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Globale Studie zu Cyber-Bedrohungen


Unternehmen erleiden jährlich mehr als zwei Millionen Euro Schaden aufgrund DNS-basierter Angriffe
Unternehmen setzen ihre eigene Zukunft mit schlecht gestalteten Netzwerksicherheitslösungen aufs Spiel

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EfficientIP veröffentlichte die Ergebnisse ihres globalen Untersuchungsberichts zu DNS-Bedrohungen. Analysiert wurden die technischen und verhaltensbedingten Ursachen für deren Anstieg sowie ihre potenziellen Auswirkungen auf Unternehmen weltweit. Zu den Missständen, die durch die Studie aufgedeckt wurden, zählen ein Mangel an Bewusstsein für die Vielfalt der Angriffe, fehlende Anpassung von Sicherheitslösungen zum Schutz vor DNS-basierten Angriffen sowie unangemessene Reaktionen auf entdeckte Schwachstellen.

Laut der Untersuchung, die unter 1.000 Teilnehmern in Europa, Nordamerika und Asien durchgeführt wurde, behaupten 94 Prozent der Befragten, dass DNS-Sicherheit ein entscheidender Faktor für ihr Unternehmen ist. Dennoch waren 76 Prozent der Organisationen in den vergangenen zwölf Monaten einem DNS-Angriff ausgesetzt, während 28 Prozent Fälle von Datendiebstahl erlitten.

Der globale Untersuchungsbericht schätzt die durchschnittlichen Kosten der Schäden, die jährlich durch DNS-Angriffe verursacht werden, auf 2,5 Millionen Euro pro Unternehmen (für Unternehmen mit 3.000 oder mehr Mitarbeitern). Zu den Hauptursachen gehörten Malware (35 Prozent), DDoS (32 Prozent), Cache-Poisoning (23 Prozent), DNS-Tunneling (22 Prozent) – davon war jeder fünfte Angriff eine sogenannte Zero-Day-Attacke, also ein Angriff über eine bisher gänzlich unbekannte Schwachstelle.

"Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass Unternehmen weltweit mitsamt ihrer IT-Abteilungen den Risiken von DNS-basierten Angriffen trotz der wachsenden Bedrohungen und der Zunahme von Cyber-Attacken noch nicht genug Bedeutung beimessen", sagt David Williamson, CEO bei EfficientIP. "Die EU-Datenschutzverordnung wird in weniger als einem Jahr in Kraft treten. Für Unternehmen ist es daher an der Zeit, ihre eigenen Sicherheitsstrategien und -maßnahmen zu überdenken, um zukünftige Bedrohungen zu bewältigen, aber auch um empfindliche Geldstrafen zu vermeiden, die laut neuer Verordnung bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des globalen Umsatzes betragen können."

Die Ergebnisse der Studie sind weltweit sehr unterschiedlich ausgefallen. Erstaunlich ist, dass elf Prozent der deutschen Befragten der DNS-Sicherheit im Unternehmen keine große Bedeutung beimessen. Im Vergleich dazu fällt das Ergebnis in Ländern wie Frankreich (fünf Prozent), Großbritannien (vier Prozent) und der USA (vier Prozent) deutlich kleiner aus.

Weitere wichtige Erkenntnisse für den deutschen Markt:

>> Deutschland weist von allen Ländern in der Studie die mit Abstand höchste Zahl DNS-basierter Malware-Angriffe auf (44 Prozent) – vor Spanien (34 Prozent), Großbritannien (29 Prozent), Frankreich (23 Prozent). Darüber hinaus war mehr als ein Viertel der Unternehmen DDoS-Angriffen ausgesetzt (29 Prozent).

>> In den vergangenen zwölf Monaten war mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Unternehmen regelmäßig Opfer von mindestens fünf Angriffen.

Was den Effekt der Attacken auf Unternehmen angeht, beklagen 73 Prozent Ausfallzeiten für Cloud-Dienste und interne Anwendungen. Zudem wurden bei 24 Prozent der angegriffenen Unternehmen vertrauliche Kundeninformationen und bei 14 Prozent wertvolles geistiges Eigentum gestohlen.

>> 28 Prozent der Unternehmen, die Opfer eines Angriffes waren, brauchten ab dem Zeitpunkt der Benachrichtigung über die Sicherheitsverletzung mehr als eine Woche, um das Sicherheitspatch zu installieren. Für mehr als ein Drittel der Unternehmen (36 Prozent) belaufen sich die Kosten für die Maßnahmen zur Schadensbehebung zwischen 500.000 und fünf Millionen Euro.

>> Überaus beunruhigend ist zudem, dass viele Unternehmen glauben, sie wären geschützt, es in Wirklichkeit aber nicht sind. Drei Viertel der Befragten (76 Prozent) wenden fünf oder noch weniger der notwendigen Sicherheitspatches an.

Diese Ergebnisse führen Unternehmen deutlich vor Augen, wie wichtig das Thema DNS-Sicherheit ist und warum sie die Einführung der anstehenden EU-Datenschutzverordnung ernst nehmen sollten.

Empfehlungen des Berichts
Unternehmen können folgende Maßnahmen ergreifen, um die ständige Verfügbarkeit ihrer Dienstleistungen, ihre eigene Datensicherheit sowie die ihrer Nutzer und Kunden zu gewährleisten:

>> Firewalls und Load-Balancer sollten durch eine speziell entwickelte DNS-Sicherheitstechnologie ergänzt werden.
>> Unternehmen sollten häufiger auf Patches für DNS-Server zurückgreifen, damit ihre DNS-Sicherheit jederzeit auf dem neuesten Stand ist.
>> Eine ausführliche DNS-Transaktionsanalyse kann die Transparenz von Bedrohungen verbessern.

Der Bericht wurde von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Coleman Parkes im Zeitraum von Februar bis März 2017 durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von 1.000 Personen in drei Regionen. Befragt wurden CISOs, CIOs, CTOs, IT-Manager, Sicherheitsmanager und Netzwerkmanager.
(EfficientIP: ra)

eingetragen: 10.07.17
Home & Newsletterlauf: 31.07.17


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Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

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    IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge. Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

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    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

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    Mit jedem neuen Account, den Anwender zur Nutzung von Online-Diensten einrichten, stellt sich erneut die Frage nach einem einzigartigen und starken Passwort. Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Jeder zweite Anwender in Deutschland greift laut einer Kaspersky-Studie zu unsicheren Methoden. Ein Viertel der in Deutschland befragten Nutzer gibt beispielsweise zu, sich Passwörter auf Papierzetteln zu notieren. Den meisten Anwendern in Deutschland ist die Bedeutung von sicheren, starken und damit komplexen Passwörtern für die Sicherheit ihrer Online-Konten durchaus bewusst. Die sichersten Passwörter werden vor allem dann genutzt, wenn es ums Geld geht: Online-Banking-Accounts stehen hier mit 66,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Accounts für Bezahlsysteme und E-Wallets (58,2 Prozent) sowie für Online-Einkäufe (44,2 Prozent).