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Ransomware: Schlüsselbedrohung für die Unternehmen


Studie: Jedes zweite Unternehmen war 2017 von Ransomware betroffen – im Durchschnitt sogar jeweils zweimal
Hauptziel waren Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, Deutschland liegt in "Ransomware-Ranking" auf Platz 6

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Wie stand es 2017 um die modernen IT-Gefahren für Unternehmen und wie haben sich Firmen gegen diese aufgestellt? Eine von Sophos beauftragte Befragung unter 2.700 IT-Entscheidern mittlerer Unternehmensgröße in zehn Ländern identifiziert Ransomware als eine der Hauptbedrohungen für die IT-Sicherheit: 54 Prozent aller befragten Unternehmen sahen sich 2017 Attacken durch die Erpressungssoftware ausgesetzt – und dies im Durchschnitt sogar zweifach. Der durchschnittliche Schaden für Unternehmen belief sich dabei auf gut 107.000 Euro. Am meisten betroffen waren Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, das Land mit den meisten Ransomware-Attacken war Indien. Gut 30 Prozent erwarten Ransomware-Angriffe für die Zukunft.

Befragt wurden IT-Entscheider aus den USA, Kanada, Mexiko, Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich sowie aus Australien, Japan, Indien und Süd Afrika.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

>> Ransomware ist eine Schlüsselbedrohung: 54 Prozent der befragten Unternehmen wurden 2017 Opfer von Ransomware. Im Durchschnitt sogar zweimal.

>> Angriffsziel Nummer eins war das Gesundheitswesen, gefolgt von Energieunternehmen und Fachdienstleistern.

>> Selbst Enpoint-Secutity-Lösungen der neusten Generation sind kein hinreichender Schutz gegen Ransomware: 77 Prozent der betroffenen Unternehmen hatten zum Zeitpunkt der Attacke eine aktuelle Endpoint-Security-Lösung installiert.

>> 54 Prozent der Angegriffenen hatte keine spezielle Anti-Ransomware-Lösung im Einsatz.

>> Beinahe 70 Prozent der IT-Entscheider können keine Anti-Exploit-Technologien benennen.

>> Nur 25 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits prädiktive Sicherheitstechnologien. 68 Prozent planen für 2018 die Implementierung solcher Deep-Learning-Technologien zum Schutz gegen Ransomware und Co.

>> Rund 107.000 Euro Schaden für die Unternehmen

Ransomware ist eine Schlüsselbedrohung für die Unternehmenssicherheit: Indien weist dabei mit 67 Prozent den höchsten Infektionsgrad auf. Es folgen Mexiko (65 Prozent) und die USA (60 Prozent). Deutschland rangiert auf Platz 6 mit 51 Prozent. Japan bildet das Schlusslicht mit 41 Prozent.

Unternehmen zahlten einen hohen Preis für die Ransomware-Angriffe: im Durchschnitt beliefen sich die Schadenskosten auf rund 107.000 Euro. Der genaue Blick auf Deutschland zeigt, dass 63 Prozent einen Schaden zwischen 11.200 und 282.000 Euro erlitten. Die meisten, nämlich 26 Prozent, bezifferten ihre Kosten auf zwischen 56.000 und 112.000 Euro. Bemerkenswert: Im Gegensatz zu Frankreich und dem Vereinigten Königreich, wo auch Beträge im vierstelligen Bereich anfielen, kam in Deutschland kein Unternehmen mit einem Geldwert unter 11.200 Euro davon.

76 Prozent und damit die meisten Attacken hatten Unternehmen der Gesundheitsbranche im Visier. Mehr noch als Finanzdienstleister. "Ein Erklärungsansatz hierfür könnte sein, dass die Healthcare-Branche oft über eine veraltete IT-Sicherheitsinfrastruktur verfügt und somit als so genanntes Soft Target stärker von Ransomware anvisiert wird," sagt Michael Veit, Technology Evangelist bei Sophos. "Zudem kann man aufgrund der besonderen Sensibilität der Daten im Gesundheitswesen davon ausgehen, dass die Bereitschaft zu zahlen eher vorhanden ist."

Ransomware schlägt mehrfach zu
Auffallend ist die Tatsache, dass die Unternehmen in der Regel zweimal attackiert werden. Und das, obwohl die Mehrheit über ein gängiges IT-Sicherheitskonzept verfügt. Dan Schiappa, Senior Vize-Präsident und Produktmanager bei Sophos wundert das nicht: "Ransomware schlägt nicht einmal ein, sondern kann Unternehmen mehrfach treffen. Wir wissen, dass Cyberkriminelle mitunter innerhalb von einer halben Stunde bis zu vier verschiedene Ransomware-Familien freisetzen, damit mindestens eine Attacke erfolgreich ist. Wenn es den IT-Administratoren in Unternehmen nach einem Angriff außerdem nicht vollständig gelingt, die Systeme von der Schadware zu befreien, ist eine Neu-Infektion jederzeit möglich."

Was ist denn eigentlich Deep Learning?
Ein weiterer Faktor hierfür könnte an folgendem Aspekt festzumachen sein: Obwohl 60 Prozent der befragten IT-Entscheider sich darüber bewusst waren, dass ihre herkömmlichen Sicherheitskonzepte nicht mehr in genügendem Maße greifen, konnte nur ein Drittel spezielle Anti-Expoit-Technologien zum Schutz gegen moderne Cyberattacken benennen. Die Verwirrung scheint hier groß.

Dementsprechend nutzen auch nur 25 Prozent der Befragten prädiktive Next-Generation-Technologien wie Machine Learning oder Deep Learning.

Deep Learning ist die jüngste Weiterentwicklung des Machine Learning mit einem hoch skalierbaren Erkennungsmodell, das die gesamte erkennbare Bedrohungslandschaft erlernen kann. Weil dabei Milliarden von Stichproben verarbeitet werden können, sind mit Deep Learning im Vergleich zum herkömmlichen Machine Learning noch einmal genauere Vorhersagen möglich.

Immerhin wurde das Potential dieser Sicherheitsmodule weltweit erkannt: 68 Prozent der befragten Unternehmen planen die Implementierung in diesem Jahr. Mexiko zeigt sich mit 72 Prozent hierbei am ambitioniertesten. Auf Platz zwei folgt Deutschland mit 68 Prozent. (Sophos: ra)

eingetragen: 11.02.18
Newsletterlauf: 28.03.18

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Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

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    IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge. Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

  • Komplexere Angriffsformen liegen im Trend

    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

  • Studien: Ransom-Attacken weiter auf dem Vormarsch

    Radware hat ihren "Global Application and Network Security Report 2017-2018" veröffentlicht. Nach diesem Bericht hat sich der Anteil der Unternehmen, die finanziell motivierte Cyber-Angriffe melden, in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die Hälfte aller befragten Unternehmen erlebte im vergangenen Jahr einen Cyber-Angriff, der mit Lösegeldforderungen verbunden war. Da der Wert von Bitcoin und anderen Krypto-Währungen - oft die bevorzugte Zahlungsform unter Hackern - stetig steigt, bieten Ransom-Angriffe Hackern die Möglichkeit, Lösegelder gewinnbringend anzulegen und so zusätzliche Gewinne zu erzielen.

  • Das persönliche Passwort-Management ist schwierig

    Mit jedem neuen Account, den Anwender zur Nutzung von Online-Diensten einrichten, stellt sich erneut die Frage nach einem einzigartigen und starken Passwort. Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Jeder zweite Anwender in Deutschland greift laut einer Kaspersky-Studie zu unsicheren Methoden. Ein Viertel der in Deutschland befragten Nutzer gibt beispielsweise zu, sich Passwörter auf Papierzetteln zu notieren. Den meisten Anwendern in Deutschland ist die Bedeutung von sicheren, starken und damit komplexen Passwörtern für die Sicherheit ihrer Online-Konten durchaus bewusst. Die sichersten Passwörter werden vor allem dann genutzt, wenn es ums Geld geht: Online-Banking-Accounts stehen hier mit 66,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Accounts für Bezahlsysteme und E-Wallets (58,2 Prozent) sowie für Online-Einkäufe (44,2 Prozent).