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Stand des IT-Sicherheitsbetriebs


Immer mehr Cyberangriffe: Sicherheitsteams überfordert
Neue Studie zeigt, dass zeitaufwendige Sicherheitsuntersuchungen den effektiven Security-Betrieb bedrohen

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Splunk stellt die IDC-Studie "Alles im Griff oder völlige Verzweiflung? Stand des IT-Sicherheitsbetriebs" vor: Sie zeigt, dass Unternehmen ständig angegriffen werden und Mühe haben, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Der Studie zufolge führen die meisten Unternehmen zeitraubende Sicherheitsuntersuchungen durch und scheitern oft daran, sich effektiv zu schützen.

Die Umfrage unter 600 hochrangigen Sicherheitsfachkräften in den USA und Europa hat folgendes ergeben: Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Sicherheitsteams sammeln genügend Informationen über auftretende Vorfälle (Incidents), um ein geeignetes oder entschiedenes Handeln zu ermöglichen. In Unternehmen kommen durchschnittlich 40 Zwischenfälle pro Woche vor, aber nur ein Viertel (27 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass sie diese Arbeitsbelastung relativ gut bewältigen.

Ein Drittel (33 Prozent) gibt an, dass es Schwierigkeiten hat oder ständig dabei ist, Gefahren abzuwehren. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten sagt, dass bestehende Personalressourcen zu sehr mit Routineaufgaben und Untersuchungen von Vorfällen beschäftigt sind. Das schränke am meisten dabei ein, die Sicherheitsprozesse zu verbessern.

"Die Zeit, die Unternehmen darauf verwenden, Vorfälle zu analysieren und zu bewerten, stellt ein großes Problem dar", sagte Duncan Brown, Associate Vice President, Security Practice, IDC. "Die am höchsten bezahlten und am besten qualifiziertesten Mitarbeiter sind damit gebunden. Das wirkt sich natürlich auf die Kosten und die Effizienz des Sicherheitsbetriebs aus. Diese Situation verschärft sich noch einmal, wenn man den Mangel an Sicherheits-Know-how hinzurechnet. Besonders betrifft das Bereiche mit hoher Wertschöpfung wie die Untersuchung und Reaktion auf Vorfälle. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie ihre Daten effektiv nutzen, um wichtige Erkenntnisse schnell zu ermitteln. Denn dadurch lassen sich Ursachen bestimmen und Auswirkungen minimieren."

"Es wird Zeit, auf Vorfälle anders zu reagieren", sagte Haiyan Song, Senior Vice President, Security Markets, bei Splunk. "Die Angriffe werden komplizierter, treten häufiger auf und nutzen die Komplexität der IT aus. Deshalb müssen wir proaktiver in unserem Ansatz werden. Wie sonst sollen wir wissen, dass ein Sicherheitsverstoß vorliegt? Die schnelle, globale Ausbreitung von WannaCry war ein Weckruf. Für Unternehmen ist es wichtiger denn je geworden, proaktiv zu überwachen, zu analysieren und zu untersuchen: So können sie herausfinden, ob es sich um echte Bedrohungen handelt und entsprechend priorisieren sowie die kritischen davon beheben. Mit Analyse-gestützten Ansätzen und zunehmender Automatisierung sind Sicherheitsteams in der Lage, die Untersuchungszyklen zu verkürzen und im Falle eines Angriffs schnell und angemessen zu reagieren. Außerdem lassen sich dadurch Ressourcen verfügbar machen, um sich auf strategische Initiativen zu konzentrieren und letztlich die gesamte Sicherheitssituation zu verbessern."

Weitere Erkenntnisse aus der Studie:
>> Es kann jeden treffen. 62 Prozent der Unternehmen wird mindestens einmal pro Woche angegriffen, 30 Prozent täglich und 10 Prozent sogar im Stundentakt oder kontinuierlich. 45 Prozent sieht einen Anstieg der Zahl an Sicherheitsbedrohungen.

>> Die Menge der Vorfälle stellt eine Herausforderung dar. Unternehmen sind durchschnittlich mit 40 Sicherheitsmeldungen pro Woche konfrontiert. Im Finanzsektor steigt die Zahl auf 77, im Telekommunikationsumfeld auf 124.

>> Die meisten Unternehmen melden der Geschäftsführung einen Sicherheitsvorfall erst, wenn es nicht mehr anders geht. Auf die Frage, in welchen Fällen Firmen einen Sicherheitsvorfall an das Management melden, gaben sie die folgenden Auslöser an: 66 Prozent bei sensiblen Datenschutzverletzungen, 57 Prozent wenn es um Kundendaten geht und 52 Prozent bei einer vorgeschriebenen Benachrichtigung an eine Regulierungsinstanz. Nur 35 Prozent der Unternehmen verfügen über ein Berichtswesen an die Geschäftsführung, das Teil eines definierten Incident-Response-Prozesses ist.

Das IDC Security Response Readiness Assessment gibt Aufschluss darüber, wie Unternehmen bei der Reaktion auf Vorfälle (Incident Reponse) im Vergleich untereinander abschneiden.

Methodologie
IDC befragte 600 globale Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern in den USA, im Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, Schweden und den Niederlanden.
(Splunk: ra)

eingetragen: 17.06.17
Home & Newsletterlauf: 27.06.17


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Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

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    IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge. Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

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    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

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    Radware hat ihren "Global Application and Network Security Report 2017-2018" veröffentlicht. Nach diesem Bericht hat sich der Anteil der Unternehmen, die finanziell motivierte Cyber-Angriffe melden, in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die Hälfte aller befragten Unternehmen erlebte im vergangenen Jahr einen Cyber-Angriff, der mit Lösegeldforderungen verbunden war. Da der Wert von Bitcoin und anderen Krypto-Währungen - oft die bevorzugte Zahlungsform unter Hackern - stetig steigt, bieten Ransom-Angriffe Hackern die Möglichkeit, Lösegelder gewinnbringend anzulegen und so zusätzliche Gewinne zu erzielen.

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    Mit jedem neuen Account, den Anwender zur Nutzung von Online-Diensten einrichten, stellt sich erneut die Frage nach einem einzigartigen und starken Passwort. Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Jeder zweite Anwender in Deutschland greift laut einer Kaspersky-Studie zu unsicheren Methoden. Ein Viertel der in Deutschland befragten Nutzer gibt beispielsweise zu, sich Passwörter auf Papierzetteln zu notieren. Den meisten Anwendern in Deutschland ist die Bedeutung von sicheren, starken und damit komplexen Passwörtern für die Sicherheit ihrer Online-Konten durchaus bewusst. Die sichersten Passwörter werden vor allem dann genutzt, wenn es ums Geld geht: Online-Banking-Accounts stehen hier mit 66,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Accounts für Bezahlsysteme und E-Wallets (58,2 Prozent) sowie für Online-Einkäufe (44,2 Prozent).