- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Kommentare & Meinungen

Insbesondere Unternehmensnetzwerke in Gefahr


Neue Ransomware "Bad Rabbit" attackiert Unternehmen
Wer Auslöse zahlt, kann nicht damit rechnen, dass Kriminelle dann den Decodierungsschlüssel herausgeben

- Anzeigen -





Eine neue Ransomware-Attacke hat bereits einige Unternehmen getroffen. Die Malware "Bad Rabbit" verschlüsselt Daten auf infizierten Computern und erpresst damit eine Zahlung von 0,05 Bitcoin (rund 243 Euro) für den Decodierungsschlüssel. Die Lösegeldforderung ähnelt der des NotPetya-Angriffs im Juni 2017. Laut den Experten von Kaspersky sind auch die Methoden nicht unähnlich. Zu den betroffenen Organisationen zählen unter anderem das U-Bahn-System in Kiew, der Flughafen Odessa, und die russische Medienorganisation Interfax, deren Server für einige Stunden offline waren. Aber auch einige deutsche Unternehmen sollen inzwischen betroffen sein.

Matthias Frühauf, Regional Presales Manager CEMEA bei Veeam Software, kommentiert die Bad-Rabbit-Attacke:

An Erpressungstrojaner sollten wir uns gewöhnen, denn sie werden immer häufiger. Bad Rabbit scheint insbesondere Unternehmensnetzwerke zu attackieren. Die nächsten Tage werden zeigen, wie weit sich dieser Angriff ausbreitet. Solange Updates nicht gepflegt werden, Sicherheitsmaßnahmen zu lax sind und Menschen Risiken unterbewerten, wird das Ransomware-Geschäft florieren.

Unternehmen können sich keinesfalls zu 100 Prozent gegen Hacker- oder Malware-Angriffe schützen. Weitgehenden Schutz bietet ein Strauß von Maßnahmen, angefangen bei robusten IT-Abwehrmaßnahmen, regelmäßige Updates zeitnah einpflegen sowie IT-Sicherheitsrichtlinien definieren und – ganz wichtig – Anwender regelmäßig darin schulen. Immer mehr Firmen überstehen Ransomware-Angriffe glimpflich, weil sie ihre Daten von einem hochwertigen Backup außerhalb des befallenen Netzwerkes wiederherstellen konnten.

Wer Auslöse zahlt, kann nicht damit rechnen, dass Kriminelle dann den Decodierungsschlüssel herausgeben. Wir empfehlen, nicht zu zahlen. Bedenken Sie, dass Sie die Entwicklung neuer Ransomware-Varianten damit auch fördern.
(Veeam Software: ra)

eingetragen: 06.11.17
Home & Newsletterlauf: 08.12.17


Veeam Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Zugriff auf sensibelste Daten

    Der wirksame Schutz privilegierter Konten und Zugriffsrechte gewinnt in Unternehmen immer mehr an Bedeutung, nicht zuletzt, seit die Analysten von Gartner Privileged Account Management, oder kurz PAM, zur Top-Priorität für CIOs im Jahr 2018 erklärt haben. Dass die eindringliche Mahnung, Konten mit weitreichenden Rechten - dazu zählen u.a. Administrator- Server- oder Datenbank-Accounts - dringend besser zu verwalten und schützen, dabei nicht aus nicht Luft gegriffen ist, zeigen Sicherheitsvorfälle wie der aktuelle Datendiebstahl beim französischen Baukonzern Ingérop.

  • eco: Deutschland braucht die Bundesblockchain

    Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die Verwaltung nachhaltig zu verändern: "Volle Transparenz gewährleisten und gleichzeitig Bürgerdaten und Privatsphäre schützen, das ist mit der Blockchain nun technisch möglich", sagt Taavi Kotka im Rahmen einer Veranstaltung des eco Verbands. Der ehemalige CIO Estlands hat die Digitalisierung des baltischen Staates maßgeblich gestaltet. Das entkräfte mögliche Ausreden von Verantwortlichen, die die Digitalisierung der Verwaltung bislang möglicherweise aufgeschoben hatten. "Die Menschen nehmen staatliche Stellen zukünftig immer stärker als Dienstleister wahr, von denen sie Services ohne große bürokratische Hürden erwarten." Es werde sogar zu einem Wettbewerb der Nationen kommen, beispielsweise um hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. "Den werden diejenigen gewinnen, die Services digital einfacher und effizienter anbieten können", sagt Kotka. Eine Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltungsprozesse sei daher eine notwendige Investition in die wirtschaftliche Zukunft des Landes.

  • Willkommen in der Ära der Hacker-Wirtschaft

    "Die Angriffsflächen erweitern sich exponentiell. Cyberkriminelle sind keine Hobby-Bastler mehr, sondern Vertreter einer neuen ,Hacker-Wirtschaft', welche die Innovationskraft von Unternehmen übertreffen kann." So lautet eines der Kernergebnisse des ersten "Future of Multi-Cloud (FOMC) Report" für die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). Die Studie wurde von F5 in Auftrag gegeben und von der Foresight Factory durchgeführt. Unternehmen müssen sich dieser neuen Herausforderung für ihre Sicherheit stellen, ohne die Servicequalität zu beeinträchtigen. Die Einführung eines zuverlässigen, zukunftssicheren Gesamtsystems aus integrierten Sicherheits- und Cloud-Lösungen kann Entscheidern mehr Kontext, Kontrolle und Transparenz bieten. Es wird auch das notwendige Vertrauen schaffen, um Kosten und Komplexität zu reduzieren.

  • Cyber-Sicherheit in der Digitalisierung

    BSI-Präsident Arne Schönbohm und Innenminister Horst Seehofer hat den aktuellen Bericht der Bundesbehörde vorgestellt. Die absoluten Zahlen der Bedrohungen und Angriffe haben sich in allen Bereichen über die Jahre weiter nach oben entwickelt. Dies ist nicht besonders verwunderlich, da einerseits die Digitalisierung von Behörden und Unternehmen voranschreitet und andererseits auch die Detektierung von IT-Sicherheitsvorfällen durch höhere Awareness in den Unternehmen und Meldepflichten zunehmen dürfte. Leider finden sich im Bericht keinerlei Forschungsergebnisse über die Dunkelziffer von erfolgreichen Angriffen. Zudem gibt es eine durchgehende Vermengung der Zahlen zwischen detektierten abgewehrten und erfolgreichen (festgestellten) Angriffen, die eine Interpretation der Daten schwierig macht.

  • Statement zum Faxploit

    Der gefundene Exploit ist dennoch ein neuer ernst zu nehmender Angriffsvektor für Nutzer von Multifunktionsgeräten, der allerdings nicht über das Faxverfahren der Ferrari electronic übertragen werden kann. Um diese Angriffsmöglichkeit auszunutzen, ist es notwendig, ein mit einem Angriffscode präpariertes JPEG zu übertragen, das beim Empfänger über die Druckerfunktion des MFPs dann den Angriffscode aktiviert. Es wird hier eine Schwachstelle der von einem MFP-Hersteller selbst entwickelten JPEG-Library ausgenutzt.