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Schutz privilegierter Konten: Alarmierende Mängel


PAM ist immer öfter Teil der Sicherheitspraxis, doch viele Unternehmen scheitern schon beim vollständigen Identifizieren von Privileged Accounts
Wenn Unternehmen von einer reaktiven in eine proaktive Sicherheitsstrategie übergehen, befinden sie sich fortan in der Phase fortschrittlicher PAM-Reife



Obwohl die meisten IT-Abteilungen die Bedeutung von Privileged Access Management (PAM) für die Unternehmenssicherheit längst erkannt haben, hinkt der Großteil bei der Umsetzung entsprechender PAM-Maßnahmen hinterher. So befinden sich 85 Prozent der Unternehmen noch in der Anfangsphase ihrer PAM-Reife, wie der aktuelle State of PAM Maturity Report 2019 von Thycotic nun offenbart. Dafür befragte Thycotic im letzten Quartal 2018 mehr als 450 Unternehmen auf der ganzen Welt und analysierte, wie effektiv und umfassend diese ihre privilegierten Konten und Accounts verwalten und absichern.

Zwar sehen mittlerweile fast vier von fünf Unternehmen (78 Prozent) den Schutz privilegierter Passwörter und Zugänge als Teil ihrer Sicherheitsstrategie, dennoch ist die Zahl der Unternehmen, die selbst grundlegende PAM-Maßnahmen nicht umsetzten, erschreckend hoch:

>> 55 Prozent der Unternehmen haben demnach keinen Überblick darüber, wie viele privilegierte Konten sie haben oder wo sich diese befinden.

>> Mehr als die Hälfte der privilegierten Konten in Unternehmen haben eine unbegrenzte Laufzeit und werden niemals in ihrer Gültigkeit überprüft.

>> Nur 18 Prozent der Unternehmen speichern alle privilegierten Konten konsequent in einem sicheren Passwort-Tresor oder Passwortmanager.

"Der Mangel an Transparenz darüber, wie viele ungeschützte privilegierte Konten in einem Unternehmen überhaupt existieren und wo sie sich befinden, stellt für Unternehmen ein enormes Sicherheitsrisiko dar", so Joseph Carson, Chief Security Scientist bei Thycotic. "Da privilegierte Konten wie lokale Admin- und Servicekonten überall im Netzwerk verteilt sind, ist es praktisch unmöglich, sie manuell zu entdecken und zu verwalten. Deshalb muss der erste Schritt sein, die Identifizierung der privilegierten Konten zu automatisieren, so dass man überhaupt erst mal einen Überblick darüber hat, was es zu schützen gilt und welche Sicherheitskontrollen benötigt werden."

Der Prozess vom "PAM-Anfänger" hin zum "PAM-Experten" umfasst vier Phasen:

>> Phase 1 - Analog:
Unternehmen, die sich in der analogen Phase der "PAM-Reife" befinden, sind besonders gefährdet, da sie, wenn überhaupt, ihre privilegierten Konten nur unzureichend schützen.

>> Phase 2 - Basis: Wenn Unternehmen von der analogen Phase in die Basis-Phase der PAM-Reife übergehen, setzen sie PAM-Sicherheitssoftware ein und beginnen damit, zeitaufwändige, manuelle Prozesse zu automatisieren.

>> Phase 3 - Fortgeschritten: Wenn Unternehmen von einer reaktiven in eine proaktive Sicherheitsstrategie übergehen, befinden sie sich fortan in der Phase fortschrittlicher PAM-Reife. Hier wird PAM zur Priorität innerhalb ihrer Cybersicherheitsstrategie.

>> Phase 4 - Adaptiv-Intelligent: In der Endphase der PAM-Reife optimieren Unternehmen das Konzept der kontinuierlichen Verbesserung, indem sie etwa künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen einsetzen, um Informationen zu sammeln und Systemregeln anzupassen.

"Der State of Privileged Access Management Maturity Report 2019 ist ein Weckruf für Unternehmen weltweit, ihren PAM-Status sofort kritisch zu überprüfen, um gefährliche und nachlässige Praktiken hinter sich zu lassen und ein PAM-Lebenszyklusmodell einzuführen, das sie wirklich schützt", so Joseph Carson."
(Thycotic: ra)

eingetragen: 05.04.19
Newsletterlauf: 03.05.19

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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

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    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

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    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.