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Weltweit 84 Prozent mehr DDoS-Attacken


Durchschnittliche Angriffsdauer um 487 Prozent gestiegen
Das deutlichste Wachstum war bei DDoS-Angriffen mit einer Dauer von mehr als einer Stunde zu verzeichnen

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Im ersten Quartal 2019 stieg die Zahl der Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe gegenüber dem vierten Quartal 2018 um 84 Prozent an. Insbesondere die Anzahl der Attacken mit einer Länge von mehr als einer Stunde sowie die durchschnittliche Dauer von DDoS-Kompromittierungen sind auffallend gewachsen. Laut den Zahlen aus dem aktuellen globalen DDoS-Bericht von Kaspersky Lab für das erste Quartal 2019 scheint es darüber hinaus eine Renaissance klassischer DDoS-Methoden zu geben, wobei sich Cyberkriminelle vor allem auf längere Angriffe fokussiert haben.

Nach einem stetigen Rückgang von DDoS-Angriffen im vergangenen Jahr, gingen die Experten von Kaspersky Lab zunächst davon aus, dass Cyberkriminelle mit DDoS-Bezug ihren Fokus auf andere Einnahmequellen – etwa Krypto-Mining – verlagert hätten. Die Statistiken für das erste Quartal 2019 widersprechen jedoch dieser Annahme und zeigen, dass die Zahl der von Kaspersky DDoS Protection weltweit blockierten DDoS-Angriffe im Vergleich zum vierten Quartal des vergangenen Jahres sogar um erstaunliche 84 Prozent angestiegen ist. Auch nach dem Wegfall beliebter DDoS-Marktplätze scheint diese Methode demnach nicht an Beliebtheit bei Cyberkriminellen eingebüßt zu haben, denn mit dem Launch neuer DDoS-for-Hire-Websites wuchs die Zahl der Angriffe exponentiell.

Doppelt so viele Vorfälle, Angriffsdauer um fast 500 Prozent gestiegen
Das deutlichste Wachstum war bei DDoS-Angriffen mit einer Dauer von mehr als einer Stunde zu verzeichnen. Die Anzahl solcher Vorfälle verdoppelte sich, wobei deren durchschnittliche Länge um 487 Prozent anstieg. Dies bestätigt die Hypothese der Kaspersky-Experten, dass Hacker ihre Techniken in diesem Bereich weiterentwickelt haben und nun in der Lage sind, längere und organisatorisch komplexere Angriffe zu starten.

"Der DDoS-Angriffsmarkt verändert sich. Neue DDoS-Dienste scheinen die von den Strafverfolgungsbehörden abgeschalteten ersetzt zu haben. Gerade Unternehmen, die lediglich grundlegende Schutzmaßnahmen ergriffen haben, werden von Angreifern gezielt mit langanhaltenden Angriffen angegangen", betont Alexey Kiselev, Business Development Manager im Kaspersky DDoS Protection Team. "Es ist schwer zu sagen, ob die Zahl der Attacken weiter steigen wird, aber ihre Komplexität zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Wir empfehlen Firmen deshalb, sich effektiv vorzubereiten, um anspruchsvollen DDoS-Angriffen standzuhalten zu können." (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 01.06.19
Newsletterlauf: 02.07.19

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