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Hoffnung: Steigende Budgets für Sicherheit


Studie: Desinteresse der Mitarbeiter an Sicherheitsrichtlinien sorgt für Anstieg von Cyberattacken
Gefahren für Unternehmensnetzwerke steigen durch versteckte Bedrohungen und leichtsinnigen Umgang der Mitarbeiter mit Apps

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IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge.

Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

Der zweite Teil der Studie konzentriert sich nun auf IT-Abteilungen und die Herausforderungen, die sich durch die steigende Anzahl komplexer Cyber-Attacken ergeben sowie durch die Unachtsamkeit der Mitarbeiter, die ihre Unternehmen aus Unwissenheit ungewollt weiteren Gefahren aussetzen. Fast die Hälfte der befragten IT-Führungskräfte (48 Prozent) berichtet außerdem, dass die Mitarbeiter sich nicht für Sicherheitsvorgaben interessieren oder sich bereitwillig darüber hinwegsetzen. 59 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen sind daher wenig optimistisch, dass sie Gefahren stoppen und ihr Unternehmen schützen können.

Cyber-Attacken nehmen zu
Im Rahmen der Studie wurden die IT-Abteilungen auch in Hinblick auf den Schutz der Unternehmensnetzwerke sowie der Anwendungen befragt. Bei knapp der Hälfte der Befragten (47 Prozent) gab es bereits mindestens einmal ein Datenleck. Einen beunruhigenden Trend gibt es bei DDoS-Attacken: Fast die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) wurde in den letzten 12 Monaten Opfer einer DDoS-Attacke bzw. vermuten dies, sind sich darüber aber nicht im Klaren. Daher gehen auch 70 Prozent der Befragten davon aus, dass Cyber-Attacken 2018 zunehmen werden bzw. es dauerhaft so viele Angriffe geben wird. 44 Prozent glauben, dass vor allem DDoS-Attacken zunehmen werden.

Diese Aussagen passen zu den Ergebnissen des Security Reports von A10 Networks: Unternehmen sind durchschnittlich 15 DDoS-Attacken pro Jahr ausgesetzt. Diese sorgen für Ausfallzeiten von mindestens 17 Stunden, in denen die Services gar nicht erreichbar sind oder nur sehr eingeschränkt. Es ist auch immer schwieriger Attacken mit Spitzenwerten von 30-40 Gbit/s und darüber hinaus abzuwehren.

Grund zur Sorge bietet, dass etwas über ein Drittel der Befragten (37 Prozent) angibt, dass ihnen der Begriff DDoS-Attacke nicht bekannt ist. 11 Prozent wissen nicht, ob sie bereits Opfer einer solchen Attacke geworden sind. Dies ist sehr alarmierend, da in der Regel dann auch nicht bekannt ist, wie man sich vor Angriffen schützen kann.

Apps im Beruf – wer ist für die Daten verantwortlich?
Über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) geht davon aus, dass Business-Apps an Bedeutung gewinnen werden. Was die Nutzung von privaten Apps im Beruf jedoch angeht, weisen Angestellte die Verantwortung für Sicherheitsfragen meist zurück: Fast zwei Drittel der Befragten (59 Prozent) fühlen sich für den Schutz der privaten Apps nicht zuständig. Auf die Frage hin, wer die Verantwortung tragen sollte, nannten 20 Prozent die App-Entwickler, 17 Prozent Service Provider und 16 Prozent die IT-Abteilung.

Wenn man jedoch die IT-Abteilung direkt befragt, wer intern für den Schutz persönlicher Daten verantwortlich ist, nennen ein Drittel (33 Prozent) das Security-Team, gefolgt von dem CIO oder Abteilungsleiter (17 Prozent) sowie der gesamten IT-Abteilung (15 Prozent).

Verhalten der Mitarbeiter
Fast ein Drittel der befragten Mitarbeiter nutzt wissentlich gesperrte Apps (30 Prozent). 10 Prozent geben an, dass sie nicht wissen, ob die verwendeten Apps zugelassen sind oder nicht. Von denjenigen, die gesperrte Apps verwenden, gibt über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) an, dass "jeder das macht", während über ein Drittel (36 Prozent) der Meinung ist, die IT-Abteilung hätte kein Recht darüber zu bestimmen, welche Apps sie nutzen dürfen.

Der AIR-Report zeigt, dass das Risiko für Angriffe durch das Verhalten der Mitarbeiter und deren Abhängigkeit von Apps steigt. Angestellte schwächen dabei einerseits unbewusst die Sicherheit, beispielsweise durch die Nutzung von nicht autorisierten Apps. Hinzukommt das fehlende Verständnis für die Sicherheitsrichtlinien und die fehlende Bereitschaft diese umzusetzen. 88 Prozent der IT-Verantwortlichen sind daher der Meinung, dass die Mitarbeiter in Sicherheitsfragen besser geschult werden müssen.

Grund zur Hoffnung: Steigende Budgets für Sicherheit
Mit dem Anstieg der Cyber-Attacken geht laut Ergebnissen der Studie allerdings auch bei knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) ein Anstieg des IT- sowie Sicherheitsbudgets einher. Ein Drittel der Befragten (36 Prozent) berichten von einer Aufstockung der Sicherheitsteams, gefolgt von den Applikationsteams, die bei 17 Prozent der Befragten verstärkt werden. Mit den steigenden Budgets muss aber auch die Bereitschaft der Mitarbeiter steigen, Sicherheitsrichtlinien einzuhalten.

Über den A10 Application Intelligence Report (AIR)
Der Application Intelligence Report (AIR) ist ein globales Forschungsprojekt, das sowohl das Verhalten und die Einstellungen der Mitarbeiter weltweit bezüglich der Nutzung von beruflichen und privaten Apps als auch den Einfluss auf Risiken, die Sicherheit und die Unternehmenskultur untersucht. AIR wurde von A10 Networks in Auftrag gegeben und von dem unabhängigen Forschungsunternehmen Provoke Insights durchgeführt.

Dabei wurden mehr als 2.000 Unternehmen und IT-Experten aus zehn Ländern befragt. Das Ziel ist es, Arbeitgeber zu informieren und dabei zu unterstützen, die eigene Unternehmenspolitik zu überdenken. Indem sie sich über das Verhalten ihrer Mitarbeiter bewusstwerden, können Unternehmen sich und deren Anwendungen besser schützen.

Die Studie wurde in 10 Ländern durchgeführt: Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Singapur, Südkorea, Großbritannien und USA
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(A10 Networks: ra)

eingetragen: 11.02.18
Newsletterlauf: 27.03.18

A10 Networks: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

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  • Komplexere Angriffsformen liegen im Trend

    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

  • Studien: Ransom-Attacken weiter auf dem Vormarsch

    Radware hat ihren "Global Application and Network Security Report 2017-2018" veröffentlicht. Nach diesem Bericht hat sich der Anteil der Unternehmen, die finanziell motivierte Cyber-Angriffe melden, in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die Hälfte aller befragten Unternehmen erlebte im vergangenen Jahr einen Cyber-Angriff, der mit Lösegeldforderungen verbunden war. Da der Wert von Bitcoin und anderen Krypto-Währungen - oft die bevorzugte Zahlungsform unter Hackern - stetig steigt, bieten Ransom-Angriffe Hackern die Möglichkeit, Lösegelder gewinnbringend anzulegen und so zusätzliche Gewinne zu erzielen.

  • Das persönliche Passwort-Management ist schwierig

    Mit jedem neuen Account, den Anwender zur Nutzung von Online-Diensten einrichten, stellt sich erneut die Frage nach einem einzigartigen und starken Passwort. Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Jeder zweite Anwender in Deutschland greift laut einer Kaspersky-Studie zu unsicheren Methoden. Ein Viertel der in Deutschland befragten Nutzer gibt beispielsweise zu, sich Passwörter auf Papierzetteln zu notieren. Den meisten Anwendern in Deutschland ist die Bedeutung von sicheren, starken und damit komplexen Passwörtern für die Sicherheit ihrer Online-Konten durchaus bewusst. Die sichersten Passwörter werden vor allem dann genutzt, wenn es ums Geld geht: Online-Banking-Accounts stehen hier mit 66,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Accounts für Bezahlsysteme und E-Wallets (58,2 Prozent) sowie für Online-Einkäufe (44,2 Prozent).