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Angriffe beschädigen Umsatz und Image


Studie: 61 Prozent der Deutschen würden rechtliche Schritte ergreifen wenn ihre persönlichen Daten gehackt werden
88 Prozent der Befragten sehen Banken unter den Top 3-Branchen, bei denen sie die meisten Sorgen vor einem Datenklau haben, gefolgt von E-Mail-Anbietern (37 Prozent), Organisationen im Gesundheitswesen (30 Prozent) und Versicherungen (28 Prozent)

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Eine Studie von FireEye, dem Spezialisten für den Schutz von Unternehmen vor bisher unbekannten Cyberangriffen, unter 1.000 Deutschen zeigt, dass Hackerangriffe große Auswirkungen auf das Vertrauen der Verbraucher haben. So ist die Mehrheit der Befragten zu drastischen Schritten bereit, würden persönliche Daten durch einen Hackerangriff entwendet werden: 61 Prozent würden eine Klage gegen das betroffene Unternehmen anstreben, 59 Prozent die Organisation als Kunde verlassen.

Die größte Sorge gilt dem Bankensektor – 88 Prozent der in der Studie Befragten nennen Banken als eine der drei Top-Branchen, bei denen sie sich die größten Sorgen machen, dass Cyberkriminelle bei einem Hackerangriff persönliche Daten erbeuten. 37 Prozent haben Sorge um ihre persönlichen Daten bei E-Mail-Anbietern. Im Gesundheitswesen wie in Krankenhäuser oder bei Ärzten sind es 30 Prozent und bei Versicherungen 28 Prozent. Dagegen sorgen sich nur 16 Prozent um ihre Privatsphäre, wenn Cyberkriminelle Webseiten von Behörden hacken – bei sozialen Netzwerken sind es lediglich 15 Prozent.

Wenig Toleranz bei Versagen des Managements
Die Ergebnisse zeigen, dass die öffentliche Wahrnehmung durchaus zwischen menschlichem Fehler als Ursache und einer unzureichenden Sicherheitsstrategie des Unternehmens zu unterscheiden weiß: Mehr als zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) würden nicht mehr Kunde bei einem Unternehmen sein wollen, bei dem sich das Management unzureichend um Cybersicherheit gekümmert hat. Dagegen würden lediglich 39 Prozent einen solchen Schritt wählen, wenn das Datenleck das Resultat eines menschlichen Versagens war.

Die Studie zeigt auch: Verbraucher gehen sensibilisiert aus Cyberangriffen hervor. 71 Prozent würden einem betroffenen Unternehmen weniger persönliche Daten zur Verfügung stellen. Eine ähnliche hohe Zahl der Befragten (69 Prozent) glaubt zudem nicht, dass Organisationen nach einem Cyberangriff ausreichend Schritte ergreifen, um einen Datenklau zukünftig verhindern zu können.

Angriffe beschädigen nicht nur den Umsatz, sondern auch das Image
Frank Kölmel, VP Central/Eastern Europe bei FireEye, kommentiert: "Cyberattacken wie die gegen den Deutschen Bundestag im vergangenen Jahr zeigen, wie clever Angreifer heutzutage sind. Sowohl Behörden als auch die Industrie sind Opfer von Cyberkriminellen. Viele Organisationen unterschätzen die Folgen eines Angriffs – sowohl in finanzieller Hinsicht auch für den Ruf des Unternehmens. Die Studie deckt die verdeckten Kosten eines solchen Cyberangriffes für Unternehmen auf: Kunden wenden sich von Unternehmen ab, deren IT-Sicherheit unzureichend ist und die Mehrheit erwägt sogar rechtliche Schritte einzuleiten, sollten ihre Daten in die falschen Hände geraten."

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehören:
>>
Für 80 Prozent der Befragten spielt IT-Security bei der Kaufentscheidung eine Rolle.
>> 71 Prozent der Verbraucher würden aufgrund negativer Schlagzeilen zur IT-Sicherheit einer Organisation, von der sie Produkte oder Dienstleistungen beziehen, weniger Informationen an diese weitergeben.
>> Gut zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) glauben nicht, dass Unternehmen ausreichende Maßnahmen ergreifen, um einen Datenklau zukünftig verhindern zu können.
>> Mehr als ein Drittel der Befragten (39 Prozent) zieht es in Erwägung, für gleiche Services mehr zu bezahlen, wenn der Anbieter dafür über eine bessere IT-Sicherheit verfügt.
>> 35 Prozent der Befragten geben an, dass Datenlecks im vergangenen Jahr ihre Wahrnehmung der betroffenen Organisationen negativ beeinflusst haben. Rund ein Viertel (24 Prozent) der Befragten sagen sogar, dass diese Vorfälle ihre Wahrnehmung der gesamten Branche negativ beeinflussen.
>> 85 Prozent der Befragten erwarten von Unternehmen, binnen 24 Stunden über einen Sicherheitsvorfall informiert zu werden – sofern es sich um einen Cyberangriff handelt, bei dem persönliche Daten entwendet wurden.

Methodologie der Studie
Die Studie wurde von FireEye beim unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne in Auftrag gegeben. Im Zuge der Untersuchung wurden insgesamt 1.000 deutsche Verbraucher (18 Jahre oder älter) befragt. Die Interviews wurden in Form von Online-Interviews in insgesamt fünf Regionen im April 2016 durchgeführt: Deutschland (1.000), Frankreich (1.000), Skandinavien (500), die Vereinigten Arabischen Emirate (1.000) und die USA (2.000).
(FireEye: ra)

eingetragen: 17.05.16
Home & Newsletterlauf: 06.06.16


FireEye: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

  • Zugriff auf Mainframe-Daten

    Laut einer internationalen CIO-Umfrage im Auftrag von Compuware halten hierzulande 72 Prozent der IT-Verantwortlichen ihre Mainframerechner für sicherer als andere IT-Systeme. Gleichzeitig gehen 85 Prozent der deutschen Studienteilnehmer von signifikanten Insiderrisiken aufgrund mangelnder Transparenz bei Datenzugriffen auf Mainframes aus. Die Umfrageergebnisse im Überblick: Großrechner als bevorzugter Speicherort für sensible Daten: 69 Prozent aller deutschen Unternehmen verwalten per Mainframe etwa gleich viele oder mehr personenbezogene Informationen als mit anderen Systemen. Der internationale Durchschnittswert über alle Befragten hinweg liegt fünf Prozentpunkte niedriger (64 Prozent).

  • Stand des IT-Sicherheitsbetriebs

    Splunk stellt die IDC-Studie "Alles im Griff oder völlige Verzweiflung? Stand des IT-Sicherheitsbetriebs" vor: Sie zeigt, dass Unternehmen ständig angegriffen werden und Mühe haben, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Der Studie zufolge führen die meisten Unternehmen zeitraubende Sicherheitsuntersuchungen durch und scheitern oft daran, sich effektiv zu schützen. Die Umfrage unter 600 hochrangigen Sicherheitsfachkräften in den USA und Europa hat folgendes ergeben: Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Sicherheitsteams sammeln genügend Informationen über auftretende Vorfälle (Incidents), um ein geeignetes oder entschiedenes Handeln zu ermöglichen. In Unternehmen kommen durchschnittlich 40 Zwischenfälle pro Woche vor, aber nur ein Viertel (27 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass sie diese Arbeitsbelastung relativ gut bewältigen.

  • Spam-E-Mails verbreiten aggressive Malware

    Sicherheitsvorfälle durch Erpressungstrojaner wie WannaCry und Co. haben im letzten Jahr dramatisch zugenommen, zeigt die aktuelle eco Studie IT-Sicherheit 2017. Etwa jeder Dritte (31 Prozent) der 590 befragten Security-Experten hatte in letzter Zeit mindestens einen Ransomware-Sicherheitsvorfall im Unternehmen. Um die verlorenen Daten zurückzuholen, spielten 78 Prozent der Betroffenen ein Backup zurück. Der Schaden ließ sich so in den meisten Fällen auf einen temporären IT-Ausfall und den Datenverlust seit dem letzten Backup begrenzen. 10 Prozent der Betroffenen gelang es, die eigenen Daten wieder zu entschlüsseln. Drei Prozent hatten das geforderte Lösegeld gezahlt, sieben Prozent hatten gar nicht reagiert und den Datenverlust hingenommen.

  • Ransomware-Problem sehr ernst

    NTT Security (Germany) hat im Global Threat Intelligence Report (GTIR) 2017 festgestellt, dass mehr als die Hälfte aller weltweiten Phishing-Angriffe aus der EMEA-Region stammt. Phishing ist nach wie vor eines der zentralen Phänomene, gerade auch in der Region EMEA, denn 53 Prozent aller Phishing-Angriffe weltweit lassen sich auf IP-Adressen in dieser Region zurückverfolgen, 38 Prozent auf IP-Adressen in den Niederlanden. Phishing wurde in den letzten Jahren zum bevorzugten Einfallstor für Ransomware, also für Schadsoftware, die es auf die Erpressung von Anwendern abgesehen hat. Ransomware verschlüsselt Daten oder ganze Geräte; der Angreifer verspricht, einen Schlüssel bereitzustellen, wenn ein "Lösegeld" bezahlt wird - eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht. Wie ernst das Ransomware-Problem ist, haben kürzlich wieder die Angriffe durch die Schadsoftware (Malware) WannaCry gezeigt.

  • Darknet: Fake News als Dienstleistung

    Eine neue Studie von Trend Micro zeigt erstmalig den Umfang des Online-Angebotes von Fake News auf. Eine 12-monatige Kampagne zur Beeinflussung des Ausgangs einer Wahl gibt es beispielsweise bereits für 400.000 US-Dollar. Der umfassende Bericht erklärt auf 81 Seiten die Vorgehensweise zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Diese beginnt mit dem Auskundschaften der Zielgruppe und der Vorbereitung und Nutzbarmachung einer gefälschten Meldung. Darauf folgt die Verbreitung und Instrumentalisierung in sozialen Netzwerken. Danach wird die Falschmeldung durch zusätzliche Propaganda-Maßnahmen künstlich am Leben erhalten.