- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Zugriff auf Mainframe-Daten


Studie: Mainframes gelten als besonders sicher, doch bleiben Insiderbedrohungen vielerorts ein weißer Fleck
In Deutschland vertrauen 76 Prozent der Unternehmen einseitig auf Logdateien – und setzen sich damit selbst der Gefahr von Datenlecks aus

- Anzeigen -





Laut einer internationalen CIO-Umfrage im Auftrag von Compuware halten hierzulande 72 Prozent der IT-Verantwortlichen ihre Mainframerechner für sicherer als andere IT-Systeme. Gleichzeitig gehen 85 Prozent der deutschen Studienteilnehmer von signifikanten Insiderrisiken aufgrund mangelnder Transparenz bei Datenzugriffen auf Mainframes aus.

Die Umfrageergebnisse im Überblick:
>> Großrechner als bevorzugter Speicherort für sensible Daten: 69 Prozent aller deutschen Unternehmen verwalten per Mainframe etwa gleich viele oder mehr personenbezogene Informationen als mit anderen Systemen. Der internationale Durchschnittswert über alle Befragten hinweg liegt fünf Prozentpunkte niedriger (64 Prozent).

>> Gut sieben von zehn Studienteilnehmern aus der Bundesrepublik attestieren Mainframes ein höheres Sicherheitsniveau als anderen Systemen; ein weiteres Viertel hält sie für mindestens ebenso sicher. Lediglich drei Prozent gehen bei Großrechnern von einer geringfügig verminderten IT-Sicherheit aus. Diese Einschätzung entspricht im Wesentlichen dem internationalen Durchschnitt und erklärt, warum personenbezogene Daten vorzugsweise per Mainframes verwaltet werden.

>> 85 Prozent der deutschen CIOs berichten indes von weißen Flecken in Bezug auf die Frage, wie und auf welche Mainframe-Daten zugegriffen wird. Weltweit liegt dieser Wert bei 84 Prozent.

>> 81 Prozent der deutschen Teilnehmer gelingt es nicht, den Datenzugriff auf Mainframes lückenlos nachzuvollziehen – was naturgemäß mit erhöhten Insiderrisiken einhergeht. International sagen dies 84 Prozent.

"Großrechner galten schon immer als Plattformen, die sich am besten absichern lassen. Deshalb speichern viele Unternehmen ihre sensiblen Daten nach wie vor auf einem Mainframe", sagt John Crossno, Product Manager bei Compuware. Und weiter: "Gleichwohl steigt hierbei das Risiko missbräuchlicher Datenzugriffe – entweder durch Mitarbeiter mit entsprechenden Zugriffsprivilegien oder durch solche, die sich illegal Zugang zu Datenbeständen auf einem Mainframe verschaffen. Unternehmen sollten daher dringend die notwendigen Schritte für mehr Sichtbarkeit einleiten, um jederzeit nachvollziehen zu können, wer welche Mainframedaten zu welchen Zwecken nutzt."

Der Studie zufolge sind bislang folgende Maßnahmen zur Eindämmung von Insiderrisiken am weitesten verbreitet:
>> 76 Prozent aller Firmen in Deutschland sichern ihre Logdateien für künftige Auswertungen. Global tun dies 74 Prozent.

>> 71 Prozent überprüfen ihre Sicherheitslogs in regelmäßigen Abständen, um Inkonsistenzen aufzudecken. International sind es 68 Prozent.

>> Sechs von zehn deutschen Unternehmen nutzen Mainframedaten für Sicherheitsanalysen auf der Basis eines Security Information and Event Management Systems (SIEM). Weltweit liegt dieser Wert bei 67 Prozent.

>> 56 Prozent kombinieren hierzulande Mainframe- mit Sicherheitsdaten anderer Systeme. International sind es 58 Prozent.

Dazu nochmals John Crossno: "Die meisten Unternehmen verlassen sich ausschließlich auf ungleichartige Logs sowie auf Daten konventioneller Sicherheitslösungen wie der Resource Access Control Facility RACF. Doch selbst da, wo derartige Daten bereits in ein SIEM intergiert sind, sorgt dies nicht für die erforderliche Transparenz, um böswillige Insider identifizieren zu können. Dafür brauchen Unternehmen vielmehr einen tiefgehenden Einblick, wer mit welchen Anwendungen auf welche Mainframedaten zugegriffen hat. Erreicht werden kann dies nur durch eine direkte Echtzeiterfassung sämtlicher Nutzeraktivitäten von Anfang bis Ende – einschließlich der Analyse aller so erfassten Daten mit einer SIEM-Plattform wie beispielsweise Splunk."

Um Security-Teams in Unternehmen bei der Auseinandersetzung mit aktuellen Sicherheitsherausforderungen zu unterstützen, hat Compuware ein Whitepaper mit dem Titel "Mainframe Security in a Hybrid/Mobile World: New Best Practices for the New Threat Matrix" erarbeitet. Das Papier beschreibt sechs unkomplizierte, den sonstigen Betrieb nicht störende Maßnahmen, um Insidergefahren in Mainframeumgebungen wirkungsvoll abzuwehren. Das vollständige Whitepaper steht hier zum Download zur Verfügung.

Über die Studie
Im April 2017 befragte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von Compuware rund 400 CIOs aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den USA. 72 Prozent der Teilnehmer gehören dem gehobenen Mittelstand mit mehr als 1.000 Mitarbeitern an; 28 Prozent stammen aus Großunternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten. Zusammen bildet die Gruppe einen repräsentativen Querschnitt der wichtigsten Branchen in den untersuchten Ländern.
(Compuware: ra)

eingetragen: 17.06.17
Home & Newsletterlauf: 28.06.17


Compuware: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Sicherheitsthematiken hemmen IT-Innovationen

    CIOs weltweit wollen auch bei den Digitalisierungsvorhaben ihrer Unternehmen eine strategischere Rolle einnehmen und wünschen sich mehr Freiheit vom operativen IT-Tagesgeschäft. Bislang wurden sie vom digitalen Wandel eher mitgerissen als ihn selber aktiv zu gestalten - gebremst u.a. von dem hohen Arbeitsvolumen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs und den wachsenden Sicherheitsanforderungen. Zum fünften Mal in Folge befragte Logicalis CIOs (dieses Jahr 890 in 23 Ländern) dazu, wie sie die Umsetzung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen bewerten, auf welche Hindernisse sie stoßen und wie sie diese angehen. Was den Fortschritt des digitalen Wandels angeht, sehen sich in der diesjährigen Studie 5 Prozent als "digitale Innovatoren" und 20 Prozent als "Early Adopters"; im Vorjahr waren es noch je 7 bzw. 22 Prozent. Dahingegen steigt die Anzahl derjenigen, die dem Reifegrad ihrer Organisation einen mittleren Wert zuordnen, von 45 auf 48 Prozent. Deutsche IT-Leiter schreiben ihren Unternehmen dieses Jahr häufiger einen mittleren Digitalisierungsgrad zu als im Vorjahr. Der Fortschritt hält sich aber insgesamt in Grenzen, möglicherweise, weil die IT-Verantwortlichen das volle Ausmaß der mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen inzwischen klarer sehen.

  • Wichtig ist, dass der Router geschützt ist

    Avast hat die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit von Webcams in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Demnach fürchten sich 60 Prozent der deutschen Befragten und 52 Prozent der Schweizer vor Webcam-Hacks und Spionage. Im Internet sowie im Darknet gibt es Tools, um die Webcam eines Computers zu hacken - und das teilweise kostenlos. Obwohl an vielen PCs eine Kontrollleuchte neben der Webcam die Aktivierung anzeigt, können spezielle Tools dies umgehen und ermöglichen dadurch einen unbemerkten Zugriff auf die Webcam. Die Studie von Avast, die im Oktober 2017 durchgeführt wurde, zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten, dass Cyberkriminelle ihre Webcam hacken und sie ausspionieren könnten. Mehr als die Hälfte aller deutschen Befragten (54 Prozent) hat sogar schonmal ihre Webcam abgeklebt. 28 Prozent der Befragten sind sich nicht darüber im Klaren, dass Cyberkriminelle ihre Webcam aktivieren können, ohne dass die Kontrollleuchte neben der Webcam dies anzeigt.

  • Workshops und Schulungen unverzichtbar

    Die größte Gefahr für die IT-Sicherheit eines Unternehmens geht - bezogen auf den Faktor Mensch - von den eigenen Mitarbeitern aus, dicht gefolgt von Drittparteien. Diese Einschätzung teilt die Mehrheit der Befragten des aktuellen "Risk:Value-Reports 2017" von NTT Security, Teil der NTT Group und Spezialistin für Informationssicherheit und Risikomanagement. Der jährlich vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellte Risk:Value-Report zeigt, in welchen Bereichen und bei welchen Personen die größten IT-Sicherheitsgefahren drohen. Auf die Frage "Welche Person beziehungsweise Personengruppe steht für Sie bei den Sicherheitsschwachstellen an erster Stelle?" nennen 23 Prozent der Teilnehmer die "Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung". Den zweiten Platz belegen Drittparteien mit 19 Prozent; hierzu zählt Vanson Bourne Subunternehmen, externe Dienstleister und Lieferanten. Position drei nimmt der CEO ein; ihn stufen 12 Prozent als schwächstes Glied in der IT-Sicherheit ein. Als weitere Sicherheitsschwachstellen nennen 11 Prozent der Befragten das Management, 10 Prozent die Kunden, 7 Prozent die Administratoren, 7 Prozent die Aufsichtsräte und 6 Prozent die C-Level-Führungskräfte ohne CEO.

  • Mangel an qualifizierten IT-Professionals

    Centrify macht auf weitere Ergebnisse der vom Ponemon Institute im Auftrag von Centrify durchgeführten Studie "Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens" aufmerksam. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

  • Lokale Administrationsrechte beenden

    BeyondTrust hat ihre Privileged Access Management-Studie vorgestellt. Darin werden die "Fünf Todsünden für das Privileged Access Management" und ihre Folgen für den Schutz von sensiblen Informationen beschrieben. Sicherheitsexperten empfehlen schon viele Jahre lang Best Practices für die Verwaltung von privilegierten Zugriffsrechten (Privileged Access Management, PAM), um Probleme im Zusammenhang mit dem Missbrauch von privilegierten Konten zu bekämpfen. Dennoch fällt der IT die Verwaltung der Zugriffsrechte für privilegierte Konten nach wie vor nicht immer leicht. Um den Grund dafür zu verstehen, hat BeyondTrust kürzlich knapp 500 IT-Mitarbeiter weltweit befragt, die im PAM-Bereich arbeiten. Da zahlreiche Angriffe auf dem Missbrauch von privilegierten Konten beruhen, ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer die folgenden drei Sicherheitsmaßnahmen von ziemlich bis äußerst wichtig eingestuft haben.