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Klassischer Netzwerkschutz reicht nicht aus


Studie: Großteil der europäischen Arbeitnehmer greift mit unzureichend gesicherten, privaten Mobilgeräten auf Unternehmensdaten zu
Unternehmen handeln sehr fahrlässig, wenn sie davon ausgehen, dass ihre Angestellten die Sicherheit ihrer Geräte genauso auf dem aktuellen Stand halten wie etwa ihre Office-Anwendungen

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Symantec hat eine Untersuchung zu den Sicherheitsgewohnheiten bei der Nutzung von mobilen Geräten im Arbeitsumfeld veröffentlicht. Für die Studie wurden über 3.000 Büroangestellte in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und den Niederlanden befragt. Die Umfrage zeigt, dass sowohl auf Seiten der Mitarbeiter als auch der Unternehmen Nachholbedarf hinsichtlich IT-Sicherheit besteht. Ein Ergebnis der Studie: Viele Mitarbeiter haben ein mangelndes Sicherheitsbewusstsein bei der Nutzung ihrer privaten Geräte zu Arbeitszwecken und setzen ihre Unternehmen daher großen Sicherheitsrisiken aus. Die daraus resultierenden Gefahren sind groß, denn vier von fünf Mitarbeitern (82 Prozent) nutzen ihre privaten Geräte auch für berufliche Aufgaben.

Mitarbeiter, die von unterwegs arbeiten, überlassen Sicherheitsupdates häufig dem Zufall
>> Dementsprechend zeigt die Untersuchung, dass Unternehmen sehr fahrlässig handeln, wenn sie davon ausgehen, dass ihre Angestellten die Sicherheit ihrer Geräte genauso auf dem aktuellen Stand halten wie etwa ihre Office Anwendungen.

>> Gerade einmal 12 Prozent der Befragten in Deutschland können mit Sicherheit angeben, dass die Sicherheitseinstellungen ihrer Geräte automatisch aktualisiert werden.

>> Dies offenbart ein großes Sicherheitsrisiko –die verbleibenden 88 Prozent der deutschen Nutzer müssen ihre Sicherheitseinstellungen regelmäßig selbst aktualisieren, wodurch die Anfälligkeit für Bedrohungen erhöht ist.

>> Der gefährlichste Punkt dabei ist, dass 13 Prozent der befragten Mitarbeitern in Deutschland noch nicht einmal den Sicherheitsstatus auf ihren Geräten kennt.

>> Dementsprechend ist es nicht überraschend, dass nur knapp die Hälfte (48 Prozent) der Mitarbeiter in Deutschland bestätigen kann, dass die Sicherheitssoftware sowohl auf ihren privaten als auch auf ihren geschäftlichen Geräten immer auf dem neuesten Stand ist.

>> Trotz der beschriebenen Mängel setzen deutsche Arbeitnehmer im europäischen Vergleich den Standard – das gilt zumindest für diejenigen, die auch von unterwegs aus und nicht nur im Büro arbeiten. Denn 67 Prozent der Deutschen, die auch von unterwegs arbeiten, sichern mindestens eines ihrer Geräte jederzeit vollständig ab. Dagegen treffen nur 55 Prozent der befragten Briten und nur 56 Prozent der befragten Franzosen, die auch von unterwegs arbeiten, bei zumindest einem ihrer Geräte immer Vorkehrungen gegen externe Angriffe.

Android-Nutzer und Millennials bergen die größte Gefahr
Unter anderem wegen seiner großen Popularität ist Android ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle und regelmäßig Ziel von Malware. Dank der großen Vielfalt an Geräten, auf denen das Betriebssystem läuft, ist Android bei der Wahl eines Smartphones oder Tablets auch bei Mitarbeitern sehr beliebt. Das zeigen auch die Zahlen aus der Studie. So benutzen 37 Prozent der Befragten in Europa ein Android-Gerät zum Arbeiten, während Apple-Smartphones nur von 18 Prozent der Befragten verwendet werden.

Im europäischen Vergleich ist Spanien mit 58 Prozent der Befragten das Land, in dem Android-Geräte am häufigsten geschäftlich genutzt werden.

Dagegen ist in den Niederlanden der Anteil von Apple-Geräten mit 24 Prozent am größten.

Die sogenannten Millennials greifen besonders gerne auf mobile Endgeräte für Arbeitszwecke zurück. Dadurch sind sie die Altersgruppe, von der die größte Gefahr für sensible Unternehmensdaten ausgeht. Denn in Europa nutzen 91 Prozent der Mitarbeiter unter 25 Jahren für Arbeitszwecke lieber ihr privates Gerät als das vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte – mit dem oben beschriebenen erhöhten Risiko. Mitarbeiter über 45 nutzen dagegen fast doppelt so häufig Dienstgeräte als die Gruppe der unter 25-Jährigen.
Klassischer Netzwerkschutz reicht nicht aus
Über die Hälfte der Befragten (58 Prozent) nutzen private Geräte direkt am Arbeitsplatz. Gleichzeitig haben 77 Prozent der Befragten bestätigt, dass sie ihre privaten Geräte auch außerhalb des Arbeitsplatzes geschäftlich nutzen. Da es sich um private Geräte handelt, ist es unwahrscheinlich, dass sie mit robuster Endpoint-Security oder ähnlichen Methoden ausgestattet sind, wie sie in der Regel auf vom Arbeitgeber bereitgestellten Geräten zu finden sind.

Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmensnetzwerke außerhalb der klassischen Bürozeiten am stärksten gefährdet sind. Denn über die Hälfte der Befragten (58 Prozent) geben an, dass sie außerhalb ihrer Arbeitszeit über ein privates Gerät auf Arbeitsdaten zugreifen. Das zeigt, dass es zwar wichtig ist, die Arbeitsplätze und das Unternehmensnetzwerk während der Bürozeiten zu sichern, dies aber bei Weitem nicht ausreicht. Der wichtigste Punkt beim Schutz der sensiblen Unternehmensdaten sind allerdings noch immer die Sicherheitsrichtlinien des Arbeitgebers. Sicherheitsfunktionen über das gesamte Netzwerk, die verschiedenen Endpoints sowie die Cloud hinweg ermöglichen umfassenden Schutz zu allen Tageszeiten.

Sicherheit rund um die Uhr mit integrierter Cyber Defence
Robert Arandjelovic, Director of Security Strategy bei Symantec, kommentiert: "Die Untersuchung enthüllt eine unbequeme Wahrheit – der traditionelle Sicherheitsansatz, bei dem nur das Unternehmensnetzwerk sowie von der IT bereitgestellte PCs berücksichtigt werden, bietet Unternehmen keinen ausreichenden Schutz. Unternehmen müssen davon ausgehen, dass ihre Mitarbeiter beim Schutz ihrer eigenen Geräte Best Practices außer Acht lassen. Nur ein Drittel der befragten Angestellten befolgt die Sicherheitsrichtlinien ihrer Arbeitgeber, während sich zwei Drittel nicht an diese halten.

Unternehmen müssen einerseits kontinuierlich das Bewusstsein ihrer Angestellten für Sicherheitsrisiken und unangemessene Verhaltensweisen schärfen, andererseits sollten sie aber auch technische Möglichkeiten ausschöpfen, damit ihre Mitarbeiter bestmöglich geschützt sind. Um die aus fahrlässigem Verhalten resultierenden Risiken zu minimieren, sollten Unternehmen einen integrierten Cyber Defence-Ansatz wählen, der auf privaten Devices und Unternehmensgeräten funktioniert – und zwar unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt und von welchem Ort oder Netzwerk auf Daten zugegriffen wird. Dazu gehört ein starker Endpoint-Schutz sowie eine leistungsfähige Cloud-Sicherheitsstruktur für private und dienstliche Geräte."

Symantec empfiehlt folgende Maßnahmen:

Für Unternehmen:
>> Regelmäßige Schulungen und Aufklärungsarbeit helfen dabei, das Bewusstsein der Mitarbeiter für die Sicherheitsrisiken bei der Verwendung ungesicherter privater Geräte zu Arbeitszwecken zu schärfen. Zudem sollten die Mitarbeiter "Best Practices" für die sichere Nutzung privater Geräte an die Hand bekommen.
>> Der sichere Einsatz von privaten, mobilen Arbeitszwecken sollte zwingend auch in den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens berücksichtigt werden.
>> Unternehmen sollten zudem auf Sicherheitslücken vorbereitet sein. Es lässt sich nie komplett ausschließen, dass einzelne Mitarbeiter Geräte verwenden, die die Sicherheitsvorgaben nicht erfüllen. Endpoint-Sicherheitslösungen kombiniert mit robusten Cloud-Sicherheitsvorkehrungen geben Nutzern, die auf Unternehmensressourcen oder -daten zugreifen, vollständigen Schutz – ganz gleich von welchem Gerät, Netzwerk oder Land aus sie sich verbinden.

Für Anwender:
>> Auf vielen Geräten sind verschiedene Dienste und Apps standardmäßig vorinstalliert. Nutzer sollten sich einen Überblick über die spezifischen Eigenschaften sowie Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen derer verschaffen und diejenigen entfernen, die Sicherheitsrisiken bergen.
>> Bei IoT-Geräten sollten die standardmäßig vorgegebenen Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen angepasst werden. Zudem ist Vorsicht bei der Installation nicht-verifizierter Programme von unbekannten Quellen ratsam.
>> Weiterhin sollte beim Einrichten eines WLAN-Netzes eine starke Verschlüsselungsmethode wie beispielsweise WPA2 genutzt werden. Wenn möglich sollten Nutzer Kabelverbindungen statt drahtloser Verbindungen nutzen.
>> Des weiteren sollten Nutzer regelmäßig auf den Websites der Hersteller ihrer privaten Endgeräte nach Firmware-Updates Ausschau halten und diese installieren. Automatische Aktualisierungen sollte man falls möglich erlauben.

>> Zudem sollten sie sich Zeit für den Austausch mit der IT-Abteilung ihres Unternehmens nehmen, um bei offenen Fragen Rat einzuholen oder um die Sicherheitseinstellungen ihres Geräts überprüfen zu lassen.
(Symantec: ra)

eingetragen: 10.03.17
Home & Newsletterlauf: 14.03.17


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Meldungen: Studien

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    Laut einer neuen Umfrage von CyberArk glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie. Der aktuelle "CyberArk Global Advanced Threat Landscape 2019 Report" hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

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    Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheits-Tools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren. 52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden.