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Ausnutzen von Sicherheitslücken


Umfrage zeigt: Noch langer Weg bis zum Verschlüsselungsstandort Nr. 1
Größtes Potential beim Thema Verschlüsselung für Politik & Wirtschaft: Nur 37 Prozent verschlüsseln E-Mails

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IT-Sicherheit ist das zentrale Thema der Digitalisierung. Denn durch die voranschreitende Digitalisierung, die immer größere Bedeutung kritischer Infrastrukturen und der Internetwirtschaft, entwickelt sich IT-Sicherheit zu einer Schlüsseltechnologie und wird für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland unverzichtbar. Wie brisant das Thema ist, zeigen die jüngsten Geschehnisse deutlich: Nur rund sechs Wochen nach der globalen Attacke des Erpressungstrojaners "WannaCry" hat erneut ein Cyberangriff Dutzende Unternehmen und Behörden lahmgelegt. Auch Unternehmen aus Deutschland sind betroffen.

"Die Cyberattacken zeigen deutlich, wie wichtig IT-Sicherheit für unsere Wirtschaft ist. Der Staat muss deshalb Rahmenbedingungen schaffen, die für eine angemessene IT-Sicherheit und ein angemessenes Vertrauen in das Internet sorgen und mit gutem Beispiel vorangehen. Dies gilt insbesondere, wenn sich der "Staat" sogenannter Zero-Day-Exploits zur Platzierung der Staatstrojaner bedient. Das Ausnutzen solcher Sicherheitslücken bedeutet ein großes Risiko, sowohl für Unternehmen, als auch für die Privatsphäre des Einzelnen und darf nicht zur gängigen Praxis in der Strafverfolgung werden", sagt Prof. Pohlmann, eco Vorstand IT-Sicherheit.

IT-Sicherheitsniveau: Mehrheit der deutschen Unternehmensentscheider bewertet Sicherheitsaktivitäten an ihrem Standort positiv
Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. im Juni 2017 durchgeführt hat, bewerten deutsche Unternehmensentscheider branchenübergreifend das derzeitige IT-Sicherheitsniveau und die Sicherheitsaktivitäten an ihrem Firmenstandort schon jetzt durchaus hoch. 88 Prozent der Unternehmensentscheider bewerten die informationstechnischen Maßnahmen (z.B. Firewalls, Passwortschutz, Virenfilter) an ihrem Standort als eher oder sogar sehr hoch, auch die organisatorischen Maßnahmen (z.B. Zugangsberechtigungen, Datensicherung und Backups) werden von 84 Prozent im eigenen Unternehmen als hoch eingeschätzt.

Größtes Potential beim Thema Verschlüsselung: Nur 37 Prozent der Unternehmen verschlüsseln E-Mails
Auch wenn die Unternehmen Ihren IT-Sicherheits-Status als hoch einschätzen, beim Thema "Verschlüsselung" gibt es aber sowohl für die Politik, als auch für die Wirtschaft noch große Potentiale zu erschließen, was die eco-Umfrage deutlich zeigt. Nur 37 Prozent der befragten Unternehmensentscheider nutzen laut eco-Umfrage verschlüsselte E-Mails für die Kommunikation in ihrem Unternehmen. Obwohl sich die Bundesregierung mit der digitalen Agenda doch das Ziel gesetzt hat, Verschlüsselungsstandort Nr. 1 zu werden, hat sie in der jetzigen Legislaturperiode in vier Jahren beim Thema Verschlüsselung nur wenig erreicht.

Dabei ist die Verschlüsselung ein besonders wirkungsvoller IT-Sicherheitsmechanismus, mit dem potentielle Angriffsflächen reduziert und digitale Werte angemessen geschützt werden könnten. Das trifft auf die Privatsphäre aller Bürger, genauso wie auf den Schutz von Unternehmenswerten zu. "Wir brauchen flächendeckende Verschlüsselung für die Übertragung und Speicherung digitaler Informationen. Wir haben in Deutschland eine große und leistungsstarke IT-Sicherheitsindustrie, die mit dem Thema Verschlüsselung international sehr großes Potential hat. Der Staat muss hier aber auch Vorbild sein.", sagt Prof. Pohlmann.

Die aktiv umgesetzten IT-Sicherheits-Maßnahmen zeigen: Unternehmen müssen noch mehr tun
Denn IT-Sicherheit ist ein Thema, das alle angeht: "Vertrauen und Sicherheit im Internet sind die Schlüssel, damit wir die Potentiale der Digitalisierung optimal nutzen können, sie sind entscheidend für das Wohlergehen unserer modernen globalen Gesellschaft.", sagt Prof. Norbert Pohlmann, eco Vorstand für IT-Sicherheit. Die eco Umfrage zeigt aber auch, dass die Unternehmen selbst noch mehr Initiative zeigen müssen und sich den Stellenwert von IT-Sicherheit noch stärker bewusstmachen sollten.

Bislang führen nur 61 Prozent der Unternehmen laut Umfrage regelmäßig Updates von Software, Betriebssystemen oder Browsern durch und kümmern sich um Datensicherung und Backups. Nur 54 Prozent gaben die flächendeckende Nutzung von Viren-Schutzprogrammen und Firewall an ihrem Standort an und für lediglich 52 Prozent der Unternehmen ist hoher Passwortschutz eine aktuelle Maßnahme.

"Die Unternehmen sollten zügig bei den IT-Sicherheits-Basics nachrüsten, damit sie möglichen Cyber-Attacken nicht schutzlos ausgeliefert sind und ihre digitale Transformation nicht verschlafen!"

Quelle: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 522 Personen zwischen dem 08.06.2017 und 14.06.2017 teilnahmen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für deutsche Unternehmensentscheider, gewichtet nach Beschäftigtenanteil pro Unternehmensgröße.
(eco: ra)

eingetragen: 10.07.17
Home & Newsletterlauf: 09.08.17


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Meldungen: Studien

  • Sicherheitsthematiken hemmen IT-Innovationen

    CIOs weltweit wollen auch bei den Digitalisierungsvorhaben ihrer Unternehmen eine strategischere Rolle einnehmen und wünschen sich mehr Freiheit vom operativen IT-Tagesgeschäft. Bislang wurden sie vom digitalen Wandel eher mitgerissen als ihn selber aktiv zu gestalten - gebremst u.a. von dem hohen Arbeitsvolumen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs und den wachsenden Sicherheitsanforderungen. Zum fünften Mal in Folge befragte Logicalis CIOs (dieses Jahr 890 in 23 Ländern) dazu, wie sie die Umsetzung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen bewerten, auf welche Hindernisse sie stoßen und wie sie diese angehen. Was den Fortschritt des digitalen Wandels angeht, sehen sich in der diesjährigen Studie 5 Prozent als "digitale Innovatoren" und 20 Prozent als "Early Adopters"; im Vorjahr waren es noch je 7 bzw. 22 Prozent. Dahingegen steigt die Anzahl derjenigen, die dem Reifegrad ihrer Organisation einen mittleren Wert zuordnen, von 45 auf 48 Prozent. Deutsche IT-Leiter schreiben ihren Unternehmen dieses Jahr häufiger einen mittleren Digitalisierungsgrad zu als im Vorjahr. Der Fortschritt hält sich aber insgesamt in Grenzen, möglicherweise, weil die IT-Verantwortlichen das volle Ausmaß der mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen inzwischen klarer sehen.

  • Wichtig ist, dass der Router geschützt ist

    Avast hat die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit von Webcams in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Demnach fürchten sich 60 Prozent der deutschen Befragten und 52 Prozent der Schweizer vor Webcam-Hacks und Spionage. Im Internet sowie im Darknet gibt es Tools, um die Webcam eines Computers zu hacken - und das teilweise kostenlos. Obwohl an vielen PCs eine Kontrollleuchte neben der Webcam die Aktivierung anzeigt, können spezielle Tools dies umgehen und ermöglichen dadurch einen unbemerkten Zugriff auf die Webcam. Die Studie von Avast, die im Oktober 2017 durchgeführt wurde, zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten, dass Cyberkriminelle ihre Webcam hacken und sie ausspionieren könnten. Mehr als die Hälfte aller deutschen Befragten (54 Prozent) hat sogar schonmal ihre Webcam abgeklebt. 28 Prozent der Befragten sind sich nicht darüber im Klaren, dass Cyberkriminelle ihre Webcam aktivieren können, ohne dass die Kontrollleuchte neben der Webcam dies anzeigt.

  • Workshops und Schulungen unverzichtbar

    Die größte Gefahr für die IT-Sicherheit eines Unternehmens geht - bezogen auf den Faktor Mensch - von den eigenen Mitarbeitern aus, dicht gefolgt von Drittparteien. Diese Einschätzung teilt die Mehrheit der Befragten des aktuellen "Risk:Value-Reports 2017" von NTT Security, Teil der NTT Group und Spezialistin für Informationssicherheit und Risikomanagement. Der jährlich vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellte Risk:Value-Report zeigt, in welchen Bereichen und bei welchen Personen die größten IT-Sicherheitsgefahren drohen. Auf die Frage "Welche Person beziehungsweise Personengruppe steht für Sie bei den Sicherheitsschwachstellen an erster Stelle?" nennen 23 Prozent der Teilnehmer die "Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung". Den zweiten Platz belegen Drittparteien mit 19 Prozent; hierzu zählt Vanson Bourne Subunternehmen, externe Dienstleister und Lieferanten. Position drei nimmt der CEO ein; ihn stufen 12 Prozent als schwächstes Glied in der IT-Sicherheit ein. Als weitere Sicherheitsschwachstellen nennen 11 Prozent der Befragten das Management, 10 Prozent die Kunden, 7 Prozent die Administratoren, 7 Prozent die Aufsichtsräte und 6 Prozent die C-Level-Führungskräfte ohne CEO.

  • Mangel an qualifizierten IT-Professionals

    Centrify macht auf weitere Ergebnisse der vom Ponemon Institute im Auftrag von Centrify durchgeführten Studie "Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens" aufmerksam. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

  • Lokale Administrationsrechte beenden

    BeyondTrust hat ihre Privileged Access Management-Studie vorgestellt. Darin werden die "Fünf Todsünden für das Privileged Access Management" und ihre Folgen für den Schutz von sensiblen Informationen beschrieben. Sicherheitsexperten empfehlen schon viele Jahre lang Best Practices für die Verwaltung von privilegierten Zugriffsrechten (Privileged Access Management, PAM), um Probleme im Zusammenhang mit dem Missbrauch von privilegierten Konten zu bekämpfen. Dennoch fällt der IT die Verwaltung der Zugriffsrechte für privilegierte Konten nach wie vor nicht immer leicht. Um den Grund dafür zu verstehen, hat BeyondTrust kürzlich knapp 500 IT-Mitarbeiter weltweit befragt, die im PAM-Bereich arbeiten. Da zahlreiche Angriffe auf dem Missbrauch von privilegierten Konten beruhen, ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer die folgenden drei Sicherheitsmaßnahmen von ziemlich bis äußerst wichtig eingestuft haben.