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DDoS: Auch interne Web-Ressourcen betroffen


Keine eigene Webseite nötig, um Opfer eines DDoS-Angriffs zu werden
Umfrage über den Einfluss von DDoS-Angriffen auf externe und interne Unternehmensressourcen

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Firmeninterne Ressourcen wie Webserver sind genauso von DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) betroffen wie externe Schnittstellen – beispielsweise öffentliche Webseiten, Kundenportale oder Transaktionssysteme. Vor allem Unternehmen aus der Fertigungsbranche leiden unter DDoS-Beschuss auf firmeninterne Web-Dienste. Das geht unter anderem aus einer Studie aus dem Jahr 2015 von Kaspersky Lab hervor.

Die Kaspersky-Studie zeigt, dass jedes sechste befragte Unternehmen weltweit Opfer einer DDoS-Attacke war. Bei Großunternehmen war sogar jede vierte Firma betroffen. Die meisten Attacken richten sich gegen externe Ressourcen: Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen bestätigte Angriffe auf öffentliche Firmenwebseiten. 38 Prozent beklagten eine DDoS-Attacke auf Kundenportale und Login-Seiten und 37 Prozent auf Kommunikationsdienste. Bei einem Viertel standen Transaktionsdienste unter DDoS-Beschuss.

Die Kaspersky-Studie zeigt zudem: Auch interne Web-Ressourcen sind von DDoS-Attacken betroffen: Ein Viertel bestätigte Angriffe auf Dateiserver, 15 Prozent auf geschäftskritische Server und weitere 15 Prozent auf die Netzwerkkonnektivität von ISPs (Internet Service Provider).

"Man muss DDoS-Angriffe sehr ernst nehmen: Sie sind relativ einfach durchzuführen und haben gleichzeitig einen weitreichenden Effekt auf die Unternehmenskontinuität", sagt Evgeny Vigosky, Head of DDoS Protection bei Kaspersky Lab. "Unsere Studie zeigt, dass DDoS-Angriffe die bekannten Auswirkungen wie Ausfall der Webseite, Reputationsschaden oder unglückliche Kunden zur Folge haben. Hinzu kommt: Auch interne Systeme
eines Unternehmens sind betroffen. Es spielt keine Rolle, wie klein ein Unternehmen ist oder ob es über eine Webseite verfügt. Wer online unterwegs ist, ist ein potentielles DDoS-Opfer."

Vor allem die Fertigungsbranche litt unter DDoS-Attacken auf interne Ressourcen: Bei einem Viertel der befragten Unternehmen aus diesem Bereich wurden geschäftskritische Server und bei mehr als einem Drittel Dateiserver per DDoS attackiert. Jede fünfte Organisation aus den Branchen Telekommunikation, Transport und IT sowie im öffentlichen Bereich litt unter DDoS-Einfluss auf die eigene Netzwerkkonnektivität. (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 20.04.16
Home & Newsletterlauf: 17.05.16


Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

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    IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge. Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

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    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

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