- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Zunehmende Gefahr durch Identitätsmissbrauch


Report zu den Veränderungen der globalen Cyberkriminalität: Schwellenländer im Fokus von Identitätsdieben
210 Millionen Cyberattacken weltweit erkannt und gestoppt, Steigerungsrate von 62 Prozent im Jahresvergleich - Betrügerische Transaktionen im E-Commerce zehnmal risikoreicher als im Finanzdienstleistungssektor

- Anzeigen -





ThreatMetrix hat neue Daten erhoben und veröffentlicht, die deutliche Veränderungen im Bereich der Cyberkriminalität dokumentieren. Ein Schwerpunkt dieses Wandels liegt in der zunehmend globalen Verbreitung von entwendeten oder betrügerisch eingesetzten Identitäten. Insbesondere in Lateinamerika steigt die Zahl der Versuche mit illegitimen Absichten neue Accounts anzulegen stark an. Laut "ThreatMetrix Q1 2018 Cybercrime Report" wurde in dieser Region ein Viertel aller Kontoanmeldungen als betrügerisch zurückgewiesen.

Gestohlene beziehungsweise synthetisierte Identitäten werden dabei nicht nur eingesetzt, um Attacken im wachsenden E-Commerce-Markt Südamerikas durchzuführen, sondern finden auch Verwendung bei Angriffen auf die großen, weltweit aktiven Einzelhandelsunternehmen der USA. Eine weitere Vorgehensweise zur Ausnutzung gestohlener Identitäten in der Region LATAM ist es, diese für Tests auszunutzen, um neue Fake-Accounts zu erstellen, zu verifizieren und zu verkaufen.

Das Wachstum der globalen Cyberkriminalität wird vor allem durch die neuen Epizentren für betrügerische digitale Interaktionen in den Schwellenländern vorangetrieben, da die Attacken über die jeweiligen Grenzen hinaus auch umliegende Regionen einbeziehen. So zählt Brasilien als Ausgangspunkt für Cyberangriffe zu den fünf weltweit führenden Ländern, wobei die illegitimen Aktivitäten auf Ziele in Nachbarländern wie Argentinien und Kolumbien sowie auf die starken Wirtschaftsnationen USA und Großbritannien fokussiert sind. Ein anderer Vertreter in der Liste der fünf führend verantwortlichen Länder für Cyberattacken ist Vietnam mit Angriffszielen in Japan, Singapur und Australien.

Bei den Angriffsformen verzeichnen vor allem organisierte Bot-Attacken hohe Wachstumsraten. So wurden innerhalb des ThreatMetrix Digital Identity Networks im ersten Quartal 2018 allein eine Milliarde Angriffsversuche mittels Bots registriert. Diese Zunahme resultiert vor allem aus Angriffen, die ihren Ursprung in aufstrebenden Volkswirtschaften wie Ägypten, Südkorea, Ecuador, Ukraine und Vietnam haben.

"Milliarden von Online-Nutzern erzeugen riesige Datenmengen. Und leider wird es für Cyberkriminelle immer leichter, daraus Informationen zu stehlen, um sie überall auf der Welt profitabel einzusetzen", so Vanita Pandey, Vice President of Product Marketing and Strategy bei ThreatMetrix. "Mit den gestohlenen Identitäten halten sich Betrüger eine tarnende Maske vor, um neue Konten zu eröffnen, legitime Benutzerkonten zu übernehmen oder betrügerische Transaktionen durchzuführen. Um effektiv dagegen vorzugehen, müssen sich Unternehmen umfassende Informationen zu den Identitäten beschaffen, die Offline- und Online-Attribute zur Analyse einbeziehen. Nur so lässt sich feststellen, ob ein Nutzer wirklich der ist, für den er sich ausgibt."

Identitätsmissbrauch steigert das Risiko bei globalen E-Commerce-Transaktionen
Obwohl die Zahl der Einkäufe nach dem Weihnachtsgeschäft traditionell zurückgeht, war das Angriffsniveau im E-Commerce hoch. So wurden im ersten Quartal 2018 fast 150 Millionen Transaktionen als betrügerisch abgebrochen, was gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres einer Steigerungsrate von 88 Prozent entspricht. Ingesamt waren E-Commerce-Websites in diesem Zeitraum 820 Millionen Bot-Attacken ausgesetzt. Damit lag die Angriffsrate zehnmal höher als etwa bei Transaktionen im Finanzdienstleistungssektor.

Schwerpunktmäßig erfolgten diese Angriffe, um Identitäten zu missbrauchen oder illegitime Identitäten zu testen. Entsprechend nahmen die Zahlen betrügerischer Versuche zum Log-in oder zur Account-Erstellung im E-Commerce stetig zu. Bei der Übernahme legitimer Konten zielen Betrüger vor allem darauf ab, sensitive persönliche Zugangsdaten und Kreditkarteninformationen zu erhalten.

Die Zahl der betrügerischen Registrierungen vermeintlicher Neukunden stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um mehr als 30 Prozent. Häufig nutzen Betrüger die meist verhältnismäßig geringen Registrierungsanforderungen von E-Commerce-Anbietern, um damit gestohlene Identitäten zu testen. Sind diese Tests erfolgreich, werden die Daten oft für weitere Angriffe in anderen Branchen eingesetzt.

Prinzipiell befindet sich der Einzelhandel in einer prekären Situation. Auf der einen Seite bieten sich neue Einnahmequellen und Möglichkeiten zur Kundenbindung. Andererseits führt gerade das Ziel, Kunden ein einfaches und reibungsloses Nutzungserlebnis zu bieten, dazu, dass es für die stetig steigende Zahl an Cyberkriminellen leicht ist, Angriffe auszuführen oder gestohlene Kreditkarten in übernommenen Konten zu testen.

Zahlungsabwickler im Fadenkreuz
Der technologische Fortschritt und ein sich veränderndes Verbraucherverhalten forcieren Innovationen bei der Zahlungsabwicklung. Ziel dabei ist es, schnellere und bequemere Möglichkeiten zur Zahlung von Einkäufen anbieten zu können, um letztlich Bargeld überflüssig zu machen.

Das durch Bezahldienstleistungen generierte Transaktionsvolumen im ThreatMetrix Digital Identity Network ist von Quartal zu Quartal stetig gestiegen. Im letzten Quartal wurden dort 361 Millionen Transaktionen durch Zahlungsabwickler durchgeführt, wobei 43 Prozent von mobilen Geräten initiiert wurden. Ingesamt wurden bei diesen Transaktionen überdurchschnittliche Angriffsraten festgestellt, wobei insbesondere die Zahl der Attacken bei den über mobile Endgeräte durchgeführten Bezahlvorgängen zunimmt.

Mehr als 50 Prozent der Zahlungstransaktionen sind grenzüberschreitend, durchschnittlich 30 Prozent branchenübergreifend. Bei den grenzüberschreitenden Zahlungen liegt die Angriffsrate um rund 30 Prozent höher als bei den entsprechenden Inlandstransaktionen.

Weitere Highlights des Cybercrime Reports für das erste Quartal 2018
>> 210 Millionen Angriffe wurden in Echtzeit erkannt und gestoppt. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
>> Die Zahl der Attacken gegen Transaktionen nahm im Vergleich zum ersten Quartal 2016 um 83 Prozent zu.
>> 58 Prozent aller neuen Konten wurden über ein mobiles Endgerät angelegt. Die Zahl der Angriffe dabei ist gegenüber dem ersten Quartal 2017 um 150 Prozent gestiegen.
>> Im ersten Quartal 2018 wurde im Digital Identity Network die Rekordzahl von einer Milliarde Bot-Attacken verzeichnet, davon 100 Millionen von mobilen Geräten.
>> 51 Prozent der Transaktionen kamen von mobilen Endgeräten (55 Prozent bei Finanztransaktionen). Gegenüber dem 1. Quartal 2015 ist dies eine Steigerung um 200 Prozent.
(ThreatMetrix: ra)

eingetragen: 04.06.18
Newsletterlauf: 22.06.18

ThreatMetrix: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Zugang auf das Unternehmensnetzwerk

    Wenn der Preis stimmt, würden ein Drittel aller Mitarbeiter vertrauliche Unternehmemsinformationen ihres Arbeitgebers verkaufen. 25 Prozent wären für umgerechnet etwa 6.900 Euro hierzu bereit, andere würden sich bereits für kaum mehr als 130 Euro bestechen lassen - dies geht aus einer internationalen Befragung von Clearswift RUAG Cyber Security hervor. Sie basiert auf den Ergebnissen einer von Loudhouse unabhängig durchgeführten Umfrage zu Sicherheitspraktiken in Unternehmen bekannt. Bei Loudhouse handelt es sich um ein Technologie - und B2B - Forschungsunternehmen. Die Studie unter 4.000 Angestellten in Deutschland, Großbritannien, den USA und Australien ergab, dass 25 Prozent der Befragten bereit wären, solche Daten zu verkaufen und dadurch sowohl ihre Stelle als auch eine Verurteilung riskieren würden. Der Preis: umgerechnet etwa 6.900 Euro - so viel wie ein Familienurlaub in der Karibik oder nicht einmal drei durchschnittliche Monatsgehälter.

  • Großes Potenzial für Smart-Home-Anwendungen

    Licht und Heizung via Smartphone steuern, Haushaltsgeräte per Stimme bedienen oder die eigenen vier Wände mit intelligenten Überwachungssensoren sicherer machen: Jeder vierte Bundesbürger (26 Prozent) besitzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung. Verbreitet sind vor allem intelligente Beleuchtung (17 Prozent), Video-Überwachung (14 Prozent) und Sprachassistenten (13 Prozent). Parallel nimmt die Bekanntheit von vernetzter Haustechnik in der Breite der Bevölkerung zu: 7 von 10 Bundesbürgern (70 Prozent) haben bereits vom Begriff Smart Home gehört (2016: 61 Prozent). Davon können 7 von 10 (71 Prozent) beschreiben, was gemeint ist, 2016 waren es erst 53 Prozent.

  • Analysten geben Einblicke zur Cyber-Security

    Obwohl 95 Prozent der CIOs in den kommenden drei Jahren einen Anstieg an Cyber-Bedrohungen erwarten, haben derzeit nur 65 Prozent ihrer Unternehmen einen Cyber-Security Experten - zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Research- und Beratungsunternehmens Gartner. Die Umfrage zeigt auch, dass Unternehmen, die sich digitalisieren, nach wie vor mit der Suche nach qualifiziertem Personal zu kämpfen haben und dass der Mangel an geeigneten Fachkräften im Bereich der digitalen Security als einer der größten Innovationshemmer gilt.

  • Sicherheitsbudgets mit deutlicher Steigerung

    Malwarebytes veröffentlichte die Studie "White Hat, Black Hat und das Aufkommen von Gray Hat; Die tatsächlichen Kosten von Cyber-Kriminalität", die von Osterman Research durchgeführt wurde. Innerhalb der Studie wurden 900 führende IT-Entscheidungsträger und IT-Sicherheitsexperten in Australien, Deutschland, den USA, Großbritannien und Singapur zu den Auswirkungen der Cyberkriminalität auf ihre Geschäftsergebnisse befragt. Darüber hinaus wurden alle Aspekte der IT-Sicherheitskosten, von generellem Budget, Kosten zur Behebung von IT-Angriffen bis hin zu Aufwendungen von Mitarbeiter-Einstellung, -Rekrutierung und -Bindung untersucht.

  • Mehr als jeder Dritte nutzt Gruppenchat-Funktion

    Messenger sind nicht nur zum Nachrichten schreiben da, besonders beliebt ist auch die Telefon-Funktion der Apps. Jeder zweite Messenger-Nutzer (51 Prozent) nutzt die Anruffunktion der Apps auf seinem Smartphone. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, bei der 1.212 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt wurden, darunter 1.074 Nutzer von Messenger-Apps. "Immer mehr Apps rüsten die Telefonfunktion nach. Telefonate via Messenger sind für die Nutzer äußerst komfortabel - auch über Ländergrenzen hinweg und ohne Extrakosten, selbst wenn es um den halben Globus geht", sagt Linda van Rennings, Social-Media-Expertin beim Bitkom. "Insbesondere für Jüngere ist die App-Telefonie zur Standard-Funktion eines jeden Messengers geworden."