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Auswertung: Sicherheitslücke in OpenSSL


Hintergrundinformationen: Erste Zahlen zu Heartbleed bei Android
Angriffe auf mobile Geräte mit der Heartbleed-Schwachstelle

(15.04.14) - Lookout hat die kostenlose App "Heartbleed Detector" veröffentlicht, mit der Android-Smartphones und Tablets auf die jüngst bekanntgewordene Sicherheitslücke in OpenSSL geprüft werden können. Innerhalb weniger Stunden haben Hunderte Android-Nutzer ihr System überprüft und die Daten an Lookout bereitgestellt. Im Folgenden eine Auswertung dieser Daten:

Ausgewertet wurden OpenSSL-Informationen von über 2400 Nutzern. Dabei sind 4,98 Prozent der Android-Nutzer sowohl von der OpenSSL-Lücke als auch von der fehlerhaften Funktion "Heartbeat" betroffen. Auf 82,57 Prozent aller mit Android 4.1.1 betriebenen Smartphones und Tablets besteht das Sicherheitsrisiko durch Heartbleed. Bei Android-Geräten mit der Version 4.2.2 sind es hingegen "nur" 15,02 Prozent.

Neuere Android-Versionen scheinen bisher nicht von Heartleed betroffen zu sein. Im internationalen Vergleich übernimmt Deutschland die unrühmliche Führungsposition mit 12,46 Prozent an sicherheitsgefährdeten Smartphones und Tablets. Dahinter positionieren sich die USA mit 2,6 Prozent sowie das Vereinigtes Königreich mit 1,5 Prozent.

Einen Grund zur Panik gibt es aber vorerst nicht. Die OEMs und Netzbetreiber sind jetzt gefragt, die wenigen betroffenen Systeme schnellstmöglich mit Updates zu versorgen. Problematisch ist jedoch, dass Android nicht nur auf Smartphones und Tabets verbreitet ist – in Systemen, die auf das Android Betriebssystem setzen, kann Heartbleed zu einem Problem werden. Bisher sind nur wenige Informationen vorhanden, wie gefährdet Infotainmentsysteme in Fahrzeugen, Smart-TVs oder Set-Top-Box sind. Nicht zu vernachlässigen sind erste Funde von Codes bzw. "Proof of Concepts", die für Angriffe auf mobile Geräte mit der Heartbleed-Schwachstelle ausgelegt sind. (Lookout: ra)

Lookout Mobile Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Studien

  • EDR untersucht & bereinigt Sicherheitsvorfälle

    Bitdefender zeigt die Herausforderung und Belastung von IT-Sicherheitsverantwortlichen beim Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Die Zahlen basieren auf einer aktuellen, im Februar und März 2018 durchgeführten Umfrage. Sie geht der Frage nach, wie sich der Einsatz von EDR-Systemen (Endpoint Detection and Response) in der Praxis bewährt. Organisationen setzen EDR ein, weil sie wissen, dass sie nicht jeden Angriff abwehren können, und die Folgen im Falle eines erfolgreichen Hacks eindämmen müssen. 60 Prozent der 154 deutschen Befragten sagen, dass mindestens ein Viertel aller Alerts ihrer EDR-Systemen Fehlalarme seien. Zwei Drittel (65 Prozent) finden die Verwaltung der Systeme hinsichtlich des Personal- und Zeitaufwands schwierig.

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    Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Unternehmen und Verbraucher nutzen eine Backup-Lösung, um ihre Daten vor den Auswirkungen eines Datenverlusts zu schützen. Das ist das positive Ergebnis der jüngsten Umfrage von Ontrack. Trotzdem gibt es einige Schönheitsfehler bei der Betrachtung der Ergebnisse. Die Anzahl der Personen, die einen Datenverlust erlitten, blieb weiterhin hoch: Fast 20 Prozent der Befragten erlebten 2017 einen Datenverlust, auch wenn dieser im Vergleich zu 2016 um 7 Prozent zurückgegangen ist (27 Prozent). Trotz des hohen Prozentsatzes an Datenverlusten zeigt eine Umfrage von Ontrack deutlich, dass eine erstaunlich hohe Anzahl der Befragten (33 Prozent) immer noch kein Backup eingesetzt hatten, als das Datenverlust eintrat. Obwohl die Zahl dieser "Backup-Verweigerer" in den letzten fünf Jahren weltweit zurückgegangen ist, ist sie im Laufe der Jahre relativ stabil geblieben. Die weltweiten Zahlen liegen zwischen 37 Prozent im Jahr 2013 und 39 Prozent im Jahr 2015, die aktuellen Zahlen für 2017 liegen bei 33 Prozent. Der Hauptgrund dafür, dass die Befragten keine Backup-Lösung verwendeten, war laut ihrer Aussage, das Fehlen an Zeit, um eine geeignete Backup-Lösung zu finden und diese regelmäßig zu administrieren.

  • Cyberangreifer in Organisationsnetzwerke

    FireEye veröffentlichte ihre jährlichen "M-Trends". Die wichtigste Erkenntnis des Reports ist, dass die Verweildauer von Angreifern in den Netzwerken von Organisationen in EMEA mit 175 Tagen im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Das entspricht einer Steigerung von fast 70 Prozent gegenüber dem Wert von 106 Tagen im Jahr 2016. Der Bericht basiert auf Informationen, die Sicherheitsanalysten von FireEye während ihrer Untersuchungen im Jahr 2017 gesammelt haben. Zudem werden im Report neue Trends und Taktiken aufgedeckt, die Cyberangreifer nutzten, um Organisationen zu kompromittieren.

  • Fußball- und VPN-Apps für illegales Krypto-Mining

    Auch Cyberkriminelle wollen vom derzeitigen Kryptowährungshype profitieren und setzen verstärkt auf schädliche Software, die auf Kosten der Nutzer heimlich Bitcoins, Monero und Co. schürft. So stieg gemäß Kaspersky Lab im vergangenen Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr die weltweite Angriffsrate schädlicher Miner-Programme um 44 Prozent. Ähnlich dem Ransomware-Boom werden die Methoden der Krypto-Schürfer immer ausgereifter; auch werden hierfür vermehrt mobile Geräte mittels kreativer Methoden missbraucht. Der neueste Trend: Cyberkriminelle setzen Risk-Tools ein - auch über den Google Play Store -, die Mining-Kapazitäten in beliebten Fußball- und VPN-Anwendungen verstecken, um von Hunderttausenden ahnungslosen Opfern und deren Rechner-Ressourcen zu profitieren.

  • Risiko von Schwachstellen bleibt hoch

    Flexera veröffentlichte den "Vulnerability Review 2018 - Global Trends". Danach ist die Zahl der dokumentierten Schwachstellen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 19.954 gestiegen. 2016 waren es noch 17.147 Softwareschwachstellen. Der Jahresreport legt weltweite Zahlen zu den häufigsten Vulnerabilities vor und dient Unternehmen als Grundlage zur Entwicklung von Sicherheitsstrategien. Demnach sind Unternehmen einer steigenden Anzahl von Risiken ausgesetzt.