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Umfassende Sicherheit für Industrie 4.0


"Reiner Datenzugriffsschutz war gestern. Die Zukunft gehört der Datennutzungskontrolle"
Die Idee von Industrie 4.0 erlaube es nicht, Daten und Anlagen abzuschotten. Dadurch seien diese jedoch auch von außen angreifbar

(29.07.15) - Ein funktionierendes Konzept der umfassenden Sicherheit ist Voraussetzung für den Erfolg von Industrie 4.0. Das machte Professor Peter Liggesmeyer, Leiter des Frauenhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering und Präsident der Gesellschaft für Informatik vor dem Ausschuss Digitale Agenda deutlich. Bislang seien die Datensicherheit (Security) - der Schutz der Systeme vor Personen, wie etwa Hackern und die Betriebssicherheit (Safety) - also die Gefahr der Bedrohung der Menschen durch System völlig getrennt geregelt, sagte Liggesmeyer. "Sowohl Safety-Analytik als auch Security-Analytik funktionieren für sich genommen in Deutschland sehr gut", so der Experte. Die jeweiligen Lösungen passten jedoch nicht zusammen. "Das muss anders werden", forderte er.

Der Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI) stellte den Abgeordneten die Handlungsempfehlungen der auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und unter Mitwirkung der GI gekürten "digitalen Köpfe Deutschlands" vor. Kernpunkt dessen ist nach Ansicht des IT-Experten das Konzept der umfassenden Sicherheit. "Gerade für Deutschland mit seiner Autoindustrie sowie dem Maschinen und Anlagenbau ist umfassende Sicherheit sehr wichtig", sagte Liggesmeyer und verwies dazu auf das Thema des autonomen Fahrens. Die Idee von Industrie 4.0 erlaube es nicht, Daten und Anlagen abzuschotten. Dadurch seien diese jedoch auch von außen angreifbar.

Daher lautete das Fazit des Experten: "Reiner Datenzugriffsschutz war gestern. Die Zukunft gehört der Datennutzungskontrolle." Gebraucht würden intelligente Konzepte, "die die Daten schützen, zugleich aber Geschäfte mit der Nutzung der Daten nicht ad absurdum führen".

Umfassende Sicherheit sei daher das neue zentrale Thema für die digitalisierte Wirtschaft. "Wir bekommen die Daten aus den Produktionsprozessen nicht mehr heraus und deshalb müssen wir sie in unsere Analysen inkludieren und brauchen dafür integrierte Lösungen", sagte er. Beherrsche man die umfassende Sicherheit, so der Präsident der Gesellschaft für Informatik, könne man die gefunden Lösungen auch international anbieten. Nicht zuletzt deshalb sei eine Trennung von Safety und Security in Förderprogrammen nicht zielführend, befand er. (Deutscher Bundestag: ra)


Meldungen: Nachrichten

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    Medienberichte über divergierende Aussagen des Präsidenten des BSI und des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) in Bezug auf das Ausmaß des 'Hackerangriffs' auf Bundestagsabgeordnete und andere Personen" lautet der Titel einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion (19/7997). Darin führt die Fraktion aus, dass nach einem Medienbericht vom 5. Januar 2019 das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Aussagen seines Präsidenten Arne Schönbohm zum so genannten Hackerangriff korrigiert habe.

  • Genehmigungen im Bereich Cybersicherheit

    Die FDP-Fraktion möchte wissen, wie viele Anträge auf Ausfuhrgenehmigungen für Güter mit doppeltem Vewendungszweck aus dem Bereich Cyber-Sicherheit gestellt worden sind. In einer Kleinen Anfrage (19/7680) erkundigen sich die Abgeordneten nach entsprechenden Zahlen für die vergangenen zehn Jahre. Sie fragen auch nach Annahmen, Ablehnungen und offenen Anträgen. Bei Gütern mit doppeltem Verwendungszweck handelt es sich um Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können.

  • GandCrab-Ransomware wird regelmäßig angepasst

    Bitdefender, Europol und zahlreiche andere Strafverfolgungsbehörden bieten eine neue Version des kostenlosen Entschlüsselungs-Tools für Daten, die der Ransomware GandCrab zum Opfer gefallen sind. GandCrab ist bis dato eine der effektivsten Familien dateiverschlüsselnder Malware und das aktualisierte Tool kann nun auch Daten, die mit den neuesten Versionen von GandCrab verschlüsselt wurden wieder entschlüsseln. Das neue Tool ist ab sofort verfügbar und kann bei Bitdefender Labs und dem No-More-Ransom-Projekt kostenlos heruntergeladen werden.

  • Neue Fähigkeiten zur Entschlüsselung bei Europol

    Die EU-Polizeiagentur Europol ist nach Angaben der Deutsche Bundesregierung grundsätzlich befugt, technische Mittel und Methoden zur Unterstützung der Entschlüsselung im Rahmen der Vorgaben des europäischen Rechts zu entwickeln. Dies könne auch "die Frage umfassen, ob aus technischen Gründen die Notwendigkeit besteht, Schwachstellen sowie Fehler bei Algorithmen und Implementierungen bei der Entschlüsselung verschlüsselter Kommunikationsinhalte einzusetzen", schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/7227) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/6699).

  • Regierung berichtet über Zitis

    Über die "Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich" (Zitis) informiert die Deutsche Bundesregierung in ihrer Antwort (19/6246) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/5469). Wie die Bundesregierung darin ausführt, hat Zitis gemäß Errichtungserlass vom 6. April 2017 die Aufgabe, Bundesbehörden mit Sicherheitsaufgaben im Hinblick auf informationstechnische Fähigkeiten zu unterstützen und zu beraten. Dazu entwickele und erforsche Zitis Methoden und Werkzeuge. In diesem Kontext obliegen ihr den Angaben zufolge insbesondere Unterstützungs- und Beratungsleistungen, Entwicklungsleistungen und Forschungsaufgaben. Eingriffsbefugnisse hat Zitis laut Vorlage nicht. Diese Befugnisse verblieben bei den Bedarfsträgern der Zitis - derzeit dem Bundeskriminalamt (BKA), dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und der Bundespolizei. Der nach den Planungen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) vorgesehene "Aufbau der Behörde auf bis zu 400 Planstellen/Stellen" stehe unter dem Vorbehalt zukünftiger Haushaltsaufstellungsverfahren.