt.