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Opfer von Datendiebstahl


Diebstahl von E-Mail-Adressen in Deutschland steigt dramatisch
Persönliche Daten im Internet sind nur dann sicher, wenn die gesamte Transaktionskette bei einem Vorgang geschützt ist

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In Deutschland werden immer mehr E-Mail-Adressen von Cyberkriminellen gestohlen. Das hat CPP Deutschland, Anbieter des Datenschutz Services Owl, herausgefunden. "Im ersten Halbjahr des Jahres 2017 wurden 43 Millionen deutsche E-Mail-Adressen gestohlen", sagt Sören Timm, Geschäftsführer von CPP Deutschland. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2016 waren es insgesamt 28 Millionen kompromittierte Adressen. "Dieser Anstieg ist dramatisch und er zeigt deutlich, welchen großen Wert E-Mail-Adressen für Cyberkriminelle haben. Wir können davon ausgehen, dass die Angriffe in den kommenden Jahren weiter exponentiell zunehmen werden", so Timm.

Ermöglicht werde der Diebstahl der Adressen hauptsächlich durch Sicherheitslücken in Soft- und Hardware, die bei der Implementierung von Websites verwendet werden. Europaweit sei es in den vergangenen zwölf Monaten in sozialen Netzwerken, wie MySpace, LinkedIn oder VK, zu millionenfachen Datendiebstählen gekommen. "Das zeigt, dass auch große Unternehmen mit ausgeprägtem IT-Sicherheitsdenken Opfer von Datendiebstahl werden können", betont Timm.

Gesamte Transaktionskette schützen
Timm: "Persönliche Daten im Internet sind nur dann sicher, wenn die gesamte Transaktionskette bei einem Vorgang geschützt ist." Dafür müssten zum einen die Nutzer sorgen, etwa indem sie ihre Hard- und Software state-of-the-art absichern sowie geeignete und unterschiedliche Passwörter wählen. Zum anderen müssten auch die Online-Anbieter ihre Infrastrukturen sichern, damit es nicht zum Diebstahl von Login-Daten kommen kann.

Die "Wanna Cry"- und "Petya"-Angriffe im Mai und Juni in rund 150 Ländern und mehreren Hunderttausend Geschädigten hätten gezeigt, dass diese Kette noch nicht funktioniert.
(CPP Creating Profitable Partnerships – CPP Group: ra)

eingetragen: 02.08.17
Home & Newsletterlauf: 07.09.17


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Meldungen: Studien

  • Sicherheitstipps für Online-Urlaubsbucher

    70 Prozent der Deutschen haben ihren Urlaub schon einmal im Internet gebucht - das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie von G Data. Für Cyberkriminelle ist es hierdurch leicht, durch gezielte Kampagnen Nutzer anzugreifen, um persönliche Daten zu stehlen. Wer sich noch nicht um die schönste Zeit des Jahres gekümmert hat, wird oft jetzt aktiv und bucht last minute. G Data warnt vor kriminellen Ferien-Kampagnen und gibt Tipps für die sichere Onlinebuchung des Traumreiseziels.

  • Zunehmende Gefahr durch Identitätsmissbrauch

    ThreatMetrix hat neue Daten erhoben und veröffentlicht, die deutliche Veränderungen im Bereich der Cyberkriminalität dokumentieren. Ein Schwerpunkt dieses Wandels liegt in der zunehmend globalen Verbreitung von entwendeten oder betrügerisch eingesetzten Identitäten. Insbesondere in Lateinamerika steigt die Zahl der Versuche mit illegitimen Absichten neue Accounts anzulegen stark an. Laut "ThreatMetrix Q1 2018 Cybercrime Report" wurde in dieser Region ein Viertel aller Kontoanmeldungen als betrügerisch zurückgewiesen. Gestohlene beziehungsweise synthetisierte Identitäten werden dabei nicht nur eingesetzt, um Attacken im wachsenden E-Commerce-Markt Südamerikas durchzuführen, sondern finden auch Verwendung bei Angriffen auf die großen, weltweit aktiven Einzelhandelsunternehmen der USA. Eine weitere Vorgehensweise zur Ausnutzung gestohlener Identitäten in der Region LATAM ist es, diese für Tests auszunutzen, um neue Fake-Accounts zu erstellen, zu verifizieren und zu verkaufen.

  • Ransomware im Jahr 2017

    Die Anzahl der Angriffe mit Ransomware wuchs im Jahr 2017 um 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. F-Secure macht für dieses Wachstum in einer neuen Studie besonders den Kryptowurm WannaCry verantwortlich, kommt aber weiterhin zu dem Schluss, dass andere Attacken mit Ransomware über das Jahr gesehen immer weiter abnahmen, was darauf schließen lässt, dass es einen Wandel in der Art gibt, wie Cyberkriminelle Ransomware nutzen. Die Studie ‚The Changing State of Ransomware' verdeutlicht, dass das Gefahrenpotenzial von Ransomware im Jahr 2017 immens anstieg. Vorherrschende Gefahren im Laufe des Jahres waren etablierte Ransomware-Familien wie Locky, Cryptolocker und Cerber. Allerdings war es WannaCry als die am häufigsten auftretende Gefahr durch Ransomware 2017: der berüchtigte Kryptowurm war in neun von zehn Fällen Thema aller Ransomware-Reports bis zum Ende des Jahres.

  • Cyber-Erpressung und Phishing

    Privilegierte Nutzerkonten (d.h. Administratoren-, Service-, Maschinen- oder Datenbank-Accounts) sind nach wie vor Haupteinfallstor für Cyberkriminelle, wie der aktuelle 2018 Global Channel Partner Survey Report von Thycotic nun offenbart. Demnach gaben 62 Prozent der befragten Lösungsanbieter an, dass Angreifer vor allem die privilegierten Konten ihrer Kunden im Visier hatten und versucht haben, Schwachstellen bei den Berechtigungsnachweisen auszunutzen. Dennoch investiert nur einer von zehn Kunden in Privileged Account Management (PAM)-Lösungen, um sensible Accounts besser zu schützen. Der Channel-Report basiert auf Antworten von mehr als 250 Value Added Resellern (VARs), Managed Service Providern (MSPs), Value Added Distributoren (VADs), Direct Market Resellern und Systemintegratoren.

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    Bitdefender zeigt die Herausforderung und Belastung von IT-Sicherheitsverantwortlichen beim Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Die Zahlen basieren auf einer aktuellen, im Februar und März 2018 durchgeführten Umfrage. Sie geht der Frage nach, wie sich der Einsatz von EDR-Systemen (Endpoint Detection and Response) in der Praxis bewährt. Organisationen setzen EDR ein, weil sie wissen, dass sie nicht jeden Angriff abwehren können, und die Folgen im Falle eines erfolgreichen Hacks eindämmen müssen. 60 Prozent der 154 deutschen Befragten sagen, dass mindestens ein Viertel aller Alerts ihrer EDR-Systemen Fehlalarme seien. Zwei Drittel (65 Prozent) finden die Verwaltung der Systeme hinsichtlich des Personal- und Zeitaufwands schwierig.