- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Virtualisierung eine höchst komplexe Technologie


Datenverluste auf virtuellen Plattformen werden oftmals von den Nutzern selbst verursacht
Kroll Ontrack hat herausgefunden, dass die Ursachen für Datenverluste seit Jahren nahezu gleich geblieben sind

- Anzeigen -





Kroll Ontrack hat die häufigsten Gründe für Datenverluste in virtuellen Systemen wie VMware und HyperV analysiert, die sich bei Datenwiederherstellungs-Projekten in den weltweiten Labors von Kroll Ontrack gezeigt haben. Obwohl sich die Technologie in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, weichen die zwei von den Ingenieuren ausgemachten Hauptursachen – gelöschte VMs und Hardwareversagen – nur leicht von früheren Ergebnissen ab.

IT-Umgebungen in fast allen Unternehmen greifen heutzutage in irgendeiner Form auf Virtualisierung zurück. Diese bietet erwiesenermaßen viele Vorteile, wie etwa niedrigere Hardware- oder Energiekosten sowie einen geringeren IT-Administrationsaufwand. Vor zehn Jahren wurden zunächst Server virtualisiert, heute gibt es auf dem Markt jedoch neue Entwicklungen, beispielsweise virtualisierte Desktops (VDI), Cloud-Umgebungen und virtualisierte Netzwerke.

Doch haben die letzten Jahre auch gezeigt, dass virtualisierte Systeme noch lange nicht gegen Datenverluste immun sind, vor allem dann nicht, wenn ihre Nutzer nicht über das nötige Wissen verfügen und Fehlentscheidungen treffen.

Seit Kroll Ontrack 2008 begonnen hat, Datenrettungen für virtualisierte Plattformen anzubieten, wird das Unternehmen zunehmend mit Projekten zur Datenwiederherstellung von Systemen beauftragt, denen irgendeine Form von Virtualisierung zugrunde liegt. Anhand von Analysen und Erkenntnissen aus diesen Projekten hat Kroll Ontrack die häufigsten Probleme zusammengestellt, die in den letzten Jahren zu Datenverlust in virtualisierten Systemen geführt haben.

Den Ergebnissen zufolge lassen sich für das Jahr 2016 die Ursachen für Datenverluste in fünf Kategorien zusammenfassen:
>> Gelöschte VMs (virtuelle Maschinen) (40 Prozent)
>> Hardwareversagen (30 Prozent)
>> Fehler während der Migration (10 Prozent)
>> Fehlgeschlagene Snapshots (10 Prozent)
>> Andere (10 Prozent)

Das Erstaunliche an diesen Ergebnissen ist, dass die zwei von den Ingenieuren ausgemachten Hauptursachen für Datenverluste in virtualisierten Umgebungen nur leicht von den Ergebnissen von vor sieben Jahren abweichen. 2010 waren Hardwareversagen und Ausfälle von RAID-Systemen der Grund für 40 Prozent aller Datenverluste in virtuellen Systemen. Gelöschte virtuelle Festplatten und/oder Snapshots kamen zusammen auf 36 Prozent.

Ursachen, die zu Datenverlusten geführt und mit den Jahren an Gewicht verloren haben, sind Formatierungs- oder Neuinstallierungsprobleme. Stellten diese im Jahr 2010 noch 10 Prozent aller Fälle dar, fallen sie heute unter die vielen Faktoren, die unter "andere Gründe" aufgeführt werden.

"Virtualisierung ist eine höchst komplexe Technologie", so Holger Engelland von Kroll Ontrack. "Nicht nur die Technologie hat sich in den letzten Jahren verändert, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit verbessert, die neue Benutzeroberflächen und Administration-Panels mit einschließt. So ist das Migrieren von Hunderttausenden VMs von einer Storage-Plattform zur anderen einfacher geworden. In vielen Fällen sind sich die Nutzer jedoch nicht bewusst, welchen Einfluss sie auf das Geschehen haben. Da alles, was sich unter der Benutzeroberfläche abspielt, unsichtbar bleibt, erkennen viele auch nicht, dass sich Probleme aufbauen. Ist das Problem einmal manifest geworden, wird meist versucht, die Symptome zu beseitigen, ohne jedoch die zugrunde liegende Ursache anzugehen. Häufig können Datenverluste nicht einfach mit den systemeigenen Recovery-Tools behoben werden. Viel besser ist es da, ruhig zu bleiben und einen professionellen Datenrettungsdienstleister zu kontaktieren." (Kroll Ontrack: ra)

eingetragen: 07.07.17
Home & Newsletterlauf: 28.07.17


Kroll Ontrack: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

  • Hoffnung: Steigende Budgets für Sicherheit

    IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge. Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

  • Komplexere Angriffsformen liegen im Trend

    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

  • Studien: Ransom-Attacken weiter auf dem Vormarsch

    Radware hat ihren "Global Application and Network Security Report 2017-2018" veröffentlicht. Nach diesem Bericht hat sich der Anteil der Unternehmen, die finanziell motivierte Cyber-Angriffe melden, in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die Hälfte aller befragten Unternehmen erlebte im vergangenen Jahr einen Cyber-Angriff, der mit Lösegeldforderungen verbunden war. Da der Wert von Bitcoin und anderen Krypto-Währungen - oft die bevorzugte Zahlungsform unter Hackern - stetig steigt, bieten Ransom-Angriffe Hackern die Möglichkeit, Lösegelder gewinnbringend anzulegen und so zusätzliche Gewinne zu erzielen.

  • Das persönliche Passwort-Management ist schwierig

    Mit jedem neuen Account, den Anwender zur Nutzung von Online-Diensten einrichten, stellt sich erneut die Frage nach einem einzigartigen und starken Passwort. Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Jeder zweite Anwender in Deutschland greift laut einer Kaspersky-Studie zu unsicheren Methoden. Ein Viertel der in Deutschland befragten Nutzer gibt beispielsweise zu, sich Passwörter auf Papierzetteln zu notieren. Den meisten Anwendern in Deutschland ist die Bedeutung von sicheren, starken und damit komplexen Passwörtern für die Sicherheit ihrer Online-Konten durchaus bewusst. Die sichersten Passwörter werden vor allem dann genutzt, wenn es ums Geld geht: Online-Banking-Accounts stehen hier mit 66,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Accounts für Bezahlsysteme und E-Wallets (58,2 Prozent) sowie für Online-Einkäufe (44,2 Prozent).