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Notfallplan bei Cyberangriffen


Nur 32 Prozent der Unternehmen weltweit verfügen über einen Plan für das Vorgehen bei Cyberangriffen
WannaCry hat deutlich gezeigt, wie verwundbar Unternehmen und Institutionen noch immer sind


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Das Thema IT-Security nimmt für Unternehmen und öffentliche Organisationen stetig an Bedeutung zu. Trotzdem ist erst knapp ein Drittel der Organisationen im Falle eines Cyberangriffs ausreichend gewappnet. Immerhin: im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 9 Prozent. Cyberattacken wie "WannaCry" zeigen, dass bei Unternehmen in punkto IT-Sicherheit weltweit noch Nachholbedarf besteht. Allerdings steigt der Anteil der Organisationen, die über einen Notfallplan bei Cyberangriffen verfügen. Laut dem "2017 Global Threat Intelligence Report" von NTT Security konnten 32 Prozent der befragten Organisationen aus Wirtschaft, Politik und dem öffentlichen Sektor im Jahr 2016 einen Notfallplan für den Fall einer Cyberattacke vorweisen.

"WannaCry hat deutlich gezeigt, wie verwundbar Unternehmen und Institutionen noch immer sind", sagt Philipp Jacobi, Head of Security Architecture Group bei Dimension Data Deutschland. "Besonders öffentliche Institutionen und Organisationen aus dem Finanzsektor sind beliebte Ziele für Cyberangriffe. Durch politische Ereignisse mit weltweiter Relevanz, wie zum Beispiel die Präsidentschaftswahl in den USA, steigt auch die Zahl der Angriffe auf staatliche Einrichtungen. Dies beruht vor allem darauf, dass in diesen Bereichen täglich große Mengen sensibler Daten verwaltet werden. Um die vorhandene IT-Infrastruktur auf solche Attacken vorzubereiten, braucht es einen ausgefeilten Notfallplan. Im Falle eines Angriffs können Schäden so minimiert werden."

60 Prozent der Befragten gaben an, dass von Phishing (Identitätsdiebstahl im Internet), Social Engineering (Angreifer versuchen, das Vertrauen von Mitarbeitern zu erlangen, um über fingierte Service-Anrufe Zugriff auf sensible IT-Daten zu erhalten) und Ransomware (Schadsoftware) die größten Bedrohungen ausgehen.

Der Bericht basiert auf Daten, die NTT Security und weitere Unternehmen der NTT Gruppe, darunter Dimension Data, in den Netzwerken von 10.000 Kunden auf fünf Kontinenten erhoben haben. Ausgewertet wurden dabei 3,5 Billionen Sicherheitsprotokolle sowie 6,2 Mrd. Angriffsversuche, die mithilfe von sogenannten Honeypots und Sandboxes in über 100 verschiedenen Ländern gesammelt wurden. (Dimension Data: ra)

eingetragen: 07.07.17
Home & Newsletterlauf: 25.07.17


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Meldungen: Studien

  • Sicherheitsthematiken hemmen IT-Innovationen

    CIOs weltweit wollen auch bei den Digitalisierungsvorhaben ihrer Unternehmen eine strategischere Rolle einnehmen und wünschen sich mehr Freiheit vom operativen IT-Tagesgeschäft. Bislang wurden sie vom digitalen Wandel eher mitgerissen als ihn selber aktiv zu gestalten - gebremst u.a. von dem hohen Arbeitsvolumen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs und den wachsenden Sicherheitsanforderungen. Zum fünften Mal in Folge befragte Logicalis CIOs (dieses Jahr 890 in 23 Ländern) dazu, wie sie die Umsetzung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen bewerten, auf welche Hindernisse sie stoßen und wie sie diese angehen. Was den Fortschritt des digitalen Wandels angeht, sehen sich in der diesjährigen Studie 5 Prozent als "digitale Innovatoren" und 20 Prozent als "Early Adopters"; im Vorjahr waren es noch je 7 bzw. 22 Prozent. Dahingegen steigt die Anzahl derjenigen, die dem Reifegrad ihrer Organisation einen mittleren Wert zuordnen, von 45 auf 48 Prozent. Deutsche IT-Leiter schreiben ihren Unternehmen dieses Jahr häufiger einen mittleren Digitalisierungsgrad zu als im Vorjahr. Der Fortschritt hält sich aber insgesamt in Grenzen, möglicherweise, weil die IT-Verantwortlichen das volle Ausmaß der mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen inzwischen klarer sehen.

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    Avast hat die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit von Webcams in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Demnach fürchten sich 60 Prozent der deutschen Befragten und 52 Prozent der Schweizer vor Webcam-Hacks und Spionage. Im Internet sowie im Darknet gibt es Tools, um die Webcam eines Computers zu hacken - und das teilweise kostenlos. Obwohl an vielen PCs eine Kontrollleuchte neben der Webcam die Aktivierung anzeigt, können spezielle Tools dies umgehen und ermöglichen dadurch einen unbemerkten Zugriff auf die Webcam. Die Studie von Avast, die im Oktober 2017 durchgeführt wurde, zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten, dass Cyberkriminelle ihre Webcam hacken und sie ausspionieren könnten. Mehr als die Hälfte aller deutschen Befragten (54 Prozent) hat sogar schonmal ihre Webcam abgeklebt. 28 Prozent der Befragten sind sich nicht darüber im Klaren, dass Cyberkriminelle ihre Webcam aktivieren können, ohne dass die Kontrollleuchte neben der Webcam dies anzeigt.

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    Centrify macht auf weitere Ergebnisse der vom Ponemon Institute im Auftrag von Centrify durchgeführten Studie "Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens" aufmerksam. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

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