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Studie zur Datensicherheit


Data-Security-Studie: Fast drei Viertel der Befragten gaben an, dass Datensicherheit für ihre Vorstände und Geschäftsführer eine vorrangige Bedeutung hat
Die Mehrheit der Studienteilnehmer (58 Prozent) glaubt, dass ihr Unternehmen durch das Fehlen qualifizierter IT-Security-Experten beeinträchtigt wird

(12.04.16) - Dell hat die Ergebnisse ihrer ersten Data-Security-Studie vorgestellt. Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung: Obwohl Vorständen und Geschäftsführern die große Bedeutung der Datensicherheit bewusst ist, stellen sie oft nicht die nötigen Ressourcen zur Verfügung. Sicherheitsbedenken hemmen außerdem den Einsatz von Mobilgeräten und Public-Cloud-Diensten in den Unternehmen.

Für die Data-Security-Studie befragte das Marktforschungsunternehmen Penn Schoen Berland Ende 2015 über 1.300 IT- und Geschäftsentscheider mittelständischer Unternehmen in den USA, Europa und der Asien-Pazifik-Region. Ein wesentliches Ergebnis: Die Führungskräfte der C-Ebene – also Vorstände und Geschäftsführer – interessieren sich heute mehr für Datensicherheit als in der Vergangenheit; trotzdem investieren sie nach wie vor häufig nicht ausreichend Energie und Ressourcen in das Thema.

• >> Fast drei Viertel der Befragten gaben an, dass Datensicherheit für ihre Vorstände und Geschäftsführer eine vorrangige Bedeutung hat; ein Viertel von ihnen ist aber der Meinung, dass diese Führungskräfte nicht ausreichend über das Thema informiert sind;

• >> drei Viertel der Studienteilnehmer berichteten, dass ihre C-Führungskräfte planen, die derzeitigen Sicherheitsmaßnahmen auszubauen. Mehr als die Hälfte erwartet, dass ihr Unternehmen in den nächsten fünf Jahren mehr Geld für Datensicherheit ausgeben wird;

• >> geht es darum, existierende Sicherheitsprogramme auszubauen, spielen Kostenbedenken eine große Rolle. 53 Prozent der Befragten nannten die Kosten als Grund dafür, warum sie in Zukunft keine zusätzlichen Sicherheitsfeatures einführen werden;

• >> nur jeder vierte Entscheider ist "sehr zuversichtlich", dass die C-Führungskräfte überhaupt die Möglichkeit haben, in den nächsten fünf Jahren ein ausreichendes Budget für Datensicherheitslösungen bereitzustellen.

In den Unternehmen fehlen geeignete Technologien und Security-Experten
Die Studie zeigt außerdem, dass das Fehlen geeigneter Technologien und ein Mangel an qualifizierten Fachkräften die Feinabstimmung von Datensicherheitsprogrammen behindern.

• >> Die Mehrheit der Studienteilnehmer (58 Prozent) glaubt, dass ihr Unternehmen durch das Fehlen qualifizierter IT-Security-Experten beeinträchtigt wird;

• >> 69 Prozent der Befragten sagen, dass das Thema Datensicherheit ihre Budgets übermäßig belastet und zu viel ihrer Zeit in Anspruch nimmt;

• >> fast die Hälfte (49 Prozent) glaubt, dass sie in den nächsten fünf Jahren mehr Zeit für Datensicherheit investieren muss als heute;

• >> 76 Prozent sind davon überzeugt, dass ihre Lösungen für Datensicherheit weniger Aufwand verursachen würden, wenn sie von einem einzigen Anbieter kämen.

Gefahren durch Schadsoftware beunruhigen IT- und Geschäftsentscheider
Obwohl die meisten Unternehmen Anti-Malware-Lösungen im Einsatz haben, machen sich die Studienteilnehmer große Sorgen über die Gefahren, die durch Schadsoftware drohen.

• >> Fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten sind wegen Malware und Advanced Persistent Threats "etwas" bis "sehr besorgt";

• >> am höchsten sind die Bedenken wegen Schadsoftware in Indien, wo sich 56 Prozent der Befragten "sehr besorgt" zeigten. Auf Indien folgen die USA und Frankreich mit jeweils 31 Prozent. Deutlich niedriger fällt diese Quote in Deutschland (11 Prozent) und Japan (12 Prozent) aus;

• >> nur jeder fünfte Studienteilnehmer ist "sehr zuversichtlich", auch raffinierte Malware-Attacken abwehren zu können;

• >> Spear-Phishing-Angriffe sind mit 73 Prozent die meistgefürchteten Attacken auf Daten.

Sicherheitsbedenken behindern Verbreitung von Mobilgeräten
Alle reden davon, dass Mobility in den Unternehmen auf dem Vormarsch ist. Die Studie von Dell offenbart, dass die Realität etwas komplizierter ist.

• >> Die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen (65 Prozent) stellt Pläne zur Mobilisierung ihrer Mitarbeiter wegen Sicherheitsbedenken zurück. 67 Prozent von ihnen zögern aus demselben Grund, ein "Bring your own Device" (BYOD)-Programm umzusetzen;

• >> obwohl 82 Prozent der Entscheider den Datenzugang aus Sicherheitsgründen bereits eingeschränkt haben, glauben 72 Prozent, es würde ihre Datensicherheitsmaßnahmen verstärken, wenn sie wüssten, wo genau auf Daten zugegriffen wird;

• >> 69 Prozent der Befragten gaben an, sie würden auf bestimmte Endgeräte verzichten, wenn sie damit ihr Unternehmen vor Datendiebstahl schützen könnten. 57 Prozent von ihnen haben Bedenken, ob die Qualität der Verschlüsselung in ihrem Unternehmen ausreicht;

• >> abgesehen von den Sicherheitsbedenken sind zwei von fünf Befragten daran interessiert, um einer höheren Produktivität willen mehr Mobility in ihrem Unternehmen zuzulassen.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Studienteilnehmer sehen Daten in der Public Cloud gefährdet
Immer mehr Mitarbeiter nutzen Dienste aus der Public Cloud wie Box oder Google Drive. Die in der Studie befragten Entscheider sind sich nicht sicher, ob sie die damit verbundenen Risiken kontrollieren können.

• >> Fast vier von fünf Befragten haben Bedenken, wenn sensible Daten in die Public Cloud geladen werden. 58 Prozent machen sich deshalb heute sogar größere Sorgen als noch vor einem Jahr;

• >> 38 Prozent der Entscheidungsträger haben den Zugang zur Public Cloud in ihrem Unternehmen aus Sicherheitsgründen eingeschränkt;

• >> 57 Prozent der Befragten, die die Public Cloud bereits nutzen, sowie 45 Prozent derjenigen, die das planen, sind in starkem Maß auf die Sicherheitsvorkehrungen der Cloud-Anbieter angewiesen;

• >> nur in jedem dritten Unternehmen spielt ein sicherer Zugang zur Public Cloud eine Schlüsselrolle bei der Absicherung ihrer Infrastruktur. Dennoch gaben 83 Prozent an, dass Mitarbeiter ihres Unternehmens die Public Cloud entweder bereits nutzen, um wertvolle Daten zu speichern und zu teilen, oder dies bald tun werden.
(Dell: ra)

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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.