- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Lösungen zur DDoS-Minimierung ausreichend?


Checkliste: Fünf Empfehlungen für den Umgang mit DDoS-Angriffen
DDoS-Studie belegt frappierende Selbstüberschätzung von Unternehmen in Bezug auf die IT-Sicherheit – es fehlen Sicherheitsanalysen und strategisches Vorgehen

- Anzeigen -





Eine Studie von CDNetworks zeigt eine große Diskrepanz zwischen Wirklichkeit und Selbsteinschätzung in Unternehmen hinsichtlich ihrer IT-Sicherheit. Der Großteil (83 Prozent) der über 300 in der DACH-Region und in Großbritannien befragten Unternehmen war der Meinung, angemessen auf einen Angriff vorbereitet zu sein. Dass es sich hierbei um eine Fehleinschätzung handelt belegt die Tatsache, dass 54 Prozent dieser Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten trotzdem Ziel eines erfolgreichen DDoS-Angriffs waren. Über 50 Angriffe wurden 2016 von 8 Prozent der Firmen verzeichnet. Im Durchschnitt lag der Wert bei sechs Angriffen pro Jahr – allerdings mit steigender Tendenz. Zudem wächst das Ausmaß der Angriffe, und die Datenübertragungsraten (bis zu 58,8Gbps) vervielfachen sich. Daher hat CDNetworks fünf wichtige Schritte zusammengefasst, die Unternehmen für den Umgang mit DDoS-Angriffen beachten sollten, um besser vorbereitet zu sein.

1. Sicherheitsanfälligkeit und Schweregrad der Problematik ermitteln
In einem ersten Schritt gilt es, den Sicherheitsstatus im Unternehmen zu prüfen. Dies erfordert eine umfassende Prüfung der Stärken und Schwächen des Netzwerks um festzustellen, wo System- und Netzwerkabwehr-Lücken bestehen und wie einfach diese ausgenutzt werden könnten. Letzteres kann anhand von Vulnerabilitätstests und DDoS-Test ermittelt werden. Danach sollte geprüft werden, ob vorhandene Lösungen zur DDoS-Minimierung ausreichend sind.

Empfehlenswert ist auch ein sogenannter Penetrationstest (Pentest) als IT-Gesundheitscheck. Dieser Sicherheitstest simuliert einen Angriff von inner­halb und außerhalb des Netzwerks auf die Schwachstellen, um festzustellen, ob ein unberechtigter Zugriff auf die Daten möglich ist. Dies ist weniger für DDoS-Angriffe relevant. Die Ergebnisse der aktuellen Studie haben jedoch gezeigt, dass 13 Prozent der Befragten die Auffassung vertraten, dass es sich bei den DDoS-Angriffen, deren Opfer sie wurden, um vorsätzliche Manöver handelte, die von anderen böswilligen Angriffen (wie direkte Hacking-Angriffen auf das Netzwerk) ablenken sollten.

Die Testphase zeigt, wo die größten Schwachpunkte liegen. Daraus lässt sich ableiten, welche Dienstleistungen und Technologien erforderlich sind und wo individuelles Feintuning nötig ist.

2. Geeignete Lösungsstrategie finden
In den frühen 2000er Jahren, als DDoS-Angriffe noch selten und unkompliziert waren, boten Do-it-Yourself-Lösungen ausreichend Schutz. Heute entwickeln sich die Methoden der DDoS-Angriffe sowie deren Umfang so schnell weiter, dass einzelne IT-Teams und selbst entwickelte Abwehrsysteme nicht mithalten können. Die Methode zusätzliche Hardware vor Server und Router zu schalten ist nicht nur kostspielig, sie erfordert auch permanente Updates und Konfigurationen, um die zunehmend komplexeren DDoS-Angriffen abwehren zu können. Zudem sind die Systeme immer noch anfällig für eine gezielte Überlastung der Netzwerkkapazitäten. Fast alle Vulnerabilitätstests zeigen, dass einer der größten Schwachpunkte in den Kapazitätsgrenzen des eigenen Netzwerks liegt. Wird diese Grenze überschritten – sei es aufgrund harmloser Ursachen oder durch böswillige DDoS-Angriffe – kommt es zu einem Netzwerkausfall.

Eine praxistaugliche Lösung ist beispielsweise eine Cloud-basierte DDoS-Abwehr. Cloud Security-Anbieter können auf Netzwerk-Kapazitäten zurückgreifen, die die eines einzelnen Rechenzentrums bei weitem übersteigen. Daher können sie auch bei sehr umfangreichen Angriffen einen verlässlichen Schutz bieten. Zudem arbeiten hier viele Experten-Teams permanent daran mit der Weiterentwicklung der DDoS-Strategien mitzuhalten. Gleichzeitig können sie den Traffic bereinigen, um zu gewährleisten, dass nur "legitimer" Datenverkehr durchkommt. Ressourcen wie das Open Web Application Securitiy Project (OWASP) können zusätzlich bei der DDoS-Abwehrplanung helfen.

3. Auf das Schlimmste vorbereitet sein, um die Geschäftskontinuität sicherzustellen
Die aktuellen Studienergebnisse belegen, dass Unternehmen, die noch nicht Ziel einer erfolgreichen Sicherheits-Attacke geworden sind, die Schwere von Angriffen unterschätzen. Die erhobenen Daten zeigen jedoch überdeutlich die negativen Auswirkungen finanzieller, rechtlicher, regulatorischer und/oder auf das Markenimage bezogener Natur.

Das Sicherstellen der Geschäftskontinuität sollte daher ein wichtiges Element jeder DDoS-Planung sein. Das betrifft einerseits die technischen Anforderungen, wie die Duplizierung von Informationen und die Gewähr, dass Zielvorgaben im Zusammenhang mit den Recovery Time und Recovery Point Objectives (RTOs und RPOs) mit Geschäftsanforderungen vereinbar sind. Aber auch die vielfältigen prozessbezogenen Anforderungen sollten nicht außer Acht gelassen werden. Ganz oben auf der Checkliste steht dabei, ein Krisenteam für den Eintritt eines Notfalls zu identifizieren.

Dabei sollte auch festgehalten werden, wer der Notfallkontakt bei/m und für Sicherheitspartner/n ist, wie er/sie kontaktiert werden kann/können, wer wofür verantwortlich ist und wer intern und extern infor­miert werden muss. Dabei muss berücksichtigt werden, dass gängige Kommunikationskanäle (E-Mail, Chat, Blogs, Intranet, etc.) durch den Angriff ausfallen könnten. Eine große Zahl von Mitarbeitern, Partnern und Kunden muss also gegebenenfalls über alternative Systeme informiert werden.

4. Unternehmenspolitik für Lösegeld-Forderungen
Es gibt Cyberkriminelle, die eine Art Lösegeld fordern, um einen DDos-Angriff zu beenden und die Ressourcen wieder freizugeben. In diesen Fällen empfehlen Experten nicht zu zahlen: Zum einen gibt es keine Garantie, dass der Angreifer seine Verpflichtung nach der Zahlung des Lösegelds einlöst. Außerdem erhöht sich das Risiko, nachdem einmal eine Zahlung erfolgt ist, dass derselbe Angreifer erneut Forderungen stellt – wie bei der organisierten Kriminalität und "Schutzgeldzahlungen".

Daher sollten Unternehmensrichtlinien stattdessen vorsehen die Rechtsabteilung über den Angriff und die Lösegeldforderung zu informieren. In einigen Fäl­len werden Lösegeldforderungen sogar vor Beginn einer Attacke versendet, sodass unklar ist, ob diese stattfindet oder erfolgreich sein wird. Sollte es zu einer schwerwiegenden Attacke kommen, so wie bei der Ransomware Wannacry im Mai 2017, sollten Organisationen den Angriff so schnell wie möglich melden, um andere Firmen zu warnen.

5. Versicherung gegen Folgen von Cyber-Angriffe
Der Kampf zwischen Unternehmen und Cyberkriminellen ist schon fast zu einem Wettrüsten geworden – und einige dieser Kämpfe werden die Cyberkriminellen gewinnen. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, entscheiden sich manche Unternehmen heute dazu Ver­sicherungen gegen Datenmissbrauch und andere Auswirkungen von Cyber-Angriffen abzuschließen. Bei der Wahl einer solche Versicherung sollten sie beachten, dass die Police nicht nur die unmittelbaren, konkreten Auswirkungen abdeckt, sondern auch mögliche Geldstrafen (z.B. für gestohlene Kundendaten).
(CDNetworks: ra)

eingetragen: 17.10.17
Home & Newsletterlauf: 24.11.17


CDNetworks: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Sicherheitstipps für Online-Urlaubsbucher

    70 Prozent der Deutschen haben ihren Urlaub schon einmal im Internet gebucht - das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie von G Data. Für Cyberkriminelle ist es hierdurch leicht, durch gezielte Kampagnen Nutzer anzugreifen, um persönliche Daten zu stehlen. Wer sich noch nicht um die schönste Zeit des Jahres gekümmert hat, wird oft jetzt aktiv und bucht last minute. G Data warnt vor kriminellen Ferien-Kampagnen und gibt Tipps für die sichere Onlinebuchung des Traumreiseziels.

  • Zunehmende Gefahr durch Identitätsmissbrauch

    ThreatMetrix hat neue Daten erhoben und veröffentlicht, die deutliche Veränderungen im Bereich der Cyberkriminalität dokumentieren. Ein Schwerpunkt dieses Wandels liegt in der zunehmend globalen Verbreitung von entwendeten oder betrügerisch eingesetzten Identitäten. Insbesondere in Lateinamerika steigt die Zahl der Versuche mit illegitimen Absichten neue Accounts anzulegen stark an. Laut "ThreatMetrix Q1 2018 Cybercrime Report" wurde in dieser Region ein Viertel aller Kontoanmeldungen als betrügerisch zurückgewiesen. Gestohlene beziehungsweise synthetisierte Identitäten werden dabei nicht nur eingesetzt, um Attacken im wachsenden E-Commerce-Markt Südamerikas durchzuführen, sondern finden auch Verwendung bei Angriffen auf die großen, weltweit aktiven Einzelhandelsunternehmen der USA. Eine weitere Vorgehensweise zur Ausnutzung gestohlener Identitäten in der Region LATAM ist es, diese für Tests auszunutzen, um neue Fake-Accounts zu erstellen, zu verifizieren und zu verkaufen.

  • Ransomware im Jahr 2017

    Die Anzahl der Angriffe mit Ransomware wuchs im Jahr 2017 um 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. F-Secure macht für dieses Wachstum in einer neuen Studie besonders den Kryptowurm WannaCry verantwortlich, kommt aber weiterhin zu dem Schluss, dass andere Attacken mit Ransomware über das Jahr gesehen immer weiter abnahmen, was darauf schließen lässt, dass es einen Wandel in der Art gibt, wie Cyberkriminelle Ransomware nutzen. Die Studie ‚The Changing State of Ransomware' verdeutlicht, dass das Gefahrenpotenzial von Ransomware im Jahr 2017 immens anstieg. Vorherrschende Gefahren im Laufe des Jahres waren etablierte Ransomware-Familien wie Locky, Cryptolocker und Cerber. Allerdings war es WannaCry als die am häufigsten auftretende Gefahr durch Ransomware 2017: der berüchtigte Kryptowurm war in neun von zehn Fällen Thema aller Ransomware-Reports bis zum Ende des Jahres.

  • Cyber-Erpressung und Phishing

    Privilegierte Nutzerkonten (d.h. Administratoren-, Service-, Maschinen- oder Datenbank-Accounts) sind nach wie vor Haupteinfallstor für Cyberkriminelle, wie der aktuelle 2018 Global Channel Partner Survey Report von Thycotic nun offenbart. Demnach gaben 62 Prozent der befragten Lösungsanbieter an, dass Angreifer vor allem die privilegierten Konten ihrer Kunden im Visier hatten und versucht haben, Schwachstellen bei den Berechtigungsnachweisen auszunutzen. Dennoch investiert nur einer von zehn Kunden in Privileged Account Management (PAM)-Lösungen, um sensible Accounts besser zu schützen. Der Channel-Report basiert auf Antworten von mehr als 250 Value Added Resellern (VARs), Managed Service Providern (MSPs), Value Added Distributoren (VADs), Direct Market Resellern und Systemintegratoren.

  • EDR untersucht und bereinigt Sicherheitsvorfälle

    Bitdefender zeigt die Herausforderung und Belastung von IT-Sicherheitsverantwortlichen beim Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Die Zahlen basieren auf einer aktuellen, im Februar und März 2018 durchgeführten Umfrage. Sie geht der Frage nach, wie sich der Einsatz von EDR-Systemen (Endpoint Detection and Response) in der Praxis bewährt. Organisationen setzen EDR ein, weil sie wissen, dass sie nicht jeden Angriff abwehren können, und die Folgen im Falle eines erfolgreichen Hacks eindämmen müssen. 60 Prozent der 154 deutschen Befragten sagen, dass mindestens ein Viertel aller Alerts ihrer EDR-Systemen Fehlalarme seien. Zwei Drittel (65 Prozent) finden die Verwaltung der Systeme hinsichtlich des Personal- und Zeitaufwands schwierig.