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Einstellung zur Datensicherheit gespalten


Studie zeigt: 25 Prozent der Mitarbeiter würden für eine Reise in die Karibik Unternehmenspatente und Kreditkarteninformationen verkaufen
Ein Drittel der Mitarbeiter würde vertrauliche Unternehmensinformationen verkaufen, wenn der Preis stimmt - Ein Viertel würde vertrauliche Unternehmensinformationen für 7000 Euro verkaufen, manche sogar schon ab 150 Euro

(09.09.15) - Clearswift hat 4000 Angestellte in Deutschland, Großbritannien, USA und Australien befragt: 25 Prozent der Befragten wären bereit, Unternehmensdaten für 7000 Euro zu verkaufen und damit in Kauf zu nehmen, ihren Arbeitsplatz oder juristische Verfolgung zu riskieren. 3 Prozent wären sogar schon für 150 Euro bereit, Unternehmensinterna weiterzugeben.18 Prozent würden bei einem Betrag von 1500 Euro schwach werden. Steigt die angebotene Summe weiter bis auf 70000 Euro, würden sich sogar 35 Prozent der Befragten auf einen solchen Deal einlassen.

Für Kriminelle, Mitbewerber und andere haben Internas anderer Unternehmen einen beträchtlichen Wert. Die Bestechung von Mitarbeitern kann demnach ein sehr einfacher Weg sein, immer komplexere Sicherheitssysteme zu umgehen und so in den Besitz von Unternehmensinformationen, Patenten usw. zu gelangen. Mitbewerber erhalten dadurch entscheidende Vorteile, beispielsweise bei der Entwicklung neuer Produkte oder aber der Verhandlung komplexer Verträge. Kriminelle verfolgen eher die Zielsetzung des Diebstahls von Geldern oder aber des Weiterverkaufs der Informationen an Dritte.

Heath Davies, Chief Executive Officer bei Clearswift, sagt: "Generell nehmen Mitarbeiter das Thema Sicherheit sehr ernst. 65 Prozent gaben in unserer Befragung an, dass sie zu keinem Preis käuflich wären. Dennoch gibt es eine nicht zu unterschätzende Anzahl, die bereit wäre, vom Verkauf von Unternehmensinterna schon für kleine Summen finanziell zu profitieren, obwohl genau diese Informationen für Unternehmen Millionen Euro wert sein können und erhebliche Unternehmensrisiken bedeuten können, sollten sie in unberechtigte Hände gelangen."

"Wie wertvoll Daten mittlerweile sind, zeigt das jüngste Beispiel der gehackten Seitensprung-Website Ashley Madison. Dem CEO des Unternehmens zufolge hat ein ehemaliger Mitarbeiter Kundendaten entwendet. Die Auswirkungen sind dramatisch: der geplante Börsengang in London, mit dem das Unternehmen 130 Millionen Britische Pfund einsammeln wollte, könnte gefährdet sein. Der gesamtheitliche Unternehmenswert würde sich damit drastisch verringern. Der Angriff hat außerdem bereits Auswirkungen auf die Schwesterseiten Cougar Life und Established Men. Deshalb ist es so wichtig, dass Unternehmen sich des Risikos und der Auswirkungen eines Datenverlusts bewusst sind sowie entsprechend intervenieren."

Das Risiko, dass sensible Informationen nach außen gelangen, ist deshalb so hoch, weil die meisten Mitarbeiter auf interne Daten Zugriff haben und damit gar nicht erst gegen Sicherheitsvorkehrungen verstoßen. Wie erschreckend einfach es ist, verdeutlichen die Ergebnisse: 61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auf private Kundendaten Zugriff haben. 51 Prozent haben Zugang zu Finanzdaten wie Unternehmenskonten oder aktienrelevante Inhalte, 49 Prozent auf sensible Produktinformationen wie geplante Produkteinführungen oder Patente.

Die Einstellung zum Thema Datensicherheit ist gespalten: 29 Prozent gaben an, dass Unternehmensdaten in ihrem Verantwortungsbereich liegen, 22 Prozent fühlten sich für deren Sicherheit keinesfalls verantwortlich.

Eine weitere Befragung von Clearswift bei 504 IT-Sicherheits-Spezialisten ergab, dass 62 Prozent davon ausgehen, dass sich viele Mitarbeiter nicht genügend Gedanken über die möglichen Konsequenzen eines Sicherheitsverstoßes machen und damit auch ihr Verhalten nicht ändern. Denn die Weitergabe von sensiblen Unternehmensdaten ist kein Kavaliersdelikt.

Davies kommentiert: "Für die Unternehmenskultur ist es natürlich nicht förderlich, Angst vor einem Fehlverhalten von Mitarbeitern zu haben. Vor allem, weil das Gros absolut vertrauenswürdig ist. Die richtige Balance zu finden, ist der ausschlaggebende Punkt. Ein Unternehmen muss verstehen, wo es neuralgische Stellen geben kann und auf Technologien setzen, die sich an verschiedene Bedrohungen anpassen kann.

Unternehmen müssen im Blick haben, wo sensible Informationen gespeichert werden und entsprechende Vorkehrungen treffen, dass sie das Unternehmensnetzwerk nicht verlassen können. In vielen Unternehmen ist das bereits der Fall. Allerdings gibt es auch viele, gerade auch große Unternehmen, die ihre wertvollen Daten nicht ausreichend schützen."

Anmerkungen zur Untersuchung:
Die Daten stammen aus einer Untersuchung des Forschungsunternehmens Loudhouse im Auftrag von Clearswift. Mehr als 500 IT-Entscheidungsträger und 4000 Mitarbeiter wurden befragt. Der vollständige Report ist auf Anfrage verfügbar.
(Clearswift: ra)

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Meldungen: Studien

  • Verschlüsselungstrends in Deutschland

    nCipher Security, ein Unternehmen der Entrust Datacard und Anbieter von Lösungen zur Kontrolle geschäftskritischer Informationen und Anwendungen, stellte die Ergebnisse ihrer in Auftrag gegebene internationalen Studie "Global Encryption Trends Study 2019" vor. Das zentrale Ergebnis: Noch nie waren Anwendungen und sensible Informationen durch kryptografische Methoden so sicher geschützt wie heute. Das hohe Schutzniveau gelte auch dann, wenn Unternehmen Cloud-Technologien sowie das Internet der Dinge (IoT), die Blockchain und digitale Zahlungsmethoden nutzen, so die Studie. Da sich Datenschutzpannen in Unternehmen häufen, werden umfassende Strategien zur Verschlüsselung immer wichtiger. Laut der Studie verfügen im Jahr 2019 45 Prozent der Befragten über einen detaillierten Verschlüsselungsplan, der im gesamten Unternehmen einheitlich angewendet wird. Weitere 42 Prozent nutzen diesbezüglich Pläne oder Strategien, die auf bestimmte Anwendungen und Datentypen begrenzt sind.

  • Streng kontrollierter Zugriff

    Pulse Secure, Anbieterin von Softwarelösungen für die Zugriffskontrolle, untersucht in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "2019 State of Enterprise Secure Access" Cyberbedrohungen, Lücken in Sicherheitsstrategien und Sicherheitsinvestitionen - Herausforderungen, mit denen sich alle Unternehmen bei der Einführung eines Hybrid-IT-Modells befassen müssen. Bei der Umfrage unter Großunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA zeigte sich, dass der Zero-Trust-Ansatz aufgrund zunehmend gravierender Cyberangriffe immer beliebter wird. Der streng kontrollierte Zugriff auf Multicloud-Ressourcen, Anwendungen und sensible Daten soll für ununterbrochene Produktivität sorgen und das Geschäftsrisiko senken.

  • Bedrohungslage durch Hacker ernst

    Eine aktuelle Studie von NTT Security zeigt, dass europäische Unternehmen deutlichen Nachholbedarf beim Schutz vor Cyberbedrohungen haben: Mit einem Reifegrad der IT-Sicherheit* von 1,42 von fünf Punkten lagen sie 2018 unter dem generell niedrigen Wert von 1,45 im globalen Durchschnitt. Die Unterschiede besonders zwischen den Branchen sind groß, Vorreiter ist der Technologiesektor, während die Finanzindustrie hinterherhinkt. Safety first? Obwohl weltweit die Bedrohungslage durch Hacker immer weiter zunimmt, ist ein Großteil der Unternehmen in Europa nicht in der Lage, Systeme und Daten effektiv zu schützen. So schnitten europäische Firmen auf der Reifeskala IT-Sicherheit des aktuellen Global Threat Intelligence Report von NTT Security nur unterdurchschnittlich ab - und liegen deutlich hinter der Spitzenregion Naher Osten-Afrika, die im Durchschnitt einen Wert 1,77 erreichten.

  • Zentrale Komponente: Privileged Access Security

    Laut einer neuen Umfrage von CyberArk glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie. Der aktuelle "CyberArk Global Advanced Threat Landscape 2019 Report" hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

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    Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheits-Tools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren. 52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden.