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Betrugserkennung durch Risikoprüfung


Betrug im Online-Handel erreicht in der Vorweihnachtszeit seinen Höhepunkt
Nur wenige Händler planen Präventionsmaßnahmen – trotz Zunahme der Betrugsversuche

(18.12.15) - Die Masche eines Betrügers zu durchschauen, ist für Online-Händler nicht immer einfach, aber wichtig. Denn insbesondere, wenn es durch Betrug zu Zahlungsausfällen kommt, entstehen für sie hohe Kosten. In vielen Fällen könnten Betrugsfälle verhindert werden, vorausgesetzt, dass Auffälligkeiten der Bestellung rechtzeitig erkannt würden. Welche Erfahrungen Händler mit Betrug machen und wie sie Betrugsversuchen vorbeugen, hat das E Commerce-Leitfaden-Team in Zusammenarbeit mit der Creditreform Boniversum GmbH in einer Studie untersucht.

Zahl der Betrugsdelikte steigt – Produktportfolio und Zahlungsverfahren haben größten Einfluss
84 Prozent der befragten Online-Händler wurden schon Opfer eines Betrugsfalles oder haben bereits mit Betrugsversuchen zu tun gehabt. Bei über der Hälfte ist die Zahl der Betrugsdelikte in den letzten fünf Jahren angestiegen. Dabei haben das Produktportfolio des Händlers und die angebotenen Zahlungsverfahren den größten Einfluss auf die Betrugsversuche, die vor allem abends und nachts stattfinden. Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle: Besonders zur Weihnachtszeit ist Vorsicht bei den Händlern geboten.

Mithilfe gezielt eingesetzter Risikoprüfungen können allerdings mögliche Ursachen für Zahlungsstörungen – und somit häufig von Betrug – rechtzeitig erkannt bzw. aufwändige Beitreibungen offener Forderungen sowie Zahlungsausfälle vermieden werden.

Ralf Zirbes, Geschäftsführer der Creditreform Boniversum GmbH, erläutert dazu: „Die Betrugsprävention wird immer wichtiger. Mit der steigenden Bedeutung des Online-Handels haben auch die Fälle von Identitätsmissbrauch massiv zugenommen. Unsere Erfahrung zeigt, dass Kriminelle inzwischen über den Einsatz von Bonitätsprüfungen während der Bestellprozesse informiert sind und deshalb vermehrt falsche Identitäten verwenden. Wir empfehlen den Händlern daher, von Anfang an präventiv zu arbeiten, um Zahlungsausfälle zu vermeiden.“

Obwohl bei sechs von zehn Händlern die Betrugsversuche in den letzten Jahren zugenommen haben und nur 11 Prozent schätzen, dass deren Zahl in den nächsten fünf Jahren abnehmen wird, planen nur wenige Händler weitere Maßnahmen zur Betrugsprävention. Darüber hinaus weiß mehr als ein Drittel der Händler, die noch keine Präventionsmaßnahmen durchführen, nicht, welche entsprechenden Möglichkeiten überhaupt existieren. Auch das Finden des "richtigen" Kosten-Nutzen-Verhältnisses stellt für viele eine große Herausforderung dar.

Bei zahlreichen Händlern ist also noch Luft nach oben, sowohl was die Betrugsprävention als auch die Optimierung der Maßnahmen zur Betrugserkennung angeht. (Creditreform Boniversum: ra)

Creditreform Boniversum: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

  • Sicherheitstipps für Online-Urlaubsbucher

    70 Prozent der Deutschen haben ihren Urlaub schon einmal im Internet gebucht - das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie von G Data. Für Cyberkriminelle ist es hierdurch leicht, durch gezielte Kampagnen Nutzer anzugreifen, um persönliche Daten zu stehlen. Wer sich noch nicht um die schönste Zeit des Jahres gekümmert hat, wird oft jetzt aktiv und bucht last minute. G Data warnt vor kriminellen Ferien-Kampagnen und gibt Tipps für die sichere Onlinebuchung des Traumreiseziels.

  • Zunehmende Gefahr durch Identitätsmissbrauch

    ThreatMetrix hat neue Daten erhoben und veröffentlicht, die deutliche Veränderungen im Bereich der Cyberkriminalität dokumentieren. Ein Schwerpunkt dieses Wandels liegt in der zunehmend globalen Verbreitung von entwendeten oder betrügerisch eingesetzten Identitäten. Insbesondere in Lateinamerika steigt die Zahl der Versuche mit illegitimen Absichten neue Accounts anzulegen stark an. Laut "ThreatMetrix Q1 2018 Cybercrime Report" wurde in dieser Region ein Viertel aller Kontoanmeldungen als betrügerisch zurückgewiesen. Gestohlene beziehungsweise synthetisierte Identitäten werden dabei nicht nur eingesetzt, um Attacken im wachsenden E-Commerce-Markt Südamerikas durchzuführen, sondern finden auch Verwendung bei Angriffen auf die großen, weltweit aktiven Einzelhandelsunternehmen der USA. Eine weitere Vorgehensweise zur Ausnutzung gestohlener Identitäten in der Region LATAM ist es, diese für Tests auszunutzen, um neue Fake-Accounts zu erstellen, zu verifizieren und zu verkaufen.

  • Ransomware im Jahr 2017

    Die Anzahl der Angriffe mit Ransomware wuchs im Jahr 2017 um 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. F-Secure macht für dieses Wachstum in einer neuen Studie besonders den Kryptowurm WannaCry verantwortlich, kommt aber weiterhin zu dem Schluss, dass andere Attacken mit Ransomware über das Jahr gesehen immer weiter abnahmen, was darauf schließen lässt, dass es einen Wandel in der Art gibt, wie Cyberkriminelle Ransomware nutzen. Die Studie ‚The Changing State of Ransomware' verdeutlicht, dass das Gefahrenpotenzial von Ransomware im Jahr 2017 immens anstieg. Vorherrschende Gefahren im Laufe des Jahres waren etablierte Ransomware-Familien wie Locky, Cryptolocker und Cerber. Allerdings war es WannaCry als die am häufigsten auftretende Gefahr durch Ransomware 2017: der berüchtigte Kryptowurm war in neun von zehn Fällen Thema aller Ransomware-Reports bis zum Ende des Jahres.

  • Cyber-Erpressung und Phishing

    Privilegierte Nutzerkonten (d.h. Administratoren-, Service-, Maschinen- oder Datenbank-Accounts) sind nach wie vor Haupteinfallstor für Cyberkriminelle, wie der aktuelle 2018 Global Channel Partner Survey Report von Thycotic nun offenbart. Demnach gaben 62 Prozent der befragten Lösungsanbieter an, dass Angreifer vor allem die privilegierten Konten ihrer Kunden im Visier hatten und versucht haben, Schwachstellen bei den Berechtigungsnachweisen auszunutzen. Dennoch investiert nur einer von zehn Kunden in Privileged Account Management (PAM)-Lösungen, um sensible Accounts besser zu schützen. Der Channel-Report basiert auf Antworten von mehr als 250 Value Added Resellern (VARs), Managed Service Providern (MSPs), Value Added Distributoren (VADs), Direct Market Resellern und Systemintegratoren.

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