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Absicherung vor Lauschangriffen


Studie: Smartphone unter den drei größten Sicherheitsrisiken für Unternehmen
Studienergebnisse geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Sicherheit in der deutschen Unternehmenskommunikation

(06.11.15) - Abhörsichere Kommunikation ist heute mehr denn je ein großes Thema in der deutschen Wirtschaft: Für mehr als 80 Prozent der Führungskräfte und Entscheider in Unternehmen steht Abhörsicherheit am Smartphone ganz oben auf der Agenda. Die Enthüllungen der Abhörschutz-Affäre sind verantwortlich für die hohe Sensibilität, die mit Edward Snowden im Jahr 2013 ihren Anfang nahmen. Heute sieht mit 47 Prozent knapp die Hälfte der Unternehmensentscheider die Sicherheit der Smartphone-Kommunikation in akuter Gefahr. Die genannten Ergebnisse sind Resultate der Secusmart-Studie "Wie sicher ist Deutschlands Unternehmenskommunikation?".

Zu wenig Investition trotz hoher Sensibilität
"Unsere aktuelle Marktstudie zeigt, dass sich Unternehmen sehr wohl bewusst sind, wie wichtig ein qualitativ hochwertiger Abhörschutz für die Sicherheit ihrer firmenrelevanten Daten ist. Doch ebenso wird in den Ergebnissen auch deutlich, dass dringender Nachholbedarf besteht. Vor allem das Investitionsvolumen ist bisher noch viel zu gering", warnt Dr. Hans-Christoph Quelle, Geschäftsführer der Secusmart GmbH.

Mehr als 60 Prozent der Firmen, die heute den Einsatz von abhörsicherer Kommunikation planen, werden innerhalb der nächsten zwölf Monate eine Lösung anschaffen. Bereits im aktiven Einsatz sind Sicherheitslösungen vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltung. 58 Prozent der von Secusmart befragten Firmen bestätigen die Vorreiterrolle der öffentlichen Stellen in Abhörschutzfragen. Für Secusmart nicht überraschend: Deutsche Bundesbehörden und Bundesministerien setzen bereits seit 2009, noch weit vor den Snowden-Enthüllungen, Lösungen zum Schutz ihrer Sprach- und Datenkommunikation ein.

Gründe für die Anschaffung der Sicherheitslösung gibt es genug: Laut dem Secusmart-Report sehen es 61 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte als gegeben an, dass die Anzahl kriminell motivierte Abhörattacken steigen wird. Sicherheitsrelevant ist für 71 Prozent vor allem der bessere Schutz der Kommunikation der Geschäftsführung. 44 Prozent der Befragten wünschen sich für jede Unternehmensabteilung eine bessere Absicherung vor Lauschangriffen. (Secusmart: ra)

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Meldungen: Studien

  • Fernwartungssoftware im eigenen Netzwerk

    Legitime Fernwartungssoftware (Remote Administration Tool, RAT) stellt eine ernste Gefahr für industrielle Netzwerke dar. Laut einer aktuellen Untersuchung von Kaspersky Lab sind RATs weltweit auf 31,6 Prozent der Rechner industrieller Kontrollsysteme (ICS) installiert - in Deutschland (35,1 Prozent), der Schweiz (33,2 Prozent) und Österreich (32,7 Prozent) sogar noch häufiger. Das Problem: Dass die Fernwartungssoftware im eigenen Netzwerk aktiv ist, wird von den Sicherheitsteams der betroffenen Organisationen oft erst bemerkt, wenn Cyberkriminelle diese zur Installation von Malware, Ransomware oder Kryptominern missbrauchen oder sich damit Zugriff auf Informationen beziehungsweise finanzielle Ressourcen des betroffenen Unternehmens verschaffen.

  • Sicherstellung der Kundendaten

    ForgeRock hat die im Auftrag von Forrester Consulting durchgeführte Studie "Leveraging CIAM to unlock the Power of AI and IoT" veröffentlicht. Sie zeigt deutlich, dass der Einsatz von Kundenidentitätslösungen den Vertrauensaufbau mit Kunden fördert und dass Geschäftsziele auf höchster Ebene erreicht werden. 75 Prozent der befragten Unternehmen sehen den priorisierten Schutz der Kundendaten als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die Umfrage zeigt aber auch, dass Unternehmen beim Aufbau von Vertrauen ihrer Kunden und beim sicheren, bedenkenlosen Einsatz neuer Technologien wie KI und IoT vor neuen Herausforderungen stehen. Die im April 2018 durchgeführte Studie umfasste eine Umfrage unter mehr als 400 Entscheidungsträgern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA, China, Japan und Australien. Die vollständige Studie auf Englisch steht zum Download bereit und eine unterstützende Infografik ist ebenfalls verfügbar.

  • Gesundheitswesen ist Wachstumstreiber

    Branchen wie das Gesundheitswesen haben in Sachen IT-Sicherheit Handlungsbedarf - und erhöhen ihre Investitionen in einen besseren Schutz der IT-Infrastruktur auch mehr als andere. Zu diesem Ergebnis kam das "Trendbarometer IT-Sicherheit" im Vorfeld der Fachmesse it-sa. Die größte Nachfragesteigerung erfahren die befragten Aussteller der it-sa derzeit aus dem Gesundheitswesen. Für 84 Prozent ist der Sektor Wachstumstreiber Nr. 1, dicht gefolgt von Energieversorgern mit 81 und - mit je 80 Prozent - Industrie und Verwaltung. Die aktuelle Nachfragesituation deckt sich mit den Branchen, in denen die Aussteller auch den höchsten Handlungsbedarf in Sachen IT-Security identifizieren. Alle genannten Branchen rangieren hier in den Top 5.

  • Phishing über gehackte E-Mail-Konten

    Wie eine aktuelle Studie von Barracuda zeigt, nehmen Cyberangriffe, die auf die Übernahme von E-Mail-Konten abzielen, zu. Von 50 Unternehmen, die an einer drei Monate dauernden Untersuchung teilnahmen, meldeten 19 von ihnen derartige Vorfälle. Im Rahmen der Studie wurde erhoben, für welche Zwecke die Angreifer die gehackten Konten nutzten. Von den 60 gemeldeten Vorfällen entfielen 78 Prozent auf Phishing-Kampagnen, 17 Prozent wurden für den Versand von Spam-E-Mails missbraucht und in fünf Prozent der Fälle wurde über E-Mail-Anhänge unternehmensintern Malware verbreitet. Bei den Angriffen zeigte sich ein selektives Vorgehen der Angreifer: So richteten sich mit 22 Prozent überproportional viele Angriffe an besonders sensible Abteilungen wie Personal, IT, Finanzen und Recht.

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    Für die deutsche Industrie sind IT-Sicherheitsexperten der beste Schutz gegen Cyberattacken. Jedes Industrieunternehmen (100 Prozent) hält qualifizierte IT-Sicherheitskräfte für eine geeignete Maßnahme, um sich gegen Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage zu wappnen, 77 Prozent sehen dies als sehr geeignet. Ähnlich wichtig sind für sie Schulungen aller Mitarbeiter zu Sicherheitsthemen. 99 Prozent des produzierenden Gewerbes findet dies wichtig. Das ist das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom, für die 503 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Industriebranchen repräsentativ befragt wurden. "Ein robustes IT-Sicherheitsmanagement fängt mit gut geschulten Mitarbeitern an", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. "Qualifiziertes Personal im Bereich IT-Sicherheit ist sehr gefragt. Investitionen in Fachkräfte lohnen sich hier besonders."