- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Schwerwiegende Sicherheitslücke


Die meisten Unternehmen in Europa sind immer noch unzureichend auf DNS-Angriffe vorbereitet
Studie: Ein Jahr nach dem Dyn DDoS-Angriff wird DNS Security immer noch vernachlässigt

- Anzeigen -





Laut den Ergebnissen einer Studie von Infoblox wird die Sicherheit des Domain Name System (DNS) im Rahmen des Sicherheitskonzepts vieler Unternehmen in Europa vernachlässigt. Daher sind die meisten Unternehmen unzureichend auf Angriffe auf das DNS vorbereitet. Für die von Dimensional Research durchgeführte Studie wurden weltweit über 1.000 Security- und IT-Experten befragt. Laut Studie scheitern 77 Prozent der DNS-Sicherheitslösungen daran, einen stattfindenden DNS-Angriff als Erstes zu erkennen und zu melden. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) bezweifeln sogar, dass ihr Unternehmen sich überhaupt gegen einen DNS-Cyberangriff zur Wehr setzen kann.

Viele Unternehmen sichern ihre DNS-Systeme nur unzureichend ab. Es gibt nur 14 Prozent der Unternehmen ein Sicherheitsteam, das für das DNS zuständig ist – DNS Security steht auf der Prioritätenliste immer noch zu weit unten.

"Diese Studie deckt eine schwerwiegende Sicherheitslücke auf: Obwohl DNS Security für IT- und Security-Experten zu den Top 3 Sicherheitsprioritäten gehört, sind die meisten Unternehmen immer noch schlecht auf DNS-Angriffe vorbereitet", so David Gehringer, Principal bei Dimensional Research. "Dies wird durch die Tatsache verschärft, dass Unternehmen ausschließlich reaktiv auf DDoS-Angriffe reagieren und erst an DNS-Security denken, wenn sie bereits angegriffen wurden. Wenn hier kein Umdenken in Richtung von proaktivem Schutz erfolgt, werden DDoS-Angriffe wie der Angriff auf den DNS-Anbieter Dyn in Zukunft noch zunehmen."

Weitere wichtige Studienergebnisse:

>> DNS-Attacken sind extrem effektiv:
Ein Viertel der befragten Unternehmen ist bereits Opfer einer DNS-Attacke geworden. Davon haben 86 Prozent aufgrund ihres jüngsten DNS-Angriffs erhebliche Ausfälle erlitten. Bei 23 Prozent dauerten die Ausfälle sogar eine Stunde oder länger, was das Geschäft extrem beeinträchtigen kann.

>> Unternehmen bemerken DNS-Angriffe zu spät: Obwohl 67 Prozent der Unternehmen nach eigenen Angaben über Echtzeit-Monitoring für DNS-Angriffe verfügen, waren 77 Prozent der Security-Lösungen nicht in der Lage dazu, den DNS-Angriff als Erste zu erkennen und zu melden. Fünf Prozent der Unternehmen erfuhren erst durch Beschwerden verärgerter Kunden vom DNS-Angriff – zu dem Zeitpunkt hatte die Attacke bereits die Kundenzufriedenheit und Geschäftsprozesse beeinträchtigt.

>> Schwachpunkt DNS: Nur 41 Prozent der Unternehmen können sich gegen diverse Arten von DNS-Attacken (Hijacking, Exploits, Cache Poisoning, Protokollanomalien, Reflexion, NXDomain, Amplifikation) zur Wehr setzen. Das bedeutet gleichzeitig, dass es für die Mehrheit (59 Prozent) der Unternehmen vom Zufall abhängt, ob sie den nächsten DNS-Angriff abwehren können oder nicht.

>> Reaktiv anstatt proaktiv: Vor einem Angriff setzten 74 Prozent der Unternehmen ihren Sicherheitsschwerpunkt auf Anti-Virus-Programme. Erfolgte bereits ein Angriff, steht für 76 Prozent die DNS-Sicherheit an erster Stelle. Das unterstreicht das reaktive Vorgehen der Unternehmen. DNS Security hat erst Priorität, wenn es bereits zu einem Angriff mit negativen Auswirkungen auf das Geschäft gekommen ist.

>> DNS hat direkten Einfluss auf den Umsatz: 39 Prozent der betroffenen Unternehmen kostete ein DNS-Angriff über 50.000 US-Dollar und hatte damit erhebliche Auswirkungen auf den Umsatz. Sobald die Webseite eines Unternehmens für Nutzer nicht mehr erreichbar ist, kommt das Onlinegeschäft und damit auch die Umsätze zum Erliegen. Zudem werden oft alle internen Ressourcen zur Bekämpfung des Angriffs genutzt und sind somit nicht für die Wiederherstellung der Website verfügbar.

"Oft wird DNS Security nur als eine Option betrachtet – und nicht als grundlegender Bestandteil der Sicherheitsstrategie", sagt Cricket Liu, Chief DNS Architect bei Infoblox. "Diese Studie bestätigt den Ist-Zustand: Die meisten Unternehmen vernachlässigen DNS-Sicherheit als Teil ihrer Security-Strategie, obwohl massive Beeinträchtigungen für Geschäft und Umsatz drohen. Ein Umdenken ist hier vonnöten – wenn die Sicherheit des DNS nicht schnell in den Fokus rückt, bleibt es eine der größten Schwachstellen."

Methodik
Weltweit nahmen mehr als 1.000 Security- und IT-Experten über alle Unternehmensgrößen und Branchen hinweg an der Studie teil.
(Infoblox: ra)

eingetragen: 06.11.17
Home & Newsletterlauf: 05.12.17


Infoblox: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Opfer von Ransomware

    Kleinere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sind für Cyberkriminelle ein lukratives Ziel. Der Grund: Obwohl sie sensible Daten von Kunden und Mitarbeitern speichern und bearbeiten, mangelt es oft an adäquaten IT-Sicherheitsmaßnahmen. So zeigt eine internationale Umfrage von Kaspersky Lab, dass kleine Unternehmen häufig unerfahrenen Mitarbeitern ohne spezielle Expertise die Verantwortung für das Thema Cybersicherheit übertragen. Die Folge: unnötige Einfallstore ins Unternehmensnetzwerk.

  • Kontrolle von Zugriffsberechtigungen

    One Identity die Ergebnisse einer neuen weltweit erhobenen Studie vor. Sie offenbart weit reichende Mängel bei der Umsetzung von Best Practices beim Identity und Access Management (IAM) und dem Privileged Access Management (PAM), durch die Unternehmen potenziell anfällig für Datenschutzverletzungen und andere Sicherheitsrisiken sind. Im Rahmen der One Identity-Studie "Assessment of Identity and Access Management in 2018" befragte Dimensional Research über 1.000 IT-Sicherheitsexperten in mittelständischen und großen Unternehmen nach ihren Herangehensweisen, bestehenden Herausforderungen, den größten Befürchtungen und den eingesetzten Technologien in den Bereichen IAM und PAM.

  • Siebe Tage Zeit, um eine Schwachstelle auszunutzen

    Tenable stellte ihren Bericht zu Strategien der Cyberverteidiger vor. Basierend auf telemetrischen Daten hat Tenable analysiert, wie 2.100 Unternehmen weltweit ihre Gefährdung durch Schwachstellen untersuchen. Diese Analysen sind ein zentraler Aspekt der Cybersecurity. Der Bericht belegt, dass fast 48 Prozent der Unternehmen auf strategisches Vulnerability-Assessment als Grundlage ihrer Cyber-Abwehr und Risikominderung setzen. Dieses strategische Vulnerability-Assessment wurde dabei als mehr oder weniger fortschrittliches Programm definiert, das zielgerichtetes, maßgeschneidertes Scanning sowie die nach Geschäftsrelevanz priorisierte Zuteilung von Computing-Ressourcen umfasst.

  • Security-Herausforderungen im Mittelstand

    IT-Angriffe auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) werden nicht nur häufiger, sondern richten auch immer größere Schäden an. Laut dem Cisco "Cybersecurity Special Report Small and Midmarket Businesses", für den 1.800 Unternehmen aus 26 Ländern befragt wurden, betrug bei gut jedem zweiten Sicherheitsvorfall (54 Prozent) der finanzielle Schaden mehr als 500.000 US-Dollar. Neben den direkten Kosten kann die "Downtime" der unternehmenskritischen Systeme - in 40 Prozent der Fälle dauerte diese mehr als 8 Stunden - sogar die Existenz bedrohen. Entscheider im Mittelstand sollten deshalb gezielt auf neue Technologien und die Unterstützung durch Managed Service Provider setzen. "KMU sind längst ein genauso attraktives Ziel für Cyberkriminelle wie große Konzerne, da sie vor der Herausforderung stehen, das Sicherheitsniveau eines Konzerns mit wesentlich geringeren Mitteln erreichen zu müssen. Die Daten der Unternehmen und deren Kunden sind für Kriminelle nicht weniger interessant. KMU sollten daher auf automatisierbare Lösungen und Managed Services setzen", sagt Torsten Harengel, Leiter Security, Cisco Deutschland.

  • Mehr für IT-Sicherheit tun

    Unternehmen investieren mehr in ihre IT-Sicherheit. Die Umsätze mit Sicherheitslösungen legen in diesem Jahr um 9 Prozent zu und wachsen damit fünfmal stärker als die Wirtschaft insgesamt. 2018 werden in Deutschland mit Hardware, Software und Services für IT-Sicherheit voraussichtlich 4,1 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2019 ist ein weiteres Wachstum um 9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro prognostiziert. Das zeigen Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IDC im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Die Unternehmen haben verstanden, dass sie mehr für ihre IT-Sicherheit tun müssen. Also investieren sie", sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. Dehmel: "Cyberattacken werden immer professioneller und immer mehr Geräte sind untereinander vernetzt. Alles was eine IP-Adresse hat, kann potenziell angegriffen werden und muss geschützt werden."