- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Sicherheit und Schutz des Smartphones


Jeder dritte Smartphone-Nutzer hatte Sicherheitsprobleme
Große Mehrheit nutzt lediglich kostenlose Sicherheitsprogramme oder -dienste - Auf vier von zehn Smartphones befinden sich vertrauliche Inhalte

- Anzeigen -





E-Mails, Kontaktdaten, die Online-Banking-App oder Fotos: Auf dem Smartphone befinden sich sehr persönliche und häufig auch wichtige Informationen, die es zum interessanten Ziel für Kriminelle machen. So gibt fast jeder dritte Smartphone-Nutzer (29 Prozent) an, dass er in den vergangenen zwölf Monaten einen Sicherheitsvorfall mit seinem Gerät erleben musste. Dazu gehören Viren oder andere Schadprogramme, die zum Beispiel versuchen, Daten auf dem Gerät auszulesen, ebenso wie der Diebstahl des Geräts. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.017 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Längst ist das Smartphone für Cyberkriminelle mindestens ebenso interessant wie der heimische PC. Auf unseren Mobiltelefonen tragen wir nicht nur eine Fülle hoch sensibler Daten mit uns, häufig schützen wir die Geräte auch schlechter als die stationären Computer", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Neun von zehn Nutzern (86 Prozent) geben an, dass sie ihr Smartphone eigentlich immer bei sich haben. Und vier von zehn Nutzern (40 Prozent) sagen, dass sich auf ihrem Smartphone Inhalte befinden, von denen sie auf keinen Fall möchten, dass jemand anderes sie sieht. Um das zu verhindern, setzen neun von zehn Smartphone-Nutzern (90 Prozent) ein Sicherheitsprogramm oder einen Sicherheitsdienst ein, greifen dabei aber überwiegend auf kostenlose Angebote zurück.

86 Prozent nutzen eine Bildschirmsperre per PIN, Code oder Muster. 81 Prozent haben einen SIM-Karten-Schutz aktiviert, der das Smartphone bei Entfernen oder Austausch der SIM-Karte sperrt, Rund jeder Zweite (46 Prozent) hat eine Lokalisierungsfunktion eingeschaltet, mit der sich das Smartphone bei Verlust orten lässt. Vier von zehn Smartphone-Nutzern (42 Prozent) haben eine Virenschutz-App installiert, drei von zehn (32 Prozent) machen regelmäßige Backups ihrer Smartphone-Daten auf ihrem Computer oder in der Cloud.

"Leider wird über das Thema Sicherheit und Schutz des Smartphones häufig erst nachgedacht, wenn der Schaden bereits eingetreten und es zu spät ist", so Rohleder. "Wirklich jeder Smartphone-Nutzer sollte eine Bildschirmsperre aktivieren sowie regelmäßig Sicherungskopien seiner Daten anfertigen. Wer sensible Nachrichten erhält, sollte darauf achten, dass diese nicht auch bei gesperrtem Smartphone auf dem Bildschirm angezeigt und so von Dritten gelesen werden können." Dabei geht es nicht nur um den Schutz der eigenen Daten, es geht auch um den Schutz persönlicher Daten von Freunden und Bekannten, die sich auf fast allen Smartphones befinden. Rohleder: "Auch Privatpersonen sollten auf ihrem Smartphone die Daten Dritter zuverlässig schützen." Das gelte beispielsweise für Adressdaten ebenso wie für Fotos.

Überwiegend setzen jene Smartphone-Nutzer, die sich schützen, auf Möglichkeiten, die das Betriebssystem mitbringt oder auf kostenlose Apps. So sagen fast zwei Drittel (64 Prozent), dass sie in den vergangenen zwölf Monaten kein Geld für entsprechende Sicherheitsfunktionen ausgegeben haben. vier Prozent schätzen, dass sie weniger als zehn Euro investiert haben, 16 Prozent gehen von zehn bis unter 20 Euro aus und nur 13 Prozent glauben, dass es sogar mehr als 20 Euro waren. vier Prozent wollten hierzu keine Angabe machen.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.017 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: "Haben Sie persönlich in den vergangenen zwölf Monaten Sicherheitsvorfälle auf Ihrem privaten Smartphone gehabt?", "Welche der folgenden Sicherheitsprogramme oder -dienste nutzen Sie auf Ihrem privaten Smartphone?", "Wie viel Geld haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten für Sicherheitsdienste oder -funktionen auf Ihrem privaten Smartphone ausgegeben?" und "Nun lese ich Ihnen noch ein paar Aussagen zum Umgang mit Ihrem Smartphone vor. Bitte sagen Sie mir, inwieweit Sie den folgenden Aussagen zustimmen."
(Bitkom: ra)

eingetragen: 07.01.18
Home & Newsletterlauf: 07.02.18


Bitkom: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

  • Blockchain als IoT-Sicherheits-Tool

    Gemalto zeigt auf, dass nur rund die Hälfte (48 Prozent) aller Unternehmen in der Lage sind , eine Sicherheitsverletzung bei einem ihrer IoT-Geräte zu erkennen. Dies geschieht trotz eines verstärkten Fokus auf IoT-Sicherheit: >> Ausgaben für Schutz sind gestiegen (von 11 Prozent des IoT-Budgets im Jahr 2017 auf jetzt 13 Prozent); >> Fast alle Befragten (90 Prozent) sind der Ansicht, dass dies für Kunden eine wichtige Rolle spielt; >> Im Vergleich zum Vorjahr (4 Prozent) betrachten heute fast dreimal so viele Organisationen IoT-Sicherheit als moralische Verantwortung (14 Prozent).

  • Strengere Durchsetzung der Regulierungen

    Commvault gab die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage bekannt, die beim Data Protection World Forum 2018 in London durchgeführt wurde. Die Befragung ergab spannende Ergebnisse: Vier von fünf (80Prozent)der befragten Datenschutz- und IT-Experten sind der Ansicht, dass die Einhaltung von strengen Datenmanagement-Bestimmungen(wie der DSGVO) für ihr Unternehmen von langfristigem Nutzen sein wird. Allerdings hat momentan nur einer von fünf (20Prozent)Befragten volles Vertrauen in die Einhaltung der Gesetze zur Verwaltung personenbezogener Daten in ihrem Unternehmen.

  • Wettbewerbsvorteil von Cybersecurity

    Die Mehrheit der Geschäftsführer und Vorstände in Deutschland erkennt nach wie vor nicht den Wettbewerbsvorteil, den eine funktionierende Cybersicherheit ihrem Unternehmen verschaffen kann. Viele sehen in den Security-Teams zudem vor allem einen Kostenfaktor, wie eine vom PAM-Spezialisten Thycotic in Auftrag gegebene Studie* nun offenbart. Nur 15 Prozent der befragten IT-Sicherheitsentscheider sind demnach der Meinung, dass die Geschäftsführung sich der Bedeutung von sicherem Datenhandling beim Erzielen von Wettbewerbsvorteilen bewusst ist. Und das, obwohl in 58 Prozent der befragten Unternehmen der CIO einen Platz in der Geschäftsführung oder im Vorstand innehat.

  • Bieten DevSecOps mehr Sicherheit?

    Veracodes Bericht zum "State of Software Security" (SoSS) enthält viele Anzeichen dafür, dass DevSecOps mehr Sicherheit und Effizienz für Unternehmen bieten. Dafür besteht in Europa allerdings noch einiges an Nachholbedarf, da die meisten untersuchten Unternehmen in europäischen Ländern bei der Behebung von Schwachstellen in ihrer Software recht schlecht abschnitten. In jeder Branche haben Unternehmen mit einem massiven Volumen an offenen Schwachstellen zu kämpfen. Neue Maßnahmen dagegen zeigen aber bereits erste positive Entwicklungen. Dem Bericht zufolge wurden 69 Prozent der entdeckten Mängel bereinigt, ein Anstieg von fast 12 Prozent gegenüber dem vorherigen Bericht. Dies zeigt, dass Unternehmen immer leistungsfähiger werden, neu entdeckte Schwachstellen zu schließen, die von Hackern ausgenutzt werden könnten.

  • Anstieg File-basierter Angriffe

    Bromium hat in ihren neuen "Threat Findings" aktuelle Malware-Trends analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass Browser-basierte Attacken an Bedeutung verloren haben und File-basierte Angriffe klar dominieren. Bromium hat in ihren "Threat Findings" die im Jahr 2018 bei Kunden entdeckte Schadsoftware detailliert analysiert - und zwar diejenige, die von klassischen Sicherheitslösungen wie Antiviren-Software, Webfilter-Programmen oder Firewalls nicht erkannt wurde.