- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Die eigene Identität schützen


Ein Viertel der Unternehmen sehen ein zu niedriges (IT)-Security-Budget als größte Herausforderung
Durch die Professionalisierung der Angriffe steigt die Cybergefahr 2018 stark an

- Anzeigen -





Der deutsche Bundesverband für IT-Sicherheit, Teletrust, fordert von der Bundesregierung eine Investition von mindestens einer Milliarde Euro zum Schutz vor Cyberbedrohungen. Doch dieses Thema betrifft nicht nur die Regierung, sondern auch Unternehmen: Die Identity- und Access-Management Studie von Airlock by Ergon, fand heraus, dass 26,5 Prozent der Unternehmen ein zu niedriges (IT-) Security-Budget als größte Herausforderung in Bezug auf die IT-Security sehen. Besonders in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern scheint das Budget nicht angepasst zu sein, denn hier gaben mehr als 34 Prozent an, hierin ein Problem zu sehen.

Wer ist am meisten in 2018 betroffen?
Besonders Branchen, die persönliche Daten weiterverarbeiten, sind gefährdet. Dazu gehören selbstredend Banken- und Versicherungen, die über hochsensible Finanzdaten ihrer Klienten verfügen. Auch der öffentliche Dienst muss viele sensible Daten und Identitäten managen, wie z.B. die Daten in den Personalausweisen sowie in anderen Pässen oder Dokumenten.

Der Online-Einzelhandel stellt ein beliebtes Ziel für Hacker dar: Kunden hinterlassen dort bereitwillig E-Mail-Adresse, Postadresse und Kreditkarten-Informationen, wenn sie online bestellen. Noch sensiblere Daten müssen Krankenhäuser verarbeiten – und sich gleichzeitig der Digitalisierung stellen. Daher gilt für alle, dass sie ihre Daten vor unerlaubtem Zugriff und weiteren Bedrohungen der kürzlich aktualisierten OWASP Top 10 schützen müssen.

Die eigene Identität schützen
Ein einfaches Passwort reicht dabei schon lange nicht mehr – eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist bereits heute ein Muss für Unternehmen, die mit sensiblen Daten hantieren. Doch Sicherheit ist ein Prozess, der ständig weiterentwickelt werden muss. So werden in Zukunft innovative Technologien das Passwort komplett ersetzen. Einige wie der Fingerabdruck, die Gesichtserkennung oder Smartphone Apps sind bereits heute im Einsatz. Andere, wie die Iriserkennung und Retinamerkmale des Augenhintergrundes oder die Stimmerkennung werden in den kommenden Jahren stark zunehmen.

Wollen Unternehmen ihre Anwendungen und Daten sichern, müssen sie den Inhalt aller eingehenden Anfragen sowie die Identität des Anfragenstellers überprüfen. Das erledigen Authentisierungsplattformen bzw. Identity and Access Management (IAM)-Systeme. Diese sollte mit einer vorgeschalteten Web Application Firewall (WAF) kombiniert werden, die alle dahinter liegenden Anwendungen vor den bekannten OWASP Top 10 Bedrohungen schützt – selbst wenn die Lücke in der Applikation selbst noch nicht geschlossen wurde.

Drei Trends für 2018
Folgende drei Trends definiert Airlock für das Jahr 2018:

>> Nachfrage an Secure Web IAM steigt an: Da der Einsatz von Identity und Access Management (IAM)-Systemen deutlich zunehmen wird und die DSGVO bald zur Anwendung kommt, müssen den Administratoren die nötigen Technologien und auch die IT-Sicherheit bereitgestellt werden, um die Zugriffsberechtigungen und -voraussetzungen der Nutzer zu managen. Secure Web IAM ist die vorgelagerte Kombination aus

>> Authentisierungsplattform und WAF: es nimmt Angreifern den Wind aus den Segeln und schützt Anwendungen vor den OWASP Top 10 Bedrohungen. Multi-Faktor-Authentisierung wird Standard. Laut der Studie haben nur 27 Prozent der Unternehmen für externe Geschäftspartner, Dienstleister und Zulieferer eine Multi-Faktor-Authentisierung implementiert - jedoch 69 Prozent für die eigenen Mitarbeiter. Die Tendenz ist steigend, sodass diese Authentisierung Standard werden wird.

>> Hohe Benutzerfreundlichkeit ist wichtig: Ein gutes Beispiel dafür ist Single-Sign-On (SSO), das zudem noch optimale IT-Sicherheit garantiert. Es ist ein Verfahren, mit der ein Nutzer nach einer einmaligen Authentifizierung Zugriff auf mehrere Services und Ressourcen erhalten kann. Separate Anmeldungen für die unterschiedlichen Dienste werden dadurch überflüssig.
(Ergon Informatik: ra)

eingetragen: 17.12.17
Home & Newsletterlauf: 12.01.18


Ergon Informatik: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Sicherheitstipps für Online-Urlaubsbucher

    70 Prozent der Deutschen haben ihren Urlaub schon einmal im Internet gebucht - das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie von G Data. Für Cyberkriminelle ist es hierdurch leicht, durch gezielte Kampagnen Nutzer anzugreifen, um persönliche Daten zu stehlen. Wer sich noch nicht um die schönste Zeit des Jahres gekümmert hat, wird oft jetzt aktiv und bucht last minute. G Data warnt vor kriminellen Ferien-Kampagnen und gibt Tipps für die sichere Onlinebuchung des Traumreiseziels.

  • Zunehmende Gefahr durch Identitätsmissbrauch

    ThreatMetrix hat neue Daten erhoben und veröffentlicht, die deutliche Veränderungen im Bereich der Cyberkriminalität dokumentieren. Ein Schwerpunkt dieses Wandels liegt in der zunehmend globalen Verbreitung von entwendeten oder betrügerisch eingesetzten Identitäten. Insbesondere in Lateinamerika steigt die Zahl der Versuche mit illegitimen Absichten neue Accounts anzulegen stark an. Laut "ThreatMetrix Q1 2018 Cybercrime Report" wurde in dieser Region ein Viertel aller Kontoanmeldungen als betrügerisch zurückgewiesen. Gestohlene beziehungsweise synthetisierte Identitäten werden dabei nicht nur eingesetzt, um Attacken im wachsenden E-Commerce-Markt Südamerikas durchzuführen, sondern finden auch Verwendung bei Angriffen auf die großen, weltweit aktiven Einzelhandelsunternehmen der USA. Eine weitere Vorgehensweise zur Ausnutzung gestohlener Identitäten in der Region LATAM ist es, diese für Tests auszunutzen, um neue Fake-Accounts zu erstellen, zu verifizieren und zu verkaufen.

  • Ransomware im Jahr 2017

    Die Anzahl der Angriffe mit Ransomware wuchs im Jahr 2017 um 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. F-Secure macht für dieses Wachstum in einer neuen Studie besonders den Kryptowurm WannaCry verantwortlich, kommt aber weiterhin zu dem Schluss, dass andere Attacken mit Ransomware über das Jahr gesehen immer weiter abnahmen, was darauf schließen lässt, dass es einen Wandel in der Art gibt, wie Cyberkriminelle Ransomware nutzen. Die Studie ‚The Changing State of Ransomware' verdeutlicht, dass das Gefahrenpotenzial von Ransomware im Jahr 2017 immens anstieg. Vorherrschende Gefahren im Laufe des Jahres waren etablierte Ransomware-Familien wie Locky, Cryptolocker und Cerber. Allerdings war es WannaCry als die am häufigsten auftretende Gefahr durch Ransomware 2017: der berüchtigte Kryptowurm war in neun von zehn Fällen Thema aller Ransomware-Reports bis zum Ende des Jahres.

  • Cyber-Erpressung und Phishing

    Privilegierte Nutzerkonten (d.h. Administratoren-, Service-, Maschinen- oder Datenbank-Accounts) sind nach wie vor Haupteinfallstor für Cyberkriminelle, wie der aktuelle 2018 Global Channel Partner Survey Report von Thycotic nun offenbart. Demnach gaben 62 Prozent der befragten Lösungsanbieter an, dass Angreifer vor allem die privilegierten Konten ihrer Kunden im Visier hatten und versucht haben, Schwachstellen bei den Berechtigungsnachweisen auszunutzen. Dennoch investiert nur einer von zehn Kunden in Privileged Account Management (PAM)-Lösungen, um sensible Accounts besser zu schützen. Der Channel-Report basiert auf Antworten von mehr als 250 Value Added Resellern (VARs), Managed Service Providern (MSPs), Value Added Distributoren (VADs), Direct Market Resellern und Systemintegratoren.

  • EDR untersucht und bereinigt Sicherheitsvorfälle

    Bitdefender zeigt die Herausforderung und Belastung von IT-Sicherheitsverantwortlichen beim Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Die Zahlen basieren auf einer aktuellen, im Februar und März 2018 durchgeführten Umfrage. Sie geht der Frage nach, wie sich der Einsatz von EDR-Systemen (Endpoint Detection and Response) in der Praxis bewährt. Organisationen setzen EDR ein, weil sie wissen, dass sie nicht jeden Angriff abwehren können, und die Folgen im Falle eines erfolgreichen Hacks eindämmen müssen. 60 Prozent der 154 deutschen Befragten sagen, dass mindestens ein Viertel aller Alerts ihrer EDR-Systemen Fehlalarme seien. Zwei Drittel (65 Prozent) finden die Verwaltung der Systeme hinsichtlich des Personal- und Zeitaufwands schwierig.