- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Nachrichten

Selbstbestimmt und sicher im Netz


Bundesforschungsministerium baut IT-Sicherheitsforschung aus
Wanka: "Neue Abwehrmöglichkeiten entwickeln"

- Anzeigen -





Die Anzahl und Qualität von Cyberattacken auf private Daten von Bürgern, Unternehmen und Institutionen ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2015 wurden allein auf die deutschen Regierungsnetze im Mittel 15 Angriffe pro Tag registriert, im Jahr 2016 aber täglich bereits 400. Täglich werden 380.000 neue Varianten von Schadprogrammen entdeckt.

Daher baut das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seine Forschung für mehr IT-Security aus. Dies kündigte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka auf der in Berlin beginnenden nationalen Konferenz zur IT-Sicherheitsforschung "Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt" an: "Menschen und Unternehmen vernetzen sich immer mehr in der digitalen Welt. Angesichts zunehmender Cyberattacken müssen wir digitale Netzwerke stärker absichern und unsere Daten vor Diebstahl und Missbrauch schützen. Wir werden deshalb die IT-Sicherheitsforschung in Deutschland ausbauen und neue Abwehrmöglichkeiten entwickeln."

Das BMBF hat dazu eine neue Initiative angekündigt, mit der die Gründung von Unternehmen aus der IT-Forschung gefördert werden soll. Die neue Initiative setzt an den drei vom BMBF eingerichteten Kompetenzzentren für IT-Sicherheitsforschung CISPA (Center for IT-Security, Privacy and Accountability), CRISP (Center for Research in Security and Privacy) und KASTEL (Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie) in Saarbrücken, Darmstadt und Karlsruhe an, die zusammen das größte Cluster für IT-Sicherheitsforschung in Europa bilden. Ziel ist, dass mehr Startups aus den Forschungsergebnissen hervorgehen und die digitale Souveränität Deutschlands stärken.

Ministerin Wanka kündigte für das Frühjahr 2017 auch eine neue Initiative zur Quantenkommunikation an. Diese nutzt einzelne Lichtteilchen, um Informationen zu verarbeiten und zu übertragen. Ziel ist es, hochsichere Kommunikationsverbindungen aufzubauen, bei denen jeder Angriff erkannt wird und deren Verschlüsselung selbst durch leistungsstarke Quantencomputer nicht gebrochen werden kann.

Mit den beiden Initiativen greift das BMBF Forderungen aus dem Positionspapier "Cybersicherheit in Deutschland" auf, das die Sprecher der Kompetenzzentren auf der Konferenz an die Ministerin übergaben. Für die Cybersicherheit in Europa wird das strategische Ziel der technologischen Souveränität herausgestellt, also der Fähigkeit, die wichtigsten digitalen Schlüsseltechnologien unabhängig und eigenständig zu entwickeln oder hinsichtlich ihrer Sicherheitseigenschaften zu beurteilen. In sieben Thesen werden unter anderem Mindeststandards für die Produkthaftung, Cybersicherheits-Infrastrukturen und eine Innovationsstrategie gefordert, die die IT-Sicherheitsforschung grundlegend einbezieht. (Bundesministerium für Bildung und Forschung – BMBF: ra)

eingetragen: 13.03.17
Home & Newsletterlauf: 11.04.17


- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Nachrichten

  • Bildung einer kriminellen Vereinigung

    Die Generalstaatsanwaltschaften Bamberg, Frankfurt am Main und Koblenz sowie die Staatsanwaltschaften Köln, Osnabrück, Saarbrücken, Stuttgart und Verden (Aller) führen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) und den Landeskriminalämtern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein in einer gemeinsamen Bund-Länder-Gruppe umfangreiche Ermittlungen gegen führende Mitglieder des Underground-Economy-Forums "crimenetwork.biz". Den Beschuldigten wird vorgeworfen, über dieses inzwischen abgeschaltete Forum mit illegalen Waren und Dienstleistungen gehandelt zu haben.

  • Nationales Cyber-Abwehrzentrum

    Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum (Cyber-AZ) ist ein Thema der Antwort der Deutschen Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Wie die Bundesregierung darin darlegt, soll das Cyber-AZ unter Federführung des Bundesinnenministeriums "zu einer Institution weiterentwickelt werden, die ressortgemeinsam handelt, erforderliche Aktivitäten koordiniert und das IT-Krisenmanagement für Deutschland übernimmt". Cybersicherheit könne nur im gesamtstaatlichen Handeln ressortübergreifend erzielt werden, heißt es in der Vorlage weiter.

  • Trotz Information: Infektionen nicht bereinigt

    Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) liegen Informationen vor, nach denen aktuell mindestens 1.000 deutsche Online-Shops von Online-Skimming betroffen sind. Dabei nutzen Cyber-Kriminelle Sicherheitslücken in veralteten Versionen der Shopsoftware, um schädlichen Programmcode einzuschleusen. Dieser späht dann beim Bestellvorgang die Zahlungsinformationen der Kunden aus und übermittelt sie an die Täter. Betroffen sind Online-Shops, die auf der weit verbreiteten Software Magento basieren. Der eingeschleuste Code und der damit verbundene Datenabfluss sind für Nutzer üblicherweise nicht erkennbar. Über den Umfang der über diese Angriffe bereits abgeflossenen Zahlungsdaten liegen dem BSI zurzeit keine Erkenntnisse vor.

  • Cyber-Angriffe auf den Bundestag

    Russische Geheimdienste könnten nach Einschätzung der Deutschen Bundesregierung versuchen, die Bundestagswahl 2017 durch Cyber-Angriffe zu beeinflussen. Diese Annahme gründe auf Analysen der mutmaßlich russischen Cyber-Angriffskampagnen mit internationaler Zielauswahl, heißt es in der Antwort der Regierung (18/10759) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/10467).

  • Cyber-Sicherheitsstrategie 2016

    Die "Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland 2016" ist Gegenstand einer Unterrichtung durch die Deutschen Bundesregierung (18/10395). Wie daraus hervorgeht, schreibt die Cyber-Sicherheitsstrategie 2016 die von der Bundesregierung im Februar 2011 beschlossene Cyber-Sicherheitsstrategie fort und "bildet den ressortübergreifenden strategischen Rahmen für die Aktivitäten der Bundesregierung mit Bezügen zur Cyber-Sicherheit". Die strategischen Ansätze und Ziele der Cyber-Sicherheitsstrategie 2011 hätten im Wesentlichen auch heute noch Bestand, heißt es in der Vorlage. Die sich stetig ändernden Rahmenbedingungen machten es aber erforderlich, sie zu ergänzen und in einer neuen, ressortübergreifenden Strategie zu bündeln, "die der Relevanz und Querschnittlichkeit des Themas Cyber-Sicherheit angemessen Rechnung trägt und dieses ganzheitlich erfasst".