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Anstieg von Sub-Saturating-Angriffen


Kurze, vielfach unbemerkt bleibende, Sub-Saturating DDoS-Angriffe sind das größte Risiko
Der aktuelle "DDoS Trends and Analysis" Report von Corero warnt vor DDoS-Angriffen in der Art eines "trojanischen Pferdes" - Diese Attacken verschleiern ihre Absicht ganz bewusst, um von weit ernsteren Bedrohungen in ihrer Folge abzulenken

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Laut dem jüngsten "DDoS Trends and Analysis Report" von Corero Network Security geht die größte Bedrohung von einem Sperrfeuer an kurzen Angriffen mit geringer Bandbreite aus. Angriffe dieser Art dienen nicht selten dazu ernsthafte Netzwerk-bedrohungen zu verschleiern. Der aktuelle Corero-Report hat DDoS-Angriffsversuche auf die Netzwerke von Kunden genauer untersucht und hebt insbesondere kurze, häufig stattfindende Angriffe mit geringer Bandbreite hervor. Im Gegensatz zu den schlagzeilenträchtigen Volumenangriffen des letzten Jahres dominiert nämlich ein anderer Attacken-Typus die Ergebnisse. Die überwiegende Mehrzahl der Angriffe gegen Corero-Kunden im ersten Quartal 2017 weltweit - nämlich 98 Prozent - hatten lediglich ein Volumen von weniger als 10 Gbps. Dazu kommt, dass nahezu drei Viertel (71 Prozent) der von Corero verhinderten Angriffe zehn Minuten oder weniger dauerten.

Aufgrund ihrer geringen Größe werden solche Sub Saturating-Attacken von IT-Sicherheitsabteilungen oftmals nicht bemerkt. Ähnliches gilt für viele Systeme zum Schutz vor DDoS-Angriffen. Dennoch haben sie ausreichendes Potenzial um eine Firewall oder ein Intrusion Prevention System (IPS) außer Gefecht zu setzen. Das reicht für einen Hacker sein Ziel anzuvisieren und eine entsprechende Infiltrierung des Netzwerks zu planen. Im Zuge dessen wird oftmals eine Malware installiert um gegebenenfalls Daten aus dem Netzwerk abzuziehen.

Ashley Stephenson, CEO von Corero Network Security, sagte: "Solche kurzen Angriffe mögen auf den ersten Blick vergleichsweise harmlos erscheinen, da sie oftmals keine nennenswerten Ausfallzeiten verursachen. IT-Sicherheitsabteilungen, die sich entscheiden solche Angriffe weitestgehend zu ignorieren, lassen effektiv die Türen für den nächsten Malware- oder Ransomware-Angriff, einen Datendiebstahl oder andere ernst zu nehmende Bedrohungen weit offen. Ganz ähnlich dem allseits bekannten trojanischen Pferd erscheinen sie harmlos und verursachen augenscheinlich nur geringe Ausfälle bei der Internetverbindung. Während sich dahinter sehr viel ernstere Bedrohungen verbergen."

Sub Saturating DDoS-Attacken: Die Ruhe vor dem Sturm
Insgesamt verzeichneten Corero-Kunden eine durchschnittliche Zahl von 124 DDoS-Angriffen pro Monat was 4,1 Angriffen pro Tag während des ersten Quartals 2017 entspricht. Das ist ein Anstieg von 9 Prozent verglichen mit dem vierten Quartal 2016.

Stephenson weiter: "Anders als bei großen volumetrischen Angriffen, die Webseiten komplett zum Erliegen bringen, verzichten Hacker hier ganz bewusst darauf zu zeigen, was alles möglich ist. Vielmehr benutzen sie diese kurzen Angriffe etwa um ein Netzwerk im Hinblick auf potenzielle Schwachstellen zu überprüfen. Nicht selten erproben sie auch wie erfolgreich neue Methoden sind ohne dabei entdeckt zu werden. Die meisten Cloud-basierten Scrubbing-Lösungen sind nicht in der Lage Angriffe aufzudecken, die weniger als 10 Minuten dauern. Dann ist der Schaden bereits entstanden, bevor der betreffende Angriff überhaupt dokumentiert wurde. Der Anstieg von Sub-Saturating-Angriffen zu Beginn dieses Jahres ist unter Umständen ein Beleg für eine Testphase in der Hacker neue Methoden ausprobieren bevor sie diese im großen Stil industrieweit einsetzen."

Solche kurzen Angriffe mit geringem Volumen bleiben also weiterhin die Norm. Trotzdem ist auch die Zahl der Angriffe mit einer Bandbreite von mehr als 10 Gbps pro Sekunde im ersten Quartal 2017 angestiegen, nämlich um 55 Prozent verglichen mit dem vorherigen Quartal. Während die Mehrzahl der verzeichneten Angriffe weniger als 10 Minuten dauerten, zeigen die Daten einen leichten Anstieg auch bei den Angriffen, die 20 Minuten und länger dauern. Diese Angriffe machen etwa ein Viertel (22 Prozent) der Attacken aus.

Höhere Risiken durch die EU Datenschutz-Grundverordnung (im Englischen General Data Protection Regulation (GDPR)
Ab Mai kommenden Jahres erwarten alle Unternehmen mit Sitz in Europa oder solche, die mit Daten europäischer Bürger operieren, potenziell empfindliche Strafen bei Verstößen. Bis zu 4 Prozent des jährlich weltweit erzielten Umsatzes können fällig werden, wenn Unternehmen nicht in der Lage sind die Daten von EU-Bürgern zu schützen.

Stephenson dazu: "Mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung ist das Risiko eines Datendiebstahls als Folge einer Sub Saturating-DDoS-Attacke besonders ernst zu nehmen. Von einer im Netzwerk vor sich gehenden schädlichen Aktivität keine Kenntnis gehabt zu haben ersetzt keine Verteidigung. Hacker operieren inzwischen technisch auf sehr hohem Niveau und sind organisatorisch zum Teil bestens ausgestattet und finanziert. Dem können Unternehmen nur begegnen, wenn sie wirklich wissen, was in ihrem Netzwerk vor sich geht. Umfassende Transparenz ist nötig, will man Angriffe frühzeitig erkennen und blockieren. Und damit ein potenziell folgenschweres Eindringen in das Netzwerk." (Corero Network Security: ra)

eingetragen: 22.06.17
Home & Newsletterlauf: 11.07.17


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Meldungen: Studien

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    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

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