- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Einfluss von DDoS-Angriffen


IT-Sicherheitsprofis und Netzbetreiber bewerten Vertrauensverlust beim Kunden und sinkende Umsätze als schwerwiegendste Auswirkungen von DDoS-Attacken
Trends bei der Bekämpfung von DDoS-Angriffe - Anforderungen von Internet Service Providern

- Anzeigen -





Corero Network Security befragte im Rahmen ihrer jüngsten Erhebung IT-Sicherheitsfachleute dazu, welche Auswirkungen von DDoS-Angriffen sie für die schwerwiegendsten halten. Nahezu die Hälfte der Befragten sah im Vertrauensverlust bei Kunden und in sinkenden Umsätzen die gravierendsten Folgen einer solchen Attacke. Die veröffentlichten Ergebnisse gehen auf eine Befragung von Technologie-Entscheidern, Netzbetreibern und Sicherheitsexperten zurück, die auf der diesjährigen RSA Konferenz zu Schlüsselthemen in Sachen DDoS und Markttrends sowie Anforderungen an Internet Service Provider interviewt wurden.

Dave Larson, COO von Corero Network Security, sagte: "Die Verfügbarkeit einer Webseite oder eines Netzwerks ist die entscheidende Komponente, wenn es darum geht das Vertrauen seiner Kunden zu behalten und die Kundenbindung zu stärken. Und nicht zuletzt ist es auch eine entscheidende Komponente, wenn es darum geht in einem Verdrängungsmarkt neue Kunden zu gewinnen. Wenn ein Nutzer nicht auf bestimmte Anwendungen zugreifen kann oder er sich mit schlechten Ladezeiten konfrontiert sieht, wirkt sich das nahezu sofort auf das zugrundeliegende Geschäftsmodell aus."

Das sehen auch die befragten IT-Sicherheitsfachleute so: Nahezu die Hälfte von ihnen, 45 Prozent, sehen den Vertrauensverlust bei ihren Kunden als die schwerwiegendste Auswirkung eines DDoS-Angriffs an, 34 Prozent nennen Umsatzverluste an erster Stelle.

Unternehmen werden in aller Regel besonders dann auf DDoS-Attacken aufmerksam, wenn eine Firewall versagt, bestimmte Dienste ausfallen, Webseiten nicht mehr erreichbar sind oder Kunden sich bereits beschweren. Dave Larson warnte allerdings, dass Unternehmen nicht nur dann besorgt sein sollten, wenn es sich um groß angelegte, volumetrische DDoS-Attacken handelt, die Unternehmensnetzwerke und die damit verbundene Server-Infrastruktur in die Knie gehen lassen. Etwa ein Drittel der auf der RSA Befragten (32 Prozent) gaben an, in ihrem Netzwerk wöchentlich oder sogar täglich DDoS-Angriffe zu beobachten. Dave Larson meinte: "Das sind einigermaßen beunruhigende, wenn auch für uns nicht unbedingt überraschende Werte. Gerade weil DDoS-Angriffe so billig zu entwickeln und vergleichsweise leicht umzusetzen sind."

Larson sagte weiter: "Etliche Studien und unsere eigene Technologie zur Aufdeckung von DDoS-Angriffen bestätigen, dass die Zahl solcher einfachen, zeitlich kürzeren DDoS-Attacken stetig zunimmt. Das Problem mit ihnen ist ein doppeltes: Zum einen wirken sich auch diese kurzen Angriffe auf die Netzwerkleistung aus, zum anderen – und wichtiger – dienen solche Angriffe nicht selten dazu, andere und schwerwiegende Attacken zu verschleiern. Während die Netzwerksicherheit sinkt, Logging-Tools überschwemmt werden und die IT-Abteilung genau dadurch ablenkt ist, bietet sich für Hacker unter Umständen die Chance bestehende Schwachstellen auszunutzen und die komplette Umgebung mit unterschiedlichsten Malware-Varianten zu infizieren."

Gerade diese kurzen DDoS-Angriffe mit einer geringen Bandbreite unterlaufen nicht selten den Radar traditioneller Scrubbing-Lösungen. Und zahlreiche Firmen nutzen überhaupt keine Systeme, die den DDoS-Verkehr überwachen. Sie sind sich nicht ein Mal bewusst, dass ihr Netzwerk regelmäßig angegriffen wird.

Corero Network Security fragte weiterhin, welche Methoden die Befragten gegenwärtig einsetzen um DDoS-Bedrohungen abzuwehren. Beinahe ein Drittel der Befragten, nämlich 30 Prozent, verlassen sich dabei auf traditionelle Sicherheitsprodukte für die IT-Infrastruktur wie beispielsweise Firewalls, IPS und Loadbalancer. Larson dazu: "Diese Unternehmen sind äußerst anfällig für DDoS-Angriffe und deren Folgen. Inzwischen ist sehr gut dokumentiert, dass traditionelle IT-Sicherheitslösungen nicht ausreichen um DDoS-Angriffe abzuwehren."

Interessanterweise verlassen sich 30 Prozent der Befragten auf ihren Service Provider, wenn es gilt Sicherheitsrisiken beim vorgelagerten Datenstrom zu beseitigen. Die überwältigende Mehrheit allerdings, nämlich 85 Prozent, ist der Meinung ihr Internet Service Provider sollte mehr tun. Die Befragten wünschen sich an dieser Stelle zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen insbesondere um den DDoS-Traffic komplett zu entfernen. Darüberhinaus sind 51 Prozent bereit für einen derartigen Premium-Dienst, der den DDoS-Verkehr bereits abfängt bevor er im Netzwerk landet, auch gesondert zu zahlen. 35 Prozent würden zusätzliche 5-10 Prozent mehr als bisher an ihren Internet Service Provider zahlen. (Corero Network Security: ra)

eingetragen: 08.04.16
Home & Newsletterlauf: 28.04.16


Corero Network Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.