- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls


Studie deckt stiefmütterliche Behandlung der IT-Sicherheit auf
96 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein Sicherheitsvorfall mit Datendiebstahl gravierende negative Auswirkungen für das Unternehmen hat

- Anzeigen -





Weniger als die Hälfte der befragten Entscheidungsträger in deutschen und österreichischen Firmen stuft die eigenen unternehmenskritischen Daten als "komplett sicher" ein. So lautet ein zentrales Ergebnis des aktuellen "Risk:Value-Reports" von NTT Security. Bei der Bewältigung der Herausforderungen in punkto Sicherheit setzt allerdings erst ein zögerliches Umdenken ein.

Der Risk:Value-Report wird jährlich vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellt. Nach wie vor geht die Mehrheit der befragten Unternehmen in Deutschland und Österreich davon aus, dass sie vor Sicherheitsvorfällen nicht ausreichend geschützt ist. 52 Prozent rechnen mit einer bevorstehenden Verletzung der Informationssicherheit; der Wert ist im Vergleich zur letzten Untersuchung, als er bei 51 Prozent lag, nahezu unverändert.

Die Befragten schätzen, dass die Behebung eines entstandenen Schadens rund zwölf Wochen dauert und durchschnittlich Kosten in Höhe von mehr als 1,1 Millionen Euro verursacht. Nur 46 Prozent meinen, dass die unternehmenskritischen Daten sicher sind. Ein Grund dafür ist, dass mit 28 Prozent ein beachtlicher Teil der Befragten überhaupt nicht weiß, an welchem physischen Ort sich diese Daten konkret befinden.

Im Widerspruch stehen zwei weitere Ergebnisse der Studie: die Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls auf das eigene Unternehmen und die Höhe der Investitionen in die IT-Sicherheit. 96 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein Sicherheitsvorfall mit Datendiebstahl gravierende negative Auswirkungen für das Unternehmen hat. Genannt wurden Verlust des Kundenvertrauens (47 Prozent), Beeinträchtigung der Reputation (46 Prozent) und direkte finanzielle Einbußen (42 Prozent). Hingegen sind die Investitionen der Unternehmen in die IT-Sicherheit weiterhin nur spärlich, die Steigerung zur vorhergehenden Studie fällt nur minimal aus: von 11 Prozent auf 15 Prozent des IT-Gesamtbudgets.

"Neben der Höhe der Investitionen, die wir als zu gering einschätzen, ist auch die Art und Weise der Investitionsentscheidungen ausschlaggebend. Vielfach wird unserer Erfahrung nach neuen Gefahren mit der Implementierung weiterer Sicherheitslösungen begegnet. Kostspielige Insellösungen und schwer zu managende Flickenteppiche sind die Folge. Umgesetzt werden sollte aber vielmehr ein ganzheitliches Lösungskonzept, das den kompletten Sicherheitsbedarf in Abhängigkeit vom spezifischen Risikoprofil des Unternehmens abdeckt", betont Kai Grunwitz, Senior Vice President EMEA bei NTT Security.

"Mit dem klassischen reinen Infrastruktur- und Technologie-Security-Management ist heutigen gezielten Bedrohungssituationen nicht mehr adäquat beizukommen", so Grunwitz weiter, "sie müssen Bestandteil eines durchgängigen Risikomanagements sein, mit dem die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens abgesichert wird, von den Daten über die Business-Anwendungen bis zu den modernen, digitalen Arbeitsumgebungen."

Die Untersuchung zeigt aber aus Sicht des Sicherheitsspezialistin NTT Security auch positive Entwicklungen. So hat sich verstärkt die Erkenntnis durchgesetzt, dass Sicherheitsvorfälle nicht gänzlich auszuschließen sind. Infolgedessen nehmen auch die Investitionen in Incident-Response-Maßnahmen zu. Dennoch verfügen in Deutschland und Österreich derzeit nur 42 Prozent der Unternehmen über einen Incident-Response-Plan. Allerdings befinden sich 36 Prozent momentan bereits im Implementierungsprozess und weitere 11 Prozent planen die Umsetzung entsprechender Maßnahmen in naher Zukunft. "Deren Umsetzung und Kommunikation ist heute auch aufgrund der Vielzahl der Sicherheitsvorfälle in den letzten Monaten ein Kernfokus bei Unternehmen. Ein Incident-Response-Plan ist mehr als ein Stück Papier in einem Ordner – es ist ein Stück Sicherheit", erklärt Grunwitz.

Positiv hervorzuheben ist zudem, dass immerhin 53 Prozent der Befragten in Deutschland und Österreich wissen, dass sie von der neuen Datenschutz-Grundverordnung der EU (EU-DSGVO) betroffen sind. In der Schweiz liegt dieser Wert sogar bei 58 Prozent, global aber bei lediglich 40 Prozent.

Außerdem liegen Managed Services im Bereich Security im Trend. Aktuell nutzen lediglich 3 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland und Österreich einen solchen Service. Beachtliche 44 Prozent planen aber aktuell, künftig auf das Angebot von Managed-Security-Services-Providern (MSSP) zurückzugreifen. Zudem wollen 25 Prozent eine solche Möglichkeit zumindest in der Zukunft in Betracht ziehen. Haupttreiber für die verstärkte Orientierung hin zu MSSP-Lösungen sind neben der Verfügbarkeit besserer und moderner Technologien (17 Prozent), der Zugriff auf Expertenwissen (29 Prozent) und der Mangel an ausreichend interner IT-Security-Expertise (25 Prozent). Auch die zuvor erwähnte EU-DSGVO mit der verbundenen Datenklassifikation und dem Datenmanagement beschleunigt die Nutzung von intelligenten und proaktiven Managed Security Services.

Methodologie
Die Risk:Value-Studie wurde vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security zwischen März und Mai 2017 durchgeführt. Dabei wurden 1.350 Nicht-IT-Entscheider in Deutschland und Österreich (250 Teilnehmer), Großbritannien und den USA (jeweils 200 Teilnehmer) sowie in Australien, Frankreich, Hongkong, Norwegen, Schweden, der Schweiz und Singapur (jeweils 100 Teilnehmer) befragt. Die in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien und den USA befragten Unternehmen beschäftigen mehr als 500 Mitarbeiter.
(NTT Security: ra)

eingetragen: 11.07.17
Home & Newsletterlauf: 16.08.17


NTT Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Sicherheitsthematiken hemmen IT-Innovationen

    CIOs weltweit wollen auch bei den Digitalisierungsvorhaben ihrer Unternehmen eine strategischere Rolle einnehmen und wünschen sich mehr Freiheit vom operativen IT-Tagesgeschäft. Bislang wurden sie vom digitalen Wandel eher mitgerissen als ihn selber aktiv zu gestalten - gebremst u.a. von dem hohen Arbeitsvolumen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs und den wachsenden Sicherheitsanforderungen. Zum fünften Mal in Folge befragte Logicalis CIOs (dieses Jahr 890 in 23 Ländern) dazu, wie sie die Umsetzung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen bewerten, auf welche Hindernisse sie stoßen und wie sie diese angehen. Was den Fortschritt des digitalen Wandels angeht, sehen sich in der diesjährigen Studie 5 Prozent als "digitale Innovatoren" und 20 Prozent als "Early Adopters"; im Vorjahr waren es noch je 7 bzw. 22 Prozent. Dahingegen steigt die Anzahl derjenigen, die dem Reifegrad ihrer Organisation einen mittleren Wert zuordnen, von 45 auf 48 Prozent. Deutsche IT-Leiter schreiben ihren Unternehmen dieses Jahr häufiger einen mittleren Digitalisierungsgrad zu als im Vorjahr. Der Fortschritt hält sich aber insgesamt in Grenzen, möglicherweise, weil die IT-Verantwortlichen das volle Ausmaß der mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen inzwischen klarer sehen.

  • Wichtig ist, dass der Router geschützt ist

    Avast hat die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit von Webcams in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Demnach fürchten sich 60 Prozent der deutschen Befragten und 52 Prozent der Schweizer vor Webcam-Hacks und Spionage. Im Internet sowie im Darknet gibt es Tools, um die Webcam eines Computers zu hacken - und das teilweise kostenlos. Obwohl an vielen PCs eine Kontrollleuchte neben der Webcam die Aktivierung anzeigt, können spezielle Tools dies umgehen und ermöglichen dadurch einen unbemerkten Zugriff auf die Webcam. Die Studie von Avast, die im Oktober 2017 durchgeführt wurde, zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten, dass Cyberkriminelle ihre Webcam hacken und sie ausspionieren könnten. Mehr als die Hälfte aller deutschen Befragten (54 Prozent) hat sogar schonmal ihre Webcam abgeklebt. 28 Prozent der Befragten sind sich nicht darüber im Klaren, dass Cyberkriminelle ihre Webcam aktivieren können, ohne dass die Kontrollleuchte neben der Webcam dies anzeigt.

  • Workshops und Schulungen unverzichtbar

    Die größte Gefahr für die IT-Sicherheit eines Unternehmens geht - bezogen auf den Faktor Mensch - von den eigenen Mitarbeitern aus, dicht gefolgt von Drittparteien. Diese Einschätzung teilt die Mehrheit der Befragten des aktuellen "Risk:Value-Reports 2017" von NTT Security, Teil der NTT Group und Spezialistin für Informationssicherheit und Risikomanagement. Der jährlich vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellte Risk:Value-Report zeigt, in welchen Bereichen und bei welchen Personen die größten IT-Sicherheitsgefahren drohen. Auf die Frage "Welche Person beziehungsweise Personengruppe steht für Sie bei den Sicherheitsschwachstellen an erster Stelle?" nennen 23 Prozent der Teilnehmer die "Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung". Den zweiten Platz belegen Drittparteien mit 19 Prozent; hierzu zählt Vanson Bourne Subunternehmen, externe Dienstleister und Lieferanten. Position drei nimmt der CEO ein; ihn stufen 12 Prozent als schwächstes Glied in der IT-Sicherheit ein. Als weitere Sicherheitsschwachstellen nennen 11 Prozent der Befragten das Management, 10 Prozent die Kunden, 7 Prozent die Administratoren, 7 Prozent die Aufsichtsräte und 6 Prozent die C-Level-Führungskräfte ohne CEO.

  • Mangel an qualifizierten IT-Professionals

    Centrify macht auf weitere Ergebnisse der vom Ponemon Institute im Auftrag von Centrify durchgeführten Studie "Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens" aufmerksam. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

  • Lokale Administrationsrechte beenden

    BeyondTrust hat ihre Privileged Access Management-Studie vorgestellt. Darin werden die "Fünf Todsünden für das Privileged Access Management" und ihre Folgen für den Schutz von sensiblen Informationen beschrieben. Sicherheitsexperten empfehlen schon viele Jahre lang Best Practices für die Verwaltung von privilegierten Zugriffsrechten (Privileged Access Management, PAM), um Probleme im Zusammenhang mit dem Missbrauch von privilegierten Konten zu bekämpfen. Dennoch fällt der IT die Verwaltung der Zugriffsrechte für privilegierte Konten nach wie vor nicht immer leicht. Um den Grund dafür zu verstehen, hat BeyondTrust kürzlich knapp 500 IT-Mitarbeiter weltweit befragt, die im PAM-Bereich arbeiten. Da zahlreiche Angriffe auf dem Missbrauch von privilegierten Konten beruhen, ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer die folgenden drei Sicherheitsmaßnahmen von ziemlich bis äußerst wichtig eingestuft haben.