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Security Awareness-Programme


Studie zum Sicherheitsbewusstsein offenbart: Zeit, sich zu unterhalten
Durch den WannaCry- und Petya-Angriff eindrucksvoll gesehen, wie viele Unternehmen noch immer verwundbar sind

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Das Sans Institute stellt seinen aktuellen Bericht "Security Awareness Report 2017" vor. Im Rahmen der Untersuchung kristallisierten sich zwei Haupttreiber für den Erfolg beziehungsweise das Scheitern eines Security Awareness-Programms heraus: Zeit und Kommunikation. In ihrer Untersuchung haben die Wissenschaftler über 1.000 Cybersicherheits-Spezialisten aus über 58 Ländern befragt. Die Sans-Studie basiert auf der Intention, Unternehmen dabei zu unterstützen, zu begreifen, wie erfolgreiche Sensibilisierungsstrategien funktionieren. Sicherheitsbewusstsein hat sich zu einem wichtigen Thema etabliert – für aufstrebende Unternehmen wie für bestehende Organisationen.

Vor diesem Hintergrund hat sich ein fähiger Security Awareness-Experte für diese Rolle von der Möglichkeit zu einem "must have" entwickelt. Die Zeit, sich entsprechend um seine Aufgaben zu kümmern, fehlt ihm allerdings oft. Das Sans Institute fand heraus, dass nicht das Budget, sondern der Zeitmangel einen Stolperdraht auf dem Weg zu einer erfolgreichen Förderung für mehr Sicherheitsbewusstsein darstellt.

Was aber bedeutet Zeit in diesem Zusammenhang? Die Studie beschreibt sie als gemeinschaftliche Anstrengung von Personen, die sich an einem Security Awareness-Programm beteiligen, gemessen an der tatsächlichen Anzahl der Vollzeitmitarbeiter. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass zwei Halbtagskräfte wie eine Vollzeitkraft zählen. Leider sehen immer noch viel zu viele Unternehmen Sensibilisierung als Teilzeit-Job an. Diese Ansicht lässt die Fähigkeit ihrer Security Awareness-Teams verkümmern, ihre Aufgaben effektiv zu erledigen. Dem Report zu Folge braucht es jedoch mindestens 1,4 Vollzeitstellen, um das Verhalten der Mitarbeiter unternehmensweit zu verändern.

Herbert Abben, Director Sans Institute EMEA, verantwortlich für die DACH Region, ordnet die Ergebnisse ein: "In den vergangenen Wochen haben wir durch den WannaCry- und Petya-Angriff eindrucksvoll gesehen, wie viele Unternehmen noch immer verwundbar sind. Nicht zuletzt der Faktor Mensch ist eine Schwachstelle, an der Unternehmen jedoch ansetzen können. Informationssicherheitsexperten sollten bei der Planung und Durchführung ihrer Security Awareness-Programme unterstützt werden. Die Befragten unserer Studie klagen über Zeitmangel und über zu wenig Kommunikation. Beides sind Faktoren an denen diese Programme nicht scheitern sollten. Die Geschäftsführung der Unternehmen sollte angesichts der jüngsten Attacken offener sein und die vereinbarten Maßnahmen zur Förderung des Bewusstseins stärker unterstützen. Sonst wird sich an der derzeitigen Situation leider nicht viel ändern."

Technische Versiertheit deckt nicht alles ab
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der Fokus in Sachen Sicherheitsbewusstsein zunehmend auf den richtigen technischen Fähigkeiten zur Umsetzung entsprechender Programme liegt. Die überwältigende Mehrheit, 80 Prozent der Sensibilisierungsprofis, bringen einen technischen Hintergrund mit. Diejenigen, die auf einen technischen Hintergrund zurückgreifen können, besitzen anderen gegenüber einen gewissen Vorteil, da sie viel Verständnis bezüglich der technischen und menschlichen Risiken mitbringen. Allerdings reicht technisches Know-how alleine nicht aus. Kommunikationstraining spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Fähigkeit Inhalte verständlich zu vermitteln, also zu kommunizieren, verändert risikobehaftetes Mitarbeiterverhalten zum Besseren.

Kommunikation in mehrere Richtungen gewährleisten
Das Kommunikationsdefizit bildet für die Umfrageteilnehmer die größere Hürde. Sans beschreibt diese Herausforderung mit der Fähigkeit, effektiv zu kommunizieren und Mitarbeiter zu verpflichten. Fast noch wichtiger stuften die Studienurheber die Fähigkeit ein, effektiv zu kommunizieren und den Wert für die Führungsebene zu demonstrieren. Wenn ein Security Awareness-Beauftragter engmaschige Sicherheitsprogramme ablaufen lässt, aber sie nicht effektiv und mit respektierter Autorität kommunizieren kann, um die richtigen Aktionen zu beeinflussen, dann ist sein Programm mehr Sicherheit als Bewusstsein, was eine Organisation in Gefahr bringen kann.

Um dieses Problem zu lösen empfiehlt der Report unter anderem, sich nicht auf einen One-size-fits-all-Kommunikationsansatz zu verlassen. Ein Appell in Richtung eines Entwicklers beispielsweise mag vielleicht für diesen funktionieren, erweist sich aber in Bezug auf die Geschäftsführung als nicht wirksam. Zusätzlich sprechen sich die Experten von dafür aus, innerhalb der Führungsetage einen Hauptansprechpartner zu suchen, der den Wert des Security Awareness-Programms anderen Führungspersonen nahelegt.

Weiter zeigt es sich als geschickt, mit den Personen innerhalb des gesamten Unternehmens zusammenzuarbeiten, die den Sicherheitsbewusstseinsinput schätzen und ihn einhalten. Bestehende Strategien sollten eine Art Sicherheitsbotschafter-Programm berücksichtigen; ein Netzwerk aus Freiwilligen innerhalb der Organisation, das dabei unterstützt andere Mitarbeiter einzubeziehen.
(Sans Institute: ra)

eingetragen: 30.07.17
Home & Newsletterlauf: 25.08.17


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Meldungen: Studien

  • Sicherheitsthematiken hemmen IT-Innovationen

    CIOs weltweit wollen auch bei den Digitalisierungsvorhaben ihrer Unternehmen eine strategischere Rolle einnehmen und wünschen sich mehr Freiheit vom operativen IT-Tagesgeschäft. Bislang wurden sie vom digitalen Wandel eher mitgerissen als ihn selber aktiv zu gestalten - gebremst u.a. von dem hohen Arbeitsvolumen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs und den wachsenden Sicherheitsanforderungen. Zum fünften Mal in Folge befragte Logicalis CIOs (dieses Jahr 890 in 23 Ländern) dazu, wie sie die Umsetzung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen bewerten, auf welche Hindernisse sie stoßen und wie sie diese angehen. Was den Fortschritt des digitalen Wandels angeht, sehen sich in der diesjährigen Studie 5 Prozent als "digitale Innovatoren" und 20 Prozent als "Early Adopters"; im Vorjahr waren es noch je 7 bzw. 22 Prozent. Dahingegen steigt die Anzahl derjenigen, die dem Reifegrad ihrer Organisation einen mittleren Wert zuordnen, von 45 auf 48 Prozent. Deutsche IT-Leiter schreiben ihren Unternehmen dieses Jahr häufiger einen mittleren Digitalisierungsgrad zu als im Vorjahr. Der Fortschritt hält sich aber insgesamt in Grenzen, möglicherweise, weil die IT-Verantwortlichen das volle Ausmaß der mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen inzwischen klarer sehen.

  • Wichtig ist, dass der Router geschützt ist

    Avast hat die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit von Webcams in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Demnach fürchten sich 60 Prozent der deutschen Befragten und 52 Prozent der Schweizer vor Webcam-Hacks und Spionage. Im Internet sowie im Darknet gibt es Tools, um die Webcam eines Computers zu hacken - und das teilweise kostenlos. Obwohl an vielen PCs eine Kontrollleuchte neben der Webcam die Aktivierung anzeigt, können spezielle Tools dies umgehen und ermöglichen dadurch einen unbemerkten Zugriff auf die Webcam. Die Studie von Avast, die im Oktober 2017 durchgeführt wurde, zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten, dass Cyberkriminelle ihre Webcam hacken und sie ausspionieren könnten. Mehr als die Hälfte aller deutschen Befragten (54 Prozent) hat sogar schonmal ihre Webcam abgeklebt. 28 Prozent der Befragten sind sich nicht darüber im Klaren, dass Cyberkriminelle ihre Webcam aktivieren können, ohne dass die Kontrollleuchte neben der Webcam dies anzeigt.

  • Workshops und Schulungen unverzichtbar

    Die größte Gefahr für die IT-Sicherheit eines Unternehmens geht - bezogen auf den Faktor Mensch - von den eigenen Mitarbeitern aus, dicht gefolgt von Drittparteien. Diese Einschätzung teilt die Mehrheit der Befragten des aktuellen "Risk:Value-Reports 2017" von NTT Security, Teil der NTT Group und Spezialistin für Informationssicherheit und Risikomanagement. Der jährlich vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellte Risk:Value-Report zeigt, in welchen Bereichen und bei welchen Personen die größten IT-Sicherheitsgefahren drohen. Auf die Frage "Welche Person beziehungsweise Personengruppe steht für Sie bei den Sicherheitsschwachstellen an erster Stelle?" nennen 23 Prozent der Teilnehmer die "Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung". Den zweiten Platz belegen Drittparteien mit 19 Prozent; hierzu zählt Vanson Bourne Subunternehmen, externe Dienstleister und Lieferanten. Position drei nimmt der CEO ein; ihn stufen 12 Prozent als schwächstes Glied in der IT-Sicherheit ein. Als weitere Sicherheitsschwachstellen nennen 11 Prozent der Befragten das Management, 10 Prozent die Kunden, 7 Prozent die Administratoren, 7 Prozent die Aufsichtsräte und 6 Prozent die C-Level-Führungskräfte ohne CEO.

  • Mangel an qualifizierten IT-Professionals

    Centrify macht auf weitere Ergebnisse der vom Ponemon Institute im Auftrag von Centrify durchgeführten Studie "Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens" aufmerksam. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

  • Lokale Administrationsrechte beenden

    BeyondTrust hat ihre Privileged Access Management-Studie vorgestellt. Darin werden die "Fünf Todsünden für das Privileged Access Management" und ihre Folgen für den Schutz von sensiblen Informationen beschrieben. Sicherheitsexperten empfehlen schon viele Jahre lang Best Practices für die Verwaltung von privilegierten Zugriffsrechten (Privileged Access Management, PAM), um Probleme im Zusammenhang mit dem Missbrauch von privilegierten Konten zu bekämpfen. Dennoch fällt der IT die Verwaltung der Zugriffsrechte für privilegierte Konten nach wie vor nicht immer leicht. Um den Grund dafür zu verstehen, hat BeyondTrust kürzlich knapp 500 IT-Mitarbeiter weltweit befragt, die im PAM-Bereich arbeiten. Da zahlreiche Angriffe auf dem Missbrauch von privilegierten Konten beruhen, ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer die folgenden drei Sicherheitsmaßnahmen von ziemlich bis äußerst wichtig eingestuft haben.