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Sicherheit von Cloud-Services


Schatten-IT ist die Folge: Sicherheitsprüfungen für Cloud-Dienste dauern zu lange
Aktuelle Studien offenbaren eine deutliche Diskrepanz zwischen Sicherheitsbedürfnis von Unternehmen und Nutzung durch die Mitarbeiter

(01.04.16) - Die steigende Nachfrage der Fachabteilungen nach Cloud-Diensten trifft auf mangelnde Kapazitäten der IT, diese hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit zu überprüfen. Eine Umfrage der Cloud Security Alliance (CSA) ergab, dass IT-Verantwortliche durchschnittlich zehn Anträge auf Service-Nutzung eines Cloud-Dienstes pro Monat erhalten. Das Problem: Für die Bearbeitung und Beurteilung eines Antrags benötigen sie knapp 18 Tage. Diese zeitliche Diskrepanz kann ein gefährlicher Nährboden für Schatten-IT sein, warnt der Cloud-Security-Anbieter Skyhigh Networks. Denn eine aktuelle Analyse der tatsächlichen Cloud-Nutzung in europäischen Unternehmen zeigt, dass die große Mehrheit der durchschnittlich über 1.000 Cloud-Dienste pro Betrieb ohne Wissen der IT verwendet werden. Gleichzeitig mangelt es vielen Services an zentralen Sicherheitsmerkmalen wie Verschlüsselung und Data Loss Prevention (DLP), auf die IT-Verantwortliche besonderen Wert legen.

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Die Fachabteilungen in Unternehmen erkennen zunehmend die Möglichkeiten von Public Cloud Services für sich. Die CSA-Umfrage "The Cloud Balancing Act for IT: Between Promise and Peril" zeigt, dass IT-Verantwortliche im Schnitt zehn Anfragen zur Nutzung neuer Cloud-Dienste pro Monat erhalten. Über 71 Prozent der befragten Unternehmen haben auf diese Nachfrage bereits reagiert und formale Antragsprozesse etabliert. Angesichts der hohen Dynamik im Cloud-Bereich befinden sich diese allerdings noch im Fluss. Zwei Drittel (rund 66 Prozent) der Unternehmen mit definierten Prozessen geben zu, diese nicht immer einzuhalten.

Trotz aller Versuche der Prozessoptimierung benötigen IT-Teams im Durchschnitt nahezu 18 Tage, um die Sicherheit eines Cloud-Dienstes zu überprüfen und detailliert zu evaluieren. Für viele Fachabteilungen scheint dieser Bearbeitungsaufwand zu lange zu dauern. Laut der Auswertung der tatsächlichen Cloud-Nutzung in der Studie "Cloud Adoption & Risk in Europe Report Q1 2016" von Skyhigh Networks befinden sich in einem europäischen Unternehmen mittlerweile durchschnittlich 1.038 Cloud-Dienste im Einsatz (im Vorjahr waren es noch 782) - der überwiegende Teil davon ohne Wissen der IT-Abteilung. Die Folgen sind unter anderem Lizenzkosten für eigentlich unnötige Dienste sowie ein massiver Kontrollverlust. Oftmals lassen sich Compliance und Datenschutz nicht mehr gewährleisten.

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Überflüssig und unsicher - deshalb lehnen IT-Verantwortliche viele Cloud-Dienste ab
Die IT-Verantwortlichen wissen genau, warum sie die Einführung bestimmter Cloud Computing-Dienste missbilligen. Der CSA-Umfrage zufolge begründen sich rund 55 Prozent der Ablehnungen darauf, dass bereits eine Lösung mit ähnlicher Funktionalität im Hause ist. Danach dominieren Sicherheitsbedenken: Misstrauen gegenüber dem Anbieter des Cloud-Dienstes (53 Prozent), fehlende Verschlüsselung (46 Prozent), mangelnde DLP-Funktionalität (44 Prozent) sowie Datenspeicherung in einem Land, dessen Gesetzgebung nicht die gewünschten Anforderungen an den Datenschutz erfüllen (42 Prozent).

Eine gründliche Evaluierung ist notwendig. Denn obwohl sich rund 90 Prozent der bestehenden Cloud-Dienste an Unternehmen wenden, eignen sich die wenigstens davon für den Unternehmenseinsatz. Das CloudTrust-Programm von Skyhigh Networks bewertet fortlaufend über 16.000 Cloud-Dienste hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit.

So stellen nur 44 Prozent der Service-Anbieter klar, dass die gespeicherten Daten ausschließlich dem Anwender gehören und lediglich 18 Prozent löschen diese umgehend, sobald der Anwender sein Benutzerkonto kündigt. Neun Prozent der Dienste speichern die Daten zwar verschlüsselt, jedoch nicht einmal ein Prozent ermöglicht Unternehmen, einen individuellen Schlüssel zu verwenden. Das Fazit von Skyhigh Networks: Im Endergebnis lassen sich nur acht Prozent der Services bedenkenlos im Unternehmensumfeld verwenden.

"Cloud-Dienste sind prinzipiell sofort einsatzbereit. Benötigen IT-Verantwortliche zu lange, um Anfragen von Fachabteilungen zu bearbeiten, nehmen diese gerne mal selbst das Heft in die Hand. Dabei werden dann wichtige Sicherheitsmaßnahmen umgangen", kommentiert Daniel Wolf, Regional Director DACH von Skyhigh Networks. "Der Kriterienkatalog des CloudTrust-Programms enthält eindeutige Handlungsempfehlungen. Dadurch kann die IT Cloud-Dienste wesentlich schneller evaluieren und so dem Wildwachs der Schatten-IT Einhalt gebieten." (Skyhigh Networks: ra)

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Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.