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Mitarbeiter als Schädlinge?


Dies sind die Top 3 der aktuellen Sicherheitsgefahren für Unternehmen so die aktuelle "Next Gen Endpoint Security"-Studie von IDC
Business Entscheider halten mit 64 Prozent Phishing-Attacken sogar für das größte Sicherheitsrisiko im Unternehmen

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Passwörter auf der Schreibtischunterlage notieren, Viren-verseuchte Anhänge öffnen oder einfach mal die Tastatur mit Kaffee fluten – Mitarbeiter können einem Unternehmen ganz schön zusetzen. Sophos hat sich erneut an der aktuellen Multi-Client-Studie der IDC zum Thema Next Gen Endpoint in Deutschland beteiligt. Und die stellt klar: Die drei größten Sicherheitsrisiken im Unternehmen bleiben Malware, unbeabsichtigtes Fehlverhalten von Anwendern und Phishing-Attacken.

Die IT-Sicht auf die aktuellen Sicherheitsrisiken ist deutlich: Auf Platz 1 steht mit einer Nennquote von 53 Prozent Malware, wie Viren, Trojaner, Würmer, Spy- und Ransomware. Die Silbermedaille (41 Prozent) geht an unbeabsichtigtes Fehlverhalten von Anwendern. Drittplatzierter mit 39 Prozent sind Phishing und Social Engineering, also simpel gesagt: das Durchwühlen des Papierkorbs nach Passwörtern etc.

Business Entscheider halten mit 64 Prozent Phishing-Attacken sogar für das größte Sicherheitsrisiko im Unternehmen. Doch auch der Mitarbeiter – sei es mit vorsätzlichem oder schlichtweg trotteligem Verhalten – genießt oftmals keinen guten Ruf, mit 44 Prozent Nennung gilt er als zweitgrößtes Sicherheitsrisiko. Diebstahl von Daten (39 Prozent), versehentliches Versenden von Dokumenten (37 Prozent) aber auch der Diebstahl von Geräten (mit immerhin 26 Prozent Nennung an 10. von 16 Stellen) machen den Mitarbeiter zum Schädling – zumindest für die Sicherheit des Unternehmens.

Insgesamt gehen im Durchschnitt ein Drittel aller Sicherheitsvorfälle auf Anwender zurück. Für Unternehmen bleibt der Mitarbeiter damit ein hohes Sicherheitsrisiko. Was tun? "Sensibilisieren, regelmäßig Schulen durch Workshops und vielleicht auch einmal die Komplexität der eigenen Sicherheitsregeln überdenken", fasst Michael Veit, Security-Experte bei Sophos, die Hausaufgaben für Unternehmen zusammen. "Absichtliches, schadhaftes Verhalten von Mitarbeitern lässt sich damit nicht gänzlich verhindern. Aber für alle anderen Mitarbeiter gilt es, bei ihnen eine Wahrnehmung und Akzeptanz für die Notwendigkeit von IT-Sicherheit und entsprechenden Verhaltensregeln und Software-Lösungen zu schaffen. IT-Security muss schlichtweg für alle zur Routine werden." (Sophos: ra)

eingetragen: 30.07.17
Home & Newsletterlauf: 24.08.17


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Meldungen: Studien

  • Sicherheitsthematiken hemmen IT-Innovationen

    CIOs weltweit wollen auch bei den Digitalisierungsvorhaben ihrer Unternehmen eine strategischere Rolle einnehmen und wünschen sich mehr Freiheit vom operativen IT-Tagesgeschäft. Bislang wurden sie vom digitalen Wandel eher mitgerissen als ihn selber aktiv zu gestalten - gebremst u.a. von dem hohen Arbeitsvolumen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs und den wachsenden Sicherheitsanforderungen. Zum fünften Mal in Folge befragte Logicalis CIOs (dieses Jahr 890 in 23 Ländern) dazu, wie sie die Umsetzung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen bewerten, auf welche Hindernisse sie stoßen und wie sie diese angehen. Was den Fortschritt des digitalen Wandels angeht, sehen sich in der diesjährigen Studie 5 Prozent als "digitale Innovatoren" und 20 Prozent als "Early Adopters"; im Vorjahr waren es noch je 7 bzw. 22 Prozent. Dahingegen steigt die Anzahl derjenigen, die dem Reifegrad ihrer Organisation einen mittleren Wert zuordnen, von 45 auf 48 Prozent. Deutsche IT-Leiter schreiben ihren Unternehmen dieses Jahr häufiger einen mittleren Digitalisierungsgrad zu als im Vorjahr. Der Fortschritt hält sich aber insgesamt in Grenzen, möglicherweise, weil die IT-Verantwortlichen das volle Ausmaß der mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen inzwischen klarer sehen.

  • Wichtig ist, dass der Router geschützt ist

    Avast hat die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit von Webcams in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Demnach fürchten sich 60 Prozent der deutschen Befragten und 52 Prozent der Schweizer vor Webcam-Hacks und Spionage. Im Internet sowie im Darknet gibt es Tools, um die Webcam eines Computers zu hacken - und das teilweise kostenlos. Obwohl an vielen PCs eine Kontrollleuchte neben der Webcam die Aktivierung anzeigt, können spezielle Tools dies umgehen und ermöglichen dadurch einen unbemerkten Zugriff auf die Webcam. Die Studie von Avast, die im Oktober 2017 durchgeführt wurde, zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten, dass Cyberkriminelle ihre Webcam hacken und sie ausspionieren könnten. Mehr als die Hälfte aller deutschen Befragten (54 Prozent) hat sogar schonmal ihre Webcam abgeklebt. 28 Prozent der Befragten sind sich nicht darüber im Klaren, dass Cyberkriminelle ihre Webcam aktivieren können, ohne dass die Kontrollleuchte neben der Webcam dies anzeigt.

  • Workshops und Schulungen unverzichtbar

    Die größte Gefahr für die IT-Sicherheit eines Unternehmens geht - bezogen auf den Faktor Mensch - von den eigenen Mitarbeitern aus, dicht gefolgt von Drittparteien. Diese Einschätzung teilt die Mehrheit der Befragten des aktuellen "Risk:Value-Reports 2017" von NTT Security, Teil der NTT Group und Spezialistin für Informationssicherheit und Risikomanagement. Der jährlich vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellte Risk:Value-Report zeigt, in welchen Bereichen und bei welchen Personen die größten IT-Sicherheitsgefahren drohen. Auf die Frage "Welche Person beziehungsweise Personengruppe steht für Sie bei den Sicherheitsschwachstellen an erster Stelle?" nennen 23 Prozent der Teilnehmer die "Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung". Den zweiten Platz belegen Drittparteien mit 19 Prozent; hierzu zählt Vanson Bourne Subunternehmen, externe Dienstleister und Lieferanten. Position drei nimmt der CEO ein; ihn stufen 12 Prozent als schwächstes Glied in der IT-Sicherheit ein. Als weitere Sicherheitsschwachstellen nennen 11 Prozent der Befragten das Management, 10 Prozent die Kunden, 7 Prozent die Administratoren, 7 Prozent die Aufsichtsräte und 6 Prozent die C-Level-Führungskräfte ohne CEO.

  • Mangel an qualifizierten IT-Professionals

    Centrify macht auf weitere Ergebnisse der vom Ponemon Institute im Auftrag von Centrify durchgeführten Studie "Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens" aufmerksam. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

  • Lokale Administrationsrechte beenden

    BeyondTrust hat ihre Privileged Access Management-Studie vorgestellt. Darin werden die "Fünf Todsünden für das Privileged Access Management" und ihre Folgen für den Schutz von sensiblen Informationen beschrieben. Sicherheitsexperten empfehlen schon viele Jahre lang Best Practices für die Verwaltung von privilegierten Zugriffsrechten (Privileged Access Management, PAM), um Probleme im Zusammenhang mit dem Missbrauch von privilegierten Konten zu bekämpfen. Dennoch fällt der IT die Verwaltung der Zugriffsrechte für privilegierte Konten nach wie vor nicht immer leicht. Um den Grund dafür zu verstehen, hat BeyondTrust kürzlich knapp 500 IT-Mitarbeiter weltweit befragt, die im PAM-Bereich arbeiten. Da zahlreiche Angriffe auf dem Missbrauch von privilegierten Konten beruhen, ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer die folgenden drei Sicherheitsmaßnahmen von ziemlich bis äußerst wichtig eingestuft haben.