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Bestimmung der gesamten IT-Angriffsfläche


Studie: Cyberkriminelle haben sieben Tage Zeit, um Schwachstellen auszunutzen
24 Prozent der analysierten Schwachstellen werden zielgerichtet von Malware, Ransomware oder verfügbaren Exploit-Kits ausgenutzt

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Tenable zeigt in ihrem neuesten Bericht, dass Cyberkriminelle durchschnittlich sieben Tage Zeit haben, um eine Schwachstelle auszunutzen. In dieser Zeit können sie ihre Opfer angreifen, potenziell sensible Daten abschöpfen, Lösegeldangriffe starten und erheblichen finanziellen Schaden anrichten. Erst nach durchschnittlich sieben Tagen untersuchen Firmen dann ihre Netzwerke auf Schwachstellen und beurteilen, ob sie gefährdet sind.

Das Tenable Research-Team fand heraus, dass Cyberkriminelle durchschnittlich sechs Tage benötigen, um eine Schwachstelle auszunutzen, sobald ein entsprechender Exploit verfügbar ist. Sicherheitsteams bewerten jedoch im Schnitt nur alle 13 Tage neue Schwachstellen im IT-Unternehmensnetzwerk.

Die Bewertung ist der erste, entscheidende Schritt, um die gesamte Cyber Exposure in modernen Computing-Umgebungen zu bestimmen. Der Begriff Cyber Exposure beschreibt dabei die gesamte IT-Angriffsfläche eines Unternehmens und konzentriert sich darauf, wie Verantwortliche Schwachstellen identifizieren und reduzieren können. Die zeitliche Diskrepanz bedeutet, dass Cyberkriminelle ihre Opfer nach Belieben angreifen können, während Sicherheitsteams mit Blick auf die echte Bedrohungslage im Dunkeln tappen.

Die Digitale Transformation hat die Anzahl und Art neuer Technologien und Computing-Plattformen - von Cloud über IoT bis hin zu Operational Technology – stark erhöht und die IT-Angriffsfläche vergrößert. Diese veränderte IT-Angriffsfläche führt fast unweigerlich zu einer regelrechten Schwachstellen-Flut. Dennoch passen viele Unternehmen den Umgang mit ihrer Cyber Exposure nicht an die neuen Gegebenheiten an und führen ihre Programme nach wie vor in festen Zyklen durch, zum Beispiel alle sechs Wochen. Die heutigen dynamischen Computing-Plattformen erfordern allerdings einen neuen Cybersecurity-Ansatz. Verzögerungen sind so von Anfang ein Problem für die Cybersicherheit, auch weil Sicherheits- und IT-Teams in organisatorischen Silos arbeiten. Davon profitieren die Angreifer denn viele CISOs haben Mühe, sich einen Überblick über eine sich ständig ändernde Bedrohungslandschaft zu verschaffen. Zusätzlich haben sie Probleme, Cyberrisiken aktiv und auf Grundlage priorisierter Geschäftsrisiken zu verwalten.

"Unsere Ergebnisse zeigen die Herausforderungen, mit denen Unternehmen von heute konfrontiert sind. Cyberkriminelle und Sicherheitsteams liefern sich ein Wettrennen, wer schneller ist, wenn eine neue Sicherheitslücke entdeckt wird. Doch CISOs sind häufig durch veraltete Prozesse und Tools im Nachteil. Sie müssen aber führen, damit Organisationen Cyberrisiken genau wie andere Geschäftsrisiken aktiv messen und verwalten können", sagt Tom Parsons, Senior Director of Product Management, Tenable. "In einer digitalen Wirtschaft, die von der Cloud, Geschäftsanwendungen und DevOps-Zyklen angetrieben wird, ist es unerlässlich, dass Unternehmen eine gute Cyber-Hygiene erreichen. Dies beginnt damit, dass die Verantwortlichen jederzeit ganzheitliche und aktuelle Einblicke in ihre Systeme haben. Das ist ein entscheidender Schritt, um die Cyber Exposure zu reduzieren und den Angreifern ihre Vorteile zu nehmen."

Die Studienergebnisse zeigen:

● >> dass bei 76 Prozent der analysierten Schwachstellen der Angreifer im Vorteil war. Wenn der Verteidiger im Vorteil war, dann nicht wegen eigener Aktivitäten, sondern weil die Angreifer nicht direkt auf den Exploit zugreifen konnten.

● >> Angreifer hatten sieben Tage Zeit, eine Schwachstelle auszunutzen, bevor das Unternehmen sie überhaupt identifizierte.

● >> Für 34 Prozent der analysierten Schwachstellen war ein Exploit am selben Tag verfügbar, an dem die Schwachstelle aufgedeckt wurde. Das bedeutet, dass Angreifer von Anfang an das Tempo vorgeben.

● >> 24 Prozent der analysierten Schwachstellen werden zielgerichtet von Malware, Ransomware oder verfügbaren Exploit-Kits ausgenutzt.

● >>Start-Stop- und zyklische Sicherheitsmodelle sind in Zeiten kontinuierlicher Schwachstellen und Exploits nicht länger ausreichend. Angriffe und Bedrohungen entwickeln sich in rasantem Tempo und können jedes Unternehmen treffen. Ein effektives Cyber Exposure Management hilft mit einem neuen Ansatz für Schwachstellen-Management die Security an die neuen IT-Umgebungen anzupassen: Er beruht auf kontinuierlicher Integration und Bereitstellung (CI/CD) und ist mit modernen Computing konsistent.

● >> Die Cyber-Exposure-Lücke kann nicht allein durch Sicherheitsteams verringert werden, sondern erfordert eine bessere Abstimmung mit den operativen Geschäftseinheiten. Dies bedeutet, dass Sicherheits- und IT-Teams einen gemeinsamen Einblick in die Systeme und Ressourcen des Unternehmens erhalten und kontinuierlich nach Schwachstellen suchen, diese auf Basis der Geschäftsrisiken priorisieren und beheben.

Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, die Cyber Exposure über die gesamte moderne Angriffsfläche hinweg aktiv und ganzheitlich zu analysieren und zu messen. Echtzeit-Einblicke sind nicht nur ein grundlegendes Element der Cyber-Hygiene, sondern auch die einzige Möglichkeit für Unternehmen, bei den meisten Schwachstellen einen Vorsprung zu erarbeiten.

Das Beispielset basiert auf den 50 häufigsten Schwachstellen aus knapp 200.000 Schwachstellen-Scans.
(Tenable: ra)

eingetragen: 22.06.18
Newsletterlauf: 28.06.18

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Meldungen: Studien

  • Opfer von Ransomware

    Kleinere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sind für Cyberkriminelle ein lukratives Ziel. Der Grund: Obwohl sie sensible Daten von Kunden und Mitarbeitern speichern und bearbeiten, mangelt es oft an adäquaten IT-Sicherheitsmaßnahmen. So zeigt eine internationale Umfrage von Kaspersky Lab, dass kleine Unternehmen häufig unerfahrenen Mitarbeitern ohne spezielle Expertise die Verantwortung für das Thema Cybersicherheit übertragen. Die Folge: unnötige Einfallstore ins Unternehmensnetzwerk.

  • Kontrolle von Zugriffsberechtigungen

    One Identity die Ergebnisse einer neuen weltweit erhobenen Studie vor. Sie offenbart weit reichende Mängel bei der Umsetzung von Best Practices beim Identity und Access Management (IAM) und dem Privileged Access Management (PAM), durch die Unternehmen potenziell anfällig für Datenschutzverletzungen und andere Sicherheitsrisiken sind. Im Rahmen der One Identity-Studie "Assessment of Identity and Access Management in 2018" befragte Dimensional Research über 1.000 IT-Sicherheitsexperten in mittelständischen und großen Unternehmen nach ihren Herangehensweisen, bestehenden Herausforderungen, den größten Befürchtungen und den eingesetzten Technologien in den Bereichen IAM und PAM.

  • Siebe Tage Zeit, um eine Schwachstelle auszunutzen

    Tenable stellte ihren Bericht zu Strategien der Cyberverteidiger vor. Basierend auf telemetrischen Daten hat Tenable analysiert, wie 2.100 Unternehmen weltweit ihre Gefährdung durch Schwachstellen untersuchen. Diese Analysen sind ein zentraler Aspekt der Cybersecurity. Der Bericht belegt, dass fast 48 Prozent der Unternehmen auf strategisches Vulnerability-Assessment als Grundlage ihrer Cyber-Abwehr und Risikominderung setzen. Dieses strategische Vulnerability-Assessment wurde dabei als mehr oder weniger fortschrittliches Programm definiert, das zielgerichtetes, maßgeschneidertes Scanning sowie die nach Geschäftsrelevanz priorisierte Zuteilung von Computing-Ressourcen umfasst.

  • Security-Herausforderungen im Mittelstand

    IT-Angriffe auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) werden nicht nur häufiger, sondern richten auch immer größere Schäden an. Laut dem Cisco "Cybersecurity Special Report Small and Midmarket Businesses", für den 1.800 Unternehmen aus 26 Ländern befragt wurden, betrug bei gut jedem zweiten Sicherheitsvorfall (54 Prozent) der finanzielle Schaden mehr als 500.000 US-Dollar. Neben den direkten Kosten kann die "Downtime" der unternehmenskritischen Systeme - in 40 Prozent der Fälle dauerte diese mehr als 8 Stunden - sogar die Existenz bedrohen. Entscheider im Mittelstand sollten deshalb gezielt auf neue Technologien und die Unterstützung durch Managed Service Provider setzen. "KMU sind längst ein genauso attraktives Ziel für Cyberkriminelle wie große Konzerne, da sie vor der Herausforderung stehen, das Sicherheitsniveau eines Konzerns mit wesentlich geringeren Mitteln erreichen zu müssen. Die Daten der Unternehmen und deren Kunden sind für Kriminelle nicht weniger interessant. KMU sollten daher auf automatisierbare Lösungen und Managed Services setzen", sagt Torsten Harengel, Leiter Security, Cisco Deutschland.

  • Mehr für IT-Sicherheit tun

    Unternehmen investieren mehr in ihre IT-Sicherheit. Die Umsätze mit Sicherheitslösungen legen in diesem Jahr um 9 Prozent zu und wachsen damit fünfmal stärker als die Wirtschaft insgesamt. 2018 werden in Deutschland mit Hardware, Software und Services für IT-Sicherheit voraussichtlich 4,1 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2019 ist ein weiteres Wachstum um 9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro prognostiziert. Das zeigen Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IDC im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Die Unternehmen haben verstanden, dass sie mehr für ihre IT-Sicherheit tun müssen. Also investieren sie", sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. Dehmel: "Cyberattacken werden immer professioneller und immer mehr Geräte sind untereinander vernetzt. Alles was eine IP-Adresse hat, kann potenziell angegriffen werden und muss geschützt werden."