- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

IT-Infrastrukturen in der Gesundheitsbranche


Studie: Budgets für Informationstechnologie in europäischen Krankenhäusern steigen in den kommenden drei Jahren
Die Verbesserung der Datendurchgängigkeit und der Wertschöpfung von Gesundheitsdaten zählt zu den wichtigsten Investitionsbereichen

- Anzeigen -





In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien werden mehr als sechs Milliarden US-Dollar für Informationstechnologie im Gesundheitswesen ausgegeben, die regionale Einführungsrate von Healthcare IT liegt bei fast 80 Prozent. Zu den Bereichen, die noch nicht genutzte Wachstumschancen bieten, gehören Datenkontinuität, Patient Engagement als auch Patientenerfahrung, die Cloud im Gesundheitsbereich, bevölkerungsbezogenes Gesundheitsmanagement, Big Data und Data Analytics sowie Cybersicherheit in der Gesundheit. Doch bedeutet das Erkennen von Wachstumschancen für die Anbieter in diesem Markt lediglich den ersten Schritt hin zum Erfolg. Marktteilnehmer sollten ihren Fokus verschieben, weg von IT-Lösungen, die Daten erfassen, hin zu solchen, die das gemeinschaftliche Teilen und Nutzen dieser Daten unterstützen als auch klinische Entscheidungshilfe und Leistungsversprechen bieten, die auf spezifische Kundenbedarfe abzielen und ausgerichtet sind.

Die Frost & Sullivan Studie Growth Opportunity Assessment of Healthcare IT Market in the United Kingdom, Germany, France, and Spain analysiert Trends, markttreibende Faktoren, Wachstumschancen als auch -herausforderungen für IT-Investitionen im Gesundheitsbereich. Sie bietet Einblick in Trends und Prioritäten bei Ausgaben für spezifische Kundensegmente und Übernahmeraten neuer Technologien und zeigt die Trends in der Wettbewerbslandschaft auf.

Zwischen Dezember 2016 und März 2017 befragte Frost & Sullivan die IT-Manager von 198 Krankenhäusern in Ländern Westeuropas. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden zusätzlich durch ausführliche Gesprächen mit Anbietern im Markt überprüft und analysiert.

"Trotz der hohen Einführungsrate von elektronischen Gesundheitsakten, teilen lediglich 15 bis 20 Prozent der Krankenhäuser ihre Daten mit anderen Organisationen", erläutert Connected Health Senior Research Analyst Shruthi Parakkal. "Doch mit den sich verändernden Modellen in der Pflege, wie der zunehmenden Fokussierung auf den Patienten, Innovationen bei Pflegemodellen und dem Bedarf an effizienten Arbeitsabläufen, wird die Verbesserung der Datenkontinuität im Gesundheitsbereich in den nächsten fünf Jahren weiterhin ein wichtiges Ziel bleiben, sowohl für Regierungen als auch Anbieter. Interoperabilität, die Weiterentwicklung von Standards sowie deren Einführung zählen zu den höchsten Prioritäten über Gesundheitssysteme hinweg.”

Ungefähr ein Drittel der befragten Krankenhäuser investiert elf bis 20 Prozent ihres gesamten Jahresbudgets in verschiedene IT-Lösungen. Dabei gaben 70 Prozent an, einen durchschnittlichen Anstieg ihres Budgets von 15 bis 20 Prozent innerhalb der letzten zwei bis drei Jahre verzeichnet zu haben. Da die grundlegende IT-Infrastruktur in diesen Ländern so gut wie etabliert bzw. implementiert ist, bedeutet dieser Budgetanstieg eine Chance für Lösungen, die die Basis-Infrastruktur erweitern, wie etwa Hilfsmittel für klinischen Decision Support, Anwendungen zur gemeinschaftlichen Datennutzung, Integration, Datenschutz und -sicherheit, Healthcare Business Intelligence und Big Data Analytics.

"Durch die Etablierung einer grundlegenden IT-Infrastruktur in der Gesundheitsbranche sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien Datenerzeuger, die sich in den nächsten fünf Jahren zu Dateninnovatoren weiterentwickeln müssen", erläutert Parakkal. "Dafür müssen die Anbieter im Gesundheitsbereich Strategien entwickeln, die mit der derzeitigen Healthcare IT-Infrastruktur die größtmögliche Wertschöpfung betreiben, indem sie die Datennutzung und deren gemeinschaftliche Nutzung zwischen Systemen und Anbietern weiter ausbauen."

Die Studie "Growth Opportunity Assessment of Healthcare IT Market" in the United Kingdom, Germany, France, and Spain ist Teil des Frost & Sullivan Growth Partnership Service Programms Connected Health. Der Healthcare -IT-Markt besteht aus Software-Lösungen, die durch Gesundheitsdienstleister, wie Krankenhäuser, wissenschaftliche Forschungseinrichtungen, Einrichtungen in der Sekundärversorgung sowie Vertreter in der Primärversorgung genutzt werden. Hardware und Geräte gehören hier nicht dazu. Aus der Perspektive der Branchenanwender teilt sich der Markt in den Bereich Healthcare-IT in der Primärversorgung bzw. im Krankenhaus. Das Segment der Krankenhausinformationssysteme kann zudem weiter eingeteilt werden in klinische Informationssysteme (engl. Clinical Information Systems, CIS) sowie nicht-klinische Informationssysteme (engl. Non-Clinical Information Systems, NCIS), wozu administrative und Finanzmanagementsysteme gehören. Die Einschätzung der Wachstumschancen und Wettbewerbslandschaft, die in der Studie vorgenommen wurde, berücksichtigt standardmäßige Definition von Informationstechnologie in der Gesundheit.
(Frost & Sullivan: ra)

eingetragen: 13.01.18
Home & Newsletterlauf: 28.02.18


Frost & Sullivan: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Fernwartungssoftware im eigenen Netzwerk

    Legitime Fernwartungssoftware (Remote Administration Tool, RAT) stellt eine ernste Gefahr für industrielle Netzwerke dar. Laut einer aktuellen Untersuchung von Kaspersky Lab sind RATs weltweit auf 31,6 Prozent der Rechner industrieller Kontrollsysteme (ICS) installiert - in Deutschland (35,1 Prozent), der Schweiz (33,2 Prozent) und Österreich (32,7 Prozent) sogar noch häufiger. Das Problem: Dass die Fernwartungssoftware im eigenen Netzwerk aktiv ist, wird von den Sicherheitsteams der betroffenen Organisationen oft erst bemerkt, wenn Cyberkriminelle diese zur Installation von Malware, Ransomware oder Kryptominern missbrauchen oder sich damit Zugriff auf Informationen beziehungsweise finanzielle Ressourcen des betroffenen Unternehmens verschaffen.

  • Sicherstellung der Kundendaten

    ForgeRock hat die im Auftrag von Forrester Consulting durchgeführte Studie "Leveraging CIAM to unlock the Power of AI and IoT" veröffentlicht. Sie zeigt deutlich, dass der Einsatz von Kundenidentitätslösungen den Vertrauensaufbau mit Kunden fördert und dass Geschäftsziele auf höchster Ebene erreicht werden. 75 Prozent der befragten Unternehmen sehen den priorisierten Schutz der Kundendaten als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die Umfrage zeigt aber auch, dass Unternehmen beim Aufbau von Vertrauen ihrer Kunden und beim sicheren, bedenkenlosen Einsatz neuer Technologien wie KI und IoT vor neuen Herausforderungen stehen. Die im April 2018 durchgeführte Studie umfasste eine Umfrage unter mehr als 400 Entscheidungsträgern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA, China, Japan und Australien. Die vollständige Studie auf Englisch steht zum Download bereit und eine unterstützende Infografik ist ebenfalls verfügbar.

  • Gesundheitswesen ist Wachstumstreiber

    Branchen wie das Gesundheitswesen haben in Sachen IT-Sicherheit Handlungsbedarf - und erhöhen ihre Investitionen in einen besseren Schutz der IT-Infrastruktur auch mehr als andere. Zu diesem Ergebnis kam das "Trendbarometer IT-Sicherheit" im Vorfeld der Fachmesse it-sa. Die größte Nachfragesteigerung erfahren die befragten Aussteller der it-sa derzeit aus dem Gesundheitswesen. Für 84 Prozent ist der Sektor Wachstumstreiber Nr. 1, dicht gefolgt von Energieversorgern mit 81 und - mit je 80 Prozent - Industrie und Verwaltung. Die aktuelle Nachfragesituation deckt sich mit den Branchen, in denen die Aussteller auch den höchsten Handlungsbedarf in Sachen IT-Security identifizieren. Alle genannten Branchen rangieren hier in den Top 5.

  • Phishing über gehackte E-Mail-Konten

    Wie eine aktuelle Studie von Barracuda zeigt, nehmen Cyberangriffe, die auf die Übernahme von E-Mail-Konten abzielen, zu. Von 50 Unternehmen, die an einer drei Monate dauernden Untersuchung teilnahmen, meldeten 19 von ihnen derartige Vorfälle. Im Rahmen der Studie wurde erhoben, für welche Zwecke die Angreifer die gehackten Konten nutzten. Von den 60 gemeldeten Vorfällen entfielen 78 Prozent auf Phishing-Kampagnen, 17 Prozent wurden für den Versand von Spam-E-Mails missbraucht und in fünf Prozent der Fälle wurde über E-Mail-Anhänge unternehmensintern Malware verbreitet. Bei den Angriffen zeigte sich ein selektives Vorgehen der Angreifer: So richteten sich mit 22 Prozent überproportional viele Angriffe an besonders sensible Abteilungen wie Personal, IT, Finanzen und Recht.

  • Industrie vertraut auf IT-Sicherheitsexperten

    Für die deutsche Industrie sind IT-Sicherheitsexperten der beste Schutz gegen Cyberattacken. Jedes Industrieunternehmen (100 Prozent) hält qualifizierte IT-Sicherheitskräfte für eine geeignete Maßnahme, um sich gegen Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage zu wappnen, 77 Prozent sehen dies als sehr geeignet. Ähnlich wichtig sind für sie Schulungen aller Mitarbeiter zu Sicherheitsthemen. 99 Prozent des produzierenden Gewerbes findet dies wichtig. Das ist das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom, für die 503 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Industriebranchen repräsentativ befragt wurden. "Ein robustes IT-Sicherheitsmanagement fängt mit gut geschulten Mitarbeitern an", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. "Qualifiziertes Personal im Bereich IT-Sicherheit ist sehr gefragt. Investitionen in Fachkräfte lohnen sich hier besonders."