- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Ernste Sicherheitslücken bei Dating-Apps


Nutzer von Dating-Apps sollten sich um Cybersicherheit kümmern sollten, da viele dieser Dienste nicht gegen verschiedene Arten von Angriffen geschützt sind
Bei 60 Prozent einer bestimmten Dating-App konnten der vollständige Namen sowie weitere Konten in Sozialen Netzwerken nachvollzogen werden

- Anzeigen -





Ob sexuelle Vorlieben, Nacktfotos oder schlicht Passwörter – Nutzer von Dating-Apps geben bei der Partnersuche oft sehr vertrauliche Daten preis. Doch wie sicher gehen die Apps mit diesen Daten um? Um diese Frage zu beantworten, hat Kaspersky Lab neun beliebte Dating-Apps auf Sicherheits- und Datenschutz-Schwachstellen überprüft. Das Ergebnis ist ernüchternd: über Dating-Apps lässt sich häufig die hinter einem Account stehende reale Person entlarven; auch können User über Dating-Apps einfach lokalisiert, verschlüsselte Kommunikation abgefangen und Sicherheitsvorkehrungen umgangen werden.

Laut Bitkom kennen 88 Prozent der deutschen Internet-Nutzer einen Dienst zur Partnersuche. Die steigende Popularität von Dating-Apps bringt jedoch ernstzunehmende Sicherheits- und Datenschutzprobleme mit sich. Das Problem: die meisten Dienste verlangen diverse persönliche Informationen der Nutzer.

Laut der Kaspersky-Analyse bergen Dating-Apps folgende Schwachstellen:
• >> bei 60 Prozent einer bestimmten Dating-App konnten der vollständige Namen sowie weitere Konten in Sozialen Netzwerken nachvollzogen werden;

• >> sechs der untersuchten Apps boten Dritten die Möglichkeit, den Standort der Nutzer zu bestimmen;

• >> bei fünf Apps lassen sich Daten auch innerhalb der verschlüsselten Verbindung abfangen – sie sind also anfällig für Spionage oder Manipulation der Kommunikation (Man-in-the-Middle-Attacken);

• >> bei acht Apps war es möglich, Token-basierte Authentifizierungsmethoden zu umgehen – der Grund: mithilfe von Superuser-Rechten werden von den Apps zu viele Informationen zur Verfügung gestellt.

"Unsere Analyse zeigt, dass sich Nutzer von Dating-Apps um Cybersicherheit kümmern sollten, da viele dieser Dienste nicht gegen verschiedene Arten von Angriffen geschützt sind", sagt Roman Unuchek, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. "Auch bringen sich die Nutzer selbst in Gefahr, indem sie sensible persönliche Informationen in ihren Profilen, wie zum Beispiel ihren Ausbildungs- oder Arbeitsort, weitergeben. Mit diesen Informationen können Eindringlinge die tatsächlichen Konten von Opfern auf Facebook oder LinkedIn leicht finden. Es eröffnet auch Möglichkeiten zum Stalking – um Nutzer zu belästigen und ihre Bewegungen im wirklichen Leben zu verfolgen. Daher sollte auch beim Online-Dating auf Privatsphäre, Sicherheit und Datenschutz geachtet werden."

Spionagefalle Dating-App trotz Token?
Die Experten von Kaspersky Lab zeigen in ihrer Analyse, dass auch Token-basierte Authentifizierungsmethoden, zum Beispiel bei Neuregistrierungen, unsicher sind. Ein Token wird auf Anfrage von einem Server erstellt, um den Nutzer eindeutig zu identifizieren und verlangt normalerweise den Zugriff auf ein Facebook-Konto. Mit dieser Methode erhalten Anwendungen alle notwendigen Daten, um den Nutzer auf seinen Servern authentifizieren zu können. Tokens werden laut der Kaspersky-Analyse jedoch häufig gespeichert oder unsicher verwendet und können daher leicht gestohlen werden. Die Folge: Eindringlinge können auch ohne Anmelde- und Kennwortdetails vorübergehend Zugriff auf Konten von Opfern erhalten.

Auch speichern die meisten der untersuchten Apps den Nachrichtenverlauf im selben Ordner, in dem sich auch der Token befindet. Sobald der Angreifer Superuser-Rechte erhalten hat, erhält er Zugriff auf die Korrespondenz. Solche Angriffe sind besonders für Nutzer von Android-Geräten gefährlich, insbesondere wenn auf den Geräten noch veraltete Software mit ungepatchten Sicherheitslücken läuft, über die Angreifer Root-Zugriff auf das Gerät und so Zugang zu privaten Informationen erhalten.

Kaspersky Lab rät Online-Datern zu folgenden Sicherheitsmaßnahmen:
• >> unzureichend geschützte öffentliche WLAN-Netze meiden,
• >> über eine VPN-Verbindung eine sichere Verbindung herstellen,
• >> keine sensiblen Informationen wie Ausbildung oder Arbeitsplatz teilen
• >> und eine Cybersicherheitslösung auch auf Smartphone und Co. einsetzen.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 13.01.18
Home & Newsletterlauf: 26.02.18


Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Zahl der anfälligen Apps erstaunlich hoch

    Veracodes Bericht zum "State of Software Security" (SoSS) enthält vielzählige Anzeichen dafür, dass DevSecOps mehr Sicherheit und Effizienz für Unternehmen bieten. Dafür besteht in Europa allerdings noch einiges an Nachholbedarf, da die meisten untersuchten Unternehmen in europäischen Ländern bei der Behebung von Schwachstellen in ihrer Software recht schlecht abschnitten. In jeder Branche haben Unternehmen mit einem massiven Volumen an offenen Schwachstellen zu kämpfen. Neue Maßnahmen dagegen zeigen aber bereits erste positive Entwicklungen. Dem Bericht zufolge wurden 69 Prozent der entdeckten Mängel bereinigt, ein Anstieg von fast 12 Prozent gegenüber dem vorherigen Bericht. Dies zeigt, dass Unternehmen immer leistungsfähiger werden, neu entdeckte Schwachstellen zu schließen, die von Hackern ausgenutzt werden könnten.

  • M&A im Bereich Cybersecurity

    Laut Cybersecurity M&A-Marktreport des internationalen Technologieberatungsunternehmens Hampleton Partners führen ausgefeilte Daten-Hacks, die weltweit voranschreitende Digitalisierung von Unternehmen und neue Richtlinien und Vorschriften zu Rekordtransaktionsvolumina und -bewertungen bei Übernahmen und Fusionen von Cybersicherheits-Unternehmen. Es gab bis Oktober diesen Jahres 141 abgeschlossene Transaktionen - die Niveaus von 2016 und 2017 werden übertroffen. Henrik Jeberg, Direktor von Hampleton Partners, gibt Gründe für den Aufwind im Bereich Cybersecurity: "Hacking ist die neue Form der Kriegsführung gegen Unternehmen und Nationalstaaten. Die durchschnittlichen Kosten für einen einzelnen Datenverstoß betragen heute drei Millionen Euro, ein Plus von sechs Prozent pro Jahr, zuzüglich der Reputationsschäden, die katastrophal sein können."

  • DMARC-Implementierungsrate

    Unternehmen weltweit setzen mit DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) ein herstellerunabhängiges E-Mail-Verifikationssystem ein, das sie dabei unterstützt, E-Mail-Betrug, in dessen Rahmen Cyberkriminelle bekannte, vertrauenswürdige Domains für ihre Zwecke missbrauchen, auf relativ einfache Weise vorzubeugen. Die in Deutschland führenden Unternehmen des DAX30 verzichten jedoch in der Mehrzahl noch auf diesen Schutz. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Proofpoint. Seit Jahren verhindern viele Unternehmen weltweit Domain-basierten E-Mail-Betrug durch den Einsatz von DMARC. DMARC ist eine Art Passkontrolle in der Kommunikation via E-Mail. Es verifiziert die Identität des Absenders, indem es diesen anhand der etablierten Standards DKIM (DomainKeys Identified Mail) und SPF (Sender Policy Framework) ordnungsgemäß authentifiziert. Diese Kontrollfunktion schützt Mitarbeiter, Kunden und Partner vor Cyberkriminellen, die eine vertrauenswürdige Marke imitieren und damit den Nutzer zu unbedachten Klicks auf Links oder Dokumente animieren wollen.

  • Bruteforcing als Gefahr

    Während moderne Elektrofahrzeuge ständig auf Schwachstellen getestet werden, bleiben einige ihrer wichtigsten Zubehörteile - etwa die Batterieladegeräte - oft ungeprüft. Experten von Kaspersky Lab haben herausgefunden, dass von einem großen Anbieter gelieferte Ladegeräte für Elektrofahrzeuge (Electronic Vehicles; EV) von außen kompromittierbare Schwachstellen aufweisen. Dadurch könnten Cyberangreifer unter anderem Schäden am heimischen Stromnetz verursachen. Schon heute gehören in einigen Regionen öffentliche und private Ladestationen für Elektrofahrzeuge zum Alltagsbild. Deren wachsende Beliebtheit veranlasste die Experten von Kaspersky Lab dazu, weit verbreitete und für private Garagen gedachte Ladegeräte, die über eine Fernzugriffsfunktion verfügen, zu überprüfen.Das Ergebnis: Ein angeschlossenes Ladegerät kann im Falle einer Kompromittierung zur Gefahr für die Stromversorgung werden; auch wäre es in der Lage, das entsprechende Netzwerk zum Erliegen zu bringen. Mögliche Auswirkungen: finanzielle Verluste oder im schlimmsten Fall eine Beschädigung anderer, an das Netzwerk angeschlossener Geräte.

  • Sicheres Online-Shopping

    Ob Kreditkarteninformationen oder Zugangsdaten für Amazon und Co. - 'geldwerte' Daten sind bei Cyberkriminellen sehr beliebt. Nutzer gehen jedoch oftmals zu nachlässig mit dem Gold der Jetztzeit um. Laut einer neuen Studie von Kaspersky Lab über die digitale Sorgfaltspflicht bei Online-Transaktionen sagen 29 Prozent der in Deutschland befragten Nutzer, dass sie den Überblick über ihre digital genutzten Finanzdetails verloren haben - etwa wo sie diese hinterlegen; acht Prozent der Befragten wollen sich erst gar nicht merken, mit welchem Anbieter sie ihre Finanzdetails teilen.