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Restriktive Zugriffsrechte besitzen Schlüsselrolle


Nach WannaCry heißt es Tränen trocknen und Daten besser sichern
Was wir aus der weltweiten Ransomware-Attacke lernen können


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Von Kommentar von Thomas Ehrlich, Country Manager DACH von Varonis

Egal ob NSA-Hacker-Tool oder profane Phishing-Attacke: Angreifer werden immer wieder die äußeren Schutzwälle überwinden und ins Innere von Netzwerken gelangen. Schon Stunden nach dem Ausbruch wurde auf die Bedeutung von Updates und Backups hingewiesen. Beides ist richtig und unabdingbar. Aber dennoch: Selbst die aktuellsten Systeme bleiben verwundbar, sei es durch Zero-Day-Exploits oder durch Mitarbeiter, die auf falsche E-Mails hereinfallen.

Aus diesem Grund ist es an der Zeit, seinen Sicherheits-Ansatz zu überdenken und nicht für jede neue Angriffsform und jeden neuen Angriffsvektor eine neue, vermeintlich sichere Abwehr zu installieren. Stattdessen sollte man das Augenmerk darauf richten, was überhaupt zu schützen ist, und das sind in aller Regel die Daten, die oftmals unstrukturiert auf den Unternehmensservern verteilt sind.

Hier spielen restriktive Zugriffsrechte eine Schlüsselrolle. Jüngst hat unser Datenrisiko-Report 2017 ergeben, dass in nahezu jedem zweiten Unternehmen die Mehrzahl aller Mitarbeiter Zugriff auf über 1.000 sensible Dateien hat. Hier sollte dringend das "Need-to-know"-Prinzip umgesetzt werden und Mitarbeiter nur noch Zugriff auf die Daten erhalten, die sie wirklich benötigen. Dies alleine reduziert schon das mögliche Ausmaß einer Ransomware-Attacke.

Hierbei sollte man es aber nicht belassen: Die Überwachung des Datenzugriffs muss ebenso zum Standard werden. Durch intelligente Nutzeranalyse kann so automatisch schnell identifiziert werden, wenn ungewöhnliches Verhalten auftritt (wie beispielsweise die Verschlüsselung von Dateien) und entsprechende Gegenmaßnahmen gestartet werden, bevor größerer Schaden entsteht. Dies im Zusammenspiel mit Updates und Backups wird das Risiko einer Datenschutzverletzung deutlich und dauerhaft reduzieren.
(Varonis: ra)

eingetragen: 22.06.17
Home & Newsletterlauf: 07.07.17


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Drive-By-Infektionen als Adobe Flash-Update

    Bislang macht die Bad Rabbit-Ransomware vor allem durch ihren auffälligen Namen von sich reden. Der Crypto-Trojaner selbst erscheint technisch nicht besonders bemerkenswert, so nutzt er etwa keinen neuen oder kreativen Angriffs-Vektor. Bemerkenswert ist allerdings, dass es immer noch Unternehmen und Organisationen gibt, die nichts aus den letzten Ransomware-Wellen gelernt zu haben scheinen. Offensichtlich bedient sich Bad Rabbit der Waterhole-Methode, d.h. die Malware wird durch infizierte Internet-Seiten, auf die die anvisierten Ziele häufig zugreifen, verbreitet. Diese Drive-By-Infektionen werden als Adobe Flash-Update getarnt und auf diese Weise unbedarfte Nutzer dazu verleitet, die Schadsoftware herunterzuladen. Mit Applikations-Whitelisting, aktuellen Browsern und Standard-Sicherheitssoftware sollte eigentlich eine Infektion vermieden werden. Dass wir trotzdem von betroffenen Unternehmen hören, etwa der Nachrichtenagentur Interfax, wirft ein schlechtes Bild auf die Sicherheitspraxis zahlreicher Firmen und Institutionen.

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    Die Europäische Kommission hat einen Regulierungsvorschlag veröffentlicht, der auch einen künftigen Europäischen Zertifizierungs- und Kennzeichnungsrahmen für IKT-Sicherheit betrifft. Er soll die Sicherheitseigenschaften von Produkten, Systemen und Diensten, die bereits in der Entwurfsphase ("security by design") integriert sind, verbessern. Die gute Absicht ist erkennbar, zumal ein erhöhter Schutz der Bürger und Unternehmen durch bessere Cybersicherheits-Vorkehrungen erstrebenswert ist. Dennoch hat der Vorschlag erhebliche fachliche Mängel. Darüber hinaus mangelt es an Offenheit und Transparenz, wie man sie von Normensetzung erwarten kann, die der Unterstützung der EU-Gesetzgebung dienen soll.

  • Generelle Problematik der Verschlüsselung lösen

    Wir dürfen gespannt sein, wie die neue Bundesregierung die vom letzten Kabinett angepeilte "Datenordnungspolitik" weiter vorantreibt. Neben dem Breitbandausbau wird das besonders in Bezug auf Verschlüsselung spannend - nicht nur wegen der NSA-Affäre sondern auch, um sich als Vorreiter der Digitalisierung zu positionieren. Ziel der großen Koalition war es, Deutschland zum Verschlüsselungsstandort Nummer eins zu machen und dem Bürger die sichere elektronische Kommunikation mit den Behörden zu ermöglichen. Ist dies gelungen? Wohl nur teilweise, denn die Politik hat mit dem De-Mail-Gesetz zwar Regelungen zur verschlüsselten Kommunikation erlassen. Das Ziel ist jedoch noch lange nicht erreicht, und dass andere Länder, darunter auch die Schweiz, gesicherte elektronische Kommunikation noch nicht in der Gesetzgebung verankert haben, ist wahrscheinlich nur ein schwacher Trost.

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