- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Nachrichten

Regierung berichtet über Zitis


Struktur und Tätigkeit der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich
Zum Präsidenten von ZITiS wurde mit Wilfried, ein langjähriger leitender Beamter der Abteilung Technische Aufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Bad Aibling ernannt

- Anzeigen -





Über die "Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich" (Zitis) informiert die Deutsche Bundesregierung in ihrer Antwort (19/6246) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/5469). Wie die Bundesregierung darin ausführt, hat Zitis gemäß Errichtungserlass vom 6. April 2017 die Aufgabe, Bundesbehörden mit Sicherheitsaufgaben im Hinblick auf informationstechnische Fähigkeiten zu unterstützen und zu beraten. Dazu entwickele und erforsche Zitis Methoden und Werkzeuge.

In diesem Kontext obliegen ihr den Angaben zufolge insbesondere Unterstützungs- und Beratungsleistungen, Entwicklungsleistungen und Forschungsaufgaben. Eingriffsbefugnisse hat Zitis laut Vorlage nicht. Diese Befugnisse verblieben bei den Bedarfsträgern der Zitis - derzeit dem Bundeskriminalamt (BKA), dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und der Bundespolizei. Der nach den Planungen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) vorgesehene "Aufbau der Behörde auf bis zu 400 Planstellen/Stellen" stehe unter dem Vorbehalt zukünftiger Haushaltsaufstellungsverfahren.

Neben BKA, BfV und Bundespolizei können durch die Einräumung eines Gaststatus im Zitis-Beirat auch weitere Bundesbehörden an den Ergebnissen der Tätigkeit der Zitis partizipieren, wie die Bundesregierung ferner schreibt. Gaststatus im Zitis-Beirat haben der Vorlage zufolge derzeit der Bundesnachrichtendienst, das Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst, das Zollkriminalamt und das BMI. "Die zuständigen Behörden der Länder können über die Zentralstellenfunktion von BKA (Landeskriminalämter) und BfV (Landesbehörden für Verfassungsschutz) an den Ergebnissen der Tätigkeit der Zitis mittelbar partizipieren", heißt es in der Antwort weiter.

Vorbemerkung der Fragestellung
Mit Erlass des Bundesministeriums des Innern (BMI) vom 6. April 2017 (Gemeinsames Ministerialblatt – GMBl – vom 20. April 2017, S. 274) wurde die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) – nachstehend: Zentrale Stelle – als nicht rechtsfähige Bundesanstalt im Geschäftsbereich des BMI errichtet. Die Behörde soll bis zum Jahr 2022 insgesamt 400 Personalstellen umfassen und hat zur Aufgabe, Verschlüsselungsmethoden zu brechen und Überwachungstechnologien für staatliche Sicherheitsbehörden zu entwickeln.

Zum Präsidenten von ZITiS wurde mit Wilfried, ein langjähriger leitender Beamter der Abteilung Technische Aufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Bad Aibling ernannt. Er managte dort die Kooperation mit dem US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) und war ein zentraler Zeuge vor dem BND/NSA-Untersuchungsausschuss.
(Deutsche Bundesregierung: ra)

eingetragen: 04.01.19
Newsletterlauf: 22.01.19

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Nachrichten

  • Internetverkehr von 1,7 Millionen IPs manipuliert

    Das FBI machte einen massiven, mehrjährigen Betrug zunichte, bei dem Online-Kriminelle Botnets zur Manipulation des Internetverkehrs von 1,7 Millionen IP-Adressen verwendeten und so annähernd 30 Millionen Dollar an betrügerischen Werbeeinnahmen erzielten. F-Secure unterstützte die Operation, indem es Bedrohungsinformationen über die Malware-Kampagnen und Botnetze des Betrugs bereitstellte. Der Ad-Fraud-Ring, der in einem von US-CERT veröffentlichten Advisory als "3ve" beschrieben wird, arbeitet seit Ende 2015 und baut zwei verschiedene Botnets auf, indem er Kovter- und Boaxxe-Malware über Spam-E-Mails und Drive-by-Downloads an Einzelpersonen verbreitet. 3ve nutzte diese Botnetze, um den Internetverkehr zu manipulieren und an Online-Anzeigen zu leiten, die unter dem Vorwand liefen, dass der Verkehr von echten Besuchern kam. Schätzungen gehen davon aus, dass die Botnets von 3ve es ihnen ermöglichten, den Internetverkehr von etwa 1,7 Millionen IPs zu manipulieren.

  • Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz

    Die deutschen Zoll- und Polizeibehörden haben vom 09. bis 16. Oktober 2018 im Rahmen der Operation PANGEA zum elften Mal zusammen mit internationalen Partnern den Fokus auf den Handel mit gefälschten und illegalen Arzneimitteln im Internet gerichtet. Koordiniert wurde die Teilnahme der deutschen Behörden durch das Zollkriminalamt (ZKA) und das Bundeskriminalamt (BKA). Insgesamt beteiligten sich 116 Staaten sowie die Weltzollorganisation(WZO), Europol, Pharmaunternehmen und internationale Zahlungs- und Zustellungsdienstleister an der von INTERPOL initiierten Operation PANGEA. Seit Ende der Operation PANGEA X im September letzten Jahres ermittelten die Polizeibehörden im Zeitraum von Januar bis August 2018 in 132 Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber von 136 Internetseiten.

  • Weiterentwicklung der Quantentechnologie

    Schon heute nutzt fast jeder täglich Quantentechnologien, bei Computern, in Datennetzen oder auch bei einem Großteil der medizinischen Bildgebung. All diese technologischen Errungenschaften wären ohne Quanteneffekte nicht denkbar, denn Bauteile wie Transistoren, Dioden und Laser nutzen Prinzipien der Quantenphysik. Deutschland ist bei diesen "Quantentechnologien der ersten Generation" wissenschaftlich und wirtschaftlich höchst erfolgreich. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Unterrichtung (19/4645). In der Grundlagenforschung der Quantenphysik, die lehre, dass die Welt nicht aus Nullen und Einsen, sondern eben aus Quanten bestehe und das diese Träger physikalischer Wechselwirkungen nicht beliebig teilbar seien, sondern in einer bestimmten "Mindestgröße" auftreten würden, besitze Deutschland eine exzellente Ausgangsposition. Die breite Forschung auf diesem Gebiet - bestehend aus föderal strukturierter Hochschullandschaft, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Ressortforschung und am Markt ausgerichteter Forschung der Unternehmen - bilde für die Quantentechnologien eine gute Ausgangsbasis.

  • Digitale Identitäten

    "Digitale Identitäten" thematisiert die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (19/4321). Wie sie darin schreibt, bilden digitale Identitäten " die Grundlage zum Handeln im Internet". Sie ermöglichten "Onlinebanking Konten, Zugang zu sozialen Medien, Einkäufe bei Onlinehändlern, aber auch Dateneinträge bei Bürgerämtern und vielen weiteren Onlinediensten". Daher sei es üblich, dass Bürger eine Vielzahl solcher Identitäten anhäufen. "Zur einfacheren Verwaltung dieser digitalen Identitäten bieten US-amerikanische Unternehmen wie Google, Facebook oder LinkedIn auf ihren Plattformen sogenannte Single-Sign-On Systeme an", führen die Abgeordneten weiter aus. Die bereits gespeicherten Daten der Nutzer wie beispielsweise der Name, das Geschlecht oder das Geburtsdatum würden dafür zentral auf den Servern dieser Unternehmen gespeichert und bei Bedarf an andere Dienste freigegeben. Eine solche zentrale Datenverwaltung schränke die Datensouveränität der Nutzer ein.

  • 86.000 Fälle von Cybercrime wurden im Jahr 2017

    Dass die Auswirkungen von Cyberangriffen nicht nur virtueller Natur sind, hat das vergangene Jahr gezeigt: Im Mai 2017 legte die Erpresser-Software "WannaCry" Hunderttausende Computersysteme lahm. Die Auswirkungen dieses Angriffs waren für viele Menschen auch in der "analogen Welt" spürbar, denn unter anderem hatte die Software die Ticketautomaten und Anzeigetafeln der Deutschen Bahn abgeschaltet. Lange Schlangen an den Infocentern vieler Bahnhöfe waren die Folge. Dabei war "WannaCry" nur einer von zahlreichen Angriffen. Rund 86.000 Fälle von Cybercrime wurden im Jahr 2017 von der Polizei erfasst, vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der hierdurch entstandene Schaden durch Computerbetrug steigerte sich auf 71,4 Millionen Euro (2016: 50,9 Mio. Euro). Dies geht aus dem heute veröffentlichten Lagebild "Cybercrime" des Bundeskriminalamts (BKA) hervor.