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Vielzahl von Methoden, um Daten zu stehlen


Studie: 60 Prozent aller IT-Fachkräfte haben bereits ernsthafte Datenpannen in ihrem Unternehmen erlebt
Besserer Einsatz von Sicherheitslösungen und Mitarbeitertrainings wirken den zunehmenden Auswirkungen von Sicherheitsverstößen entgegen

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IT-Sicherheitsexperten haben trotz Fortschritten bei der Bekämpfung von Cyber-Kriminalität und IT-Sicherheitsbedrohungen immer noch Schwierigkeiten dabei, ihre Organisation vollständig vor Angriffen zu schützen. Das zeigt der neue McAfee "Grand Theft Data II – The Drivers and Changing State of Data Breaches”-Report. Hinzu kommt, dass Datenschutzverletzungen immer gravierender werden, da Cyber-Kriminelle auf geistiges Eigentum abzielen und damit den Ruf des Unternehmens gefährden – und so den finanziellen Schaden zusätzlich erhöhen.

Die Studie von McAfee weist auf die Notwendigkeit einer Cyber-Sicherheitsstrategie hin, die die Implementierung integrierter Sicherheitslösungen in Kombination mit Mitarbeiterschulungen und einer allgemeinen Sicherheitskultur im gesamten Unternehmen umfasst.

"Die Gefahren haben sich weiterentwickelt und werden auch zukünftig an Raffinesse hinzugewinnen”, kommentiert Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee. "Unternehmen müssen ihre Sicherheitsmaßnahmen ergänzen, indem sie eine Sicherheitskultur implementieren und darauf achten, dass alle Mitarbeiter – nicht nur das IT-Team – ein Teil des Sicherheitskonzeptes des Unternehmens sind. Um den Gefahren entgegentreten zu können, ist es unabdinglich, dass Unternehmen einen ganzheitlichen Sicherheitsansatz entwickeln, indem sie nicht nur eine integrierte Sicherheitslösung einsetzen, sondern auch gute Sicherheitshygiene betreiben.”

Der Grand Theft Data II-Report von McAfee untersuchte die folgenden Faktoren:

Geschicktere Diebe:
Inzwischen wird eine Vielzahl von Methoden angewandt, um Daten zu stehlen. Dabei gibt es keine einzelne Technik, die die Branche dominiert. Die drei wichtigsten Methoden zur Datenexfiltration in Deutschland sind der Netzwerkverkehr, Wechseldatenträger und geschäftliche E-Mails.

Besonders großer Schaden: Persönlich zuordenbare Informationen und geistiges Eigentum sind für die deutschen IT-Fachkräfte mit 46 Prozent bzw. 40 Prozent die Arten von Daten, deren Diebstahl einen besonders großen Schaden verursacht.

Schuldzuweisung: Die Schuld bei Verstößen wird am ehesten der IT-Abteilung zugeschrieben – 48 Prozent der Befragten sind der Meinung, die IT-Abteilung produziere die meisten Datenpannen. Das Betriebsteam wird als zweitmeist Beschuldigter mit 25 Prozent nur von gut halb so vielen Befragten genannt. Finanz- und Rechtsabteilungen gelten hingegen mit neun beziehungsweise sechs Prozent der Nennungen als besonders sicher.

Mangelnde Einheitlichkeit: Sicherheitslösungen operieren weiterhin weitgehend isoliert. 87 Prozent der deutschen IT-Experten erklären, dass die verwendeten Data Loss Prevention (DLP)-Lösungen für On-Premise-Sicherheit und der Cloud Access Security Broker (CASB) für die Cloud-Sicherheit über voneinander abweichende Regeln oder getrennte Management-Konsolen verfügen.

Verantwortung übernehmen: 82 Prozent der IT-Experten glauben, dass C-Level-Führungskräfte ihre Stelle verlieren sollten, wenn ein Verstoß schwerwiegend genug ist. Gleichzeitig geben 61 Prozent auch an, dass Führungskräfte für sich selbst oft eine weniger strenge Sicherheitsrichtlinie verfolgen. Dieses Verhalten der C-Level-Führungskräfte führt laut 63 Prozent der Befragten zu mehr Datenpannen.

Vorsorge treffen: Die IT-Experten sehen Handlungsbedarf: Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) haben in den vergangenen zwölf Monaten zusätzliche DLP-, CASB- und Endpoint-Detection-Lösungen erworben. 54 Prozent der Befragten sind außerdem der Ansicht, dass Angriffe, die sie erlebt haben, mit einer DLP-Lösung verhindert hätten werden können. 58 Prozent denken, dass eine CASB-Lösung geholfen hätte, je 71 Prozent und 57 Prozent denken dasselbe über SIEM- bzw. EDR-Lösungen.

Die Einsätze werden immer höher, da inzwischen mehrere Angriffsmethoden pro Angriff eingesetzt werden und Cyber-Kriminelle ihren Fokus vom Diebstahl persönlicher Daten auf den Diebstahl geistigen Eigentums verlagern. Darüber hinaus müssen sich IT-Sicherheitsteams zunehmend gegen externe Bedrohungsakteure, die ihr Netzwerk kompromittieren, zur Wehr setzen. Diese Zunahme führt auch dazu, dass immer mehr Unternehmen Verstöße offen legen müssen. Und die Veröffentlichung von Verstößen hat nicht nur finanzielle Auswirkungen, sondern schädigt auch die Reputation der Marke.

Methodik der Studie
Diese Studie wurde von MSI-ACI Europe im Auftrag von McAfee durchgeführt. Die Befragten der Umfrage mussten irgendwann in ihrer Karriere als IT-Profi einen schweren Vorfall bei einem Datenverstoß erlebt haben. Die Daten wurden durch Online-Interviews zwischen dem 12. und 31. Dezember 2018 erhoben. Um sich für die Umfrage zu qualifizieren, mussten Unternehmen mehr als 1.000 Mitarbeiter haben und waren gleichmäßig in Commercial (1.000 bis 5.000 Mitarbeiter) und Enterprise (mehr als 5.000 Mitarbeiter) aufgeteilt. Die daraus resultierende globale Gruppe umfasste drei große Regionen und ein breites Spektrum von Branchen.
(McAfee: ra)

eingetragen: 09.05.19
Newsletterlauf: 14.06.19

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Meldungen: Studien

  • Verschlüsselungstrends in Deutschland

    nCipher Security, ein Unternehmen der Entrust Datacard und Anbieter von Lösungen zur Kontrolle geschäftskritischer Informationen und Anwendungen, stellte die Ergebnisse ihrer in Auftrag gegebene internationalen Studie "Global Encryption Trends Study 2019" vor. Das zentrale Ergebnis: Noch nie waren Anwendungen und sensible Informationen durch kryptografische Methoden so sicher geschützt wie heute. Das hohe Schutzniveau gelte auch dann, wenn Unternehmen Cloud-Technologien sowie das Internet der Dinge (IoT), die Blockchain und digitale Zahlungsmethoden nutzen, so die Studie. Da sich Datenschutzpannen in Unternehmen häufen, werden umfassende Strategien zur Verschlüsselung immer wichtiger. Laut der Studie verfügen im Jahr 2019 45 Prozent der Befragten über einen detaillierten Verschlüsselungsplan, der im gesamten Unternehmen einheitlich angewendet wird. Weitere 42 Prozent nutzen diesbezüglich Pläne oder Strategien, die auf bestimmte Anwendungen und Datentypen begrenzt sind.

  • Streng kontrollierter Zugriff

    Pulse Secure, Anbieterin von Softwarelösungen für die Zugriffskontrolle, untersucht in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "2019 State of Enterprise Secure Access" Cyberbedrohungen, Lücken in Sicherheitsstrategien und Sicherheitsinvestitionen - Herausforderungen, mit denen sich alle Unternehmen bei der Einführung eines Hybrid-IT-Modells befassen müssen. Bei der Umfrage unter Großunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA zeigte sich, dass der Zero-Trust-Ansatz aufgrund zunehmend gravierender Cyberangriffe immer beliebter wird. Der streng kontrollierte Zugriff auf Multicloud-Ressourcen, Anwendungen und sensible Daten soll für ununterbrochene Produktivität sorgen und das Geschäftsrisiko senken.

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    Eine aktuelle Studie von NTT Security zeigt, dass europäische Unternehmen deutlichen Nachholbedarf beim Schutz vor Cyberbedrohungen haben: Mit einem Reifegrad der IT-Sicherheit* von 1,42 von fünf Punkten lagen sie 2018 unter dem generell niedrigen Wert von 1,45 im globalen Durchschnitt. Die Unterschiede besonders zwischen den Branchen sind groß, Vorreiter ist der Technologiesektor, während die Finanzindustrie hinterherhinkt. Safety first? Obwohl weltweit die Bedrohungslage durch Hacker immer weiter zunimmt, ist ein Großteil der Unternehmen in Europa nicht in der Lage, Systeme und Daten effektiv zu schützen. So schnitten europäische Firmen auf der Reifeskala IT-Sicherheit des aktuellen Global Threat Intelligence Report von NTT Security nur unterdurchschnittlich ab - und liegen deutlich hinter der Spitzenregion Naher Osten-Afrika, die im Durchschnitt einen Wert 1,77 erreichten.

  • Zentrale Komponente: Privileged Access Security

    Laut einer neuen Umfrage von CyberArk glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie. Der aktuelle "CyberArk Global Advanced Threat Landscape 2019 Report" hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

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    Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheits-Tools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren. 52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden.