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Gefahren durch Cyber-Kriminalität erkannt


Studie zeigt: Die Deutschen scheinen resigniert in Sachen IT-Sicherheit und Datendiebstahl
Deutsche sind gespalten hinsichtlich der Sinnhaftigkeit unabhängiger Sicherheits-Zertifizierungen

(12.08.15) – Die "Unisys Security Insights (USI)"-Studie zeigt: 77 Prozent der befragten Bürger sagen, dass es Kriminellen immer gelingen wird, persönliche Daten zu hacken, die von Unternehmen und Organisationen vorgehalten werden. Dennoch fordern nur 45 Prozent der Bürger die Einführung von Sicherheits-Zertifikaten für Unternehmen und Organisationen, die persönliche Daten speichern. Wenig Vertrauen in die Datensicherheit bei Banken und Telekommunikationsunternehmen: 78 Prozent der Befragten befürchten einen Datendiebstahl bei ihrem TK-Anbieter in den nächsten zwölf Monaten, 63 Prozent bei ihrer Bank.

Mehr als drei Viertel der Deutschen halten Datenklau durch Kriminelle für unvermeidbar. 77 Prozent der Befragten gaben dies in der Studie Unisys Security Insights (USI) an, einer weltweiten Befragung zu Sicherheitsbedenken in unterschiedlichen Lebensbereichen.

Je jünger die Menschen sind, desto höher ist dieser Wert: Unter den 18-34jährigen gehen 85 Prozent der Befragten davon aus, dass es Cyberkriminellen immer irgendwie gelingen wird, Daten zu entwenden. Dennoch nutzen laut anderer aktueller Studien rund 50 Prozent der deutschen Verbraucher Online-Shopping* und wickeln Bankgeschäfte per Internet* ab.

"Die Deutschen haben die Gefahren durch Cyber-Kriminalität offenbar erkannt, nehmen sie aber als 'allgemeines Risiko' hin, das mit der Internetnutzung und dem Teilen von Daten einhergeht. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass jüngere Menschen diese Bedrohung besser einschätzen können. Daraus können wir aber nicht zwingend schließen, dass sie zusätzliche Vorkehrungen für ihre Online-Sicherheit treffen oder sorgfältiger auswählen, welche Internetdienste sie nutzen", sagt Dr. Gerhard Knecht, Head of Global Security Services und Compliance im Bereich Enterprise Solutions bei Unisys.

Lesen Sie zum Thema "Compliance" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

Die Unisys Security Insights-Studie zeigt auch, dass weniger als die Hälfte der befragten Deutschen unabhängige Zertifizierungen durch Einrichtungen wie TÜV, Dekra oder ISO für Unternehmen und Organisationen, die persönliche Daten speichern, begrüßen. Im Gegensatz dazu hatten dies in einer Unisys-Studie aus dem Jahr 2012 noch 69 Prozent der Befragten gefordert. Bemerkenswert: Die Mehrheit der 18-24jährigen ist aktuell der Meinung, dass Unternehmen und Organisationen zertifiziert werden sollten. Auch dies impliziert, dass jüngere Menschen die Bedrohungen besser erkennen und deswegen glauben, dass Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollten.

"Der ständige Strom von Nachrichten über Hacker-Attacken und Datendiebstähle, wie zuletzt der Angriff auf den Deutschen Bundestag, hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass die Deutschen nicht mehr so recht an die Wirkung von unabhängigen Siegeln und Zertifikaten glauben, wenn es um IT-Sicherheit geht", sagt Knecht. "Es scheint, als haben die Deutschen akzeptiert, dass es extrem schwierig ist, eine völlige Sicherheit herzustellen."

Befragte sehen Telekommunikationsbranche als nächstes Ziel von Datendieben
Die Teilnehmer der in zwölf Ländern durchgeführten Unisys Security Insights-Studie wurden zudem gefragt, für wie wahrscheinlich sie es halten, dass persönliche Daten in sieben verschiedenen Branchen innerhalb der nächsten zwölf Monate ausgespäht werden. Abgefragt wurden die Einschätzungen bezüglich Fluggesellschaften, Banken und Finanzinstituten, Behörden, Gesundheitswesen, Handel, Telekommunikation und Versorgungsunternehmen.

Die Umfrage zeigt, dass das Vertrauen der Befragten in Telekommunikationsanbieter und Banken am geringsten ist: 78 Prozent der befragten Bundesbürger befürchten, dass sich Unbefugte in den nächsten zwölf Monaten Zugang zu persönlichen Daten bei ihrem Telekommunikationsanbieter verschaffen - und ganze 64 Prozent gehen von einem solchen Datenverlust bei ihrer Bank aus.

Diese Sicherheitsbedenken decken sich jedoch nicht ganz mit der tatsächlichen Bedrohung: Nur sieben Prozent der Befragten gaben an, dass bei ihrer Bank oder einem Handelsunternehmen tatsächlich schon einmal persönliche Daten entwendet wurden. (Unisys: ra)

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Meldungen: Studien

  • Verschlüsselungstrends in Deutschland

    nCipher Security, ein Unternehmen der Entrust Datacard und Anbieter von Lösungen zur Kontrolle geschäftskritischer Informationen und Anwendungen, stellte die Ergebnisse ihrer in Auftrag gegebene internationalen Studie "Global Encryption Trends Study 2019" vor. Das zentrale Ergebnis: Noch nie waren Anwendungen und sensible Informationen durch kryptografische Methoden so sicher geschützt wie heute. Das hohe Schutzniveau gelte auch dann, wenn Unternehmen Cloud-Technologien sowie das Internet der Dinge (IoT), die Blockchain und digitale Zahlungsmethoden nutzen, so die Studie. Da sich Datenschutzpannen in Unternehmen häufen, werden umfassende Strategien zur Verschlüsselung immer wichtiger. Laut der Studie verfügen im Jahr 2019 45 Prozent der Befragten über einen detaillierten Verschlüsselungsplan, der im gesamten Unternehmen einheitlich angewendet wird. Weitere 42 Prozent nutzen diesbezüglich Pläne oder Strategien, die auf bestimmte Anwendungen und Datentypen begrenzt sind.

  • Streng kontrollierter Zugriff

    Pulse Secure, Anbieterin von Softwarelösungen für die Zugriffskontrolle, untersucht in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "2019 State of Enterprise Secure Access" Cyberbedrohungen, Lücken in Sicherheitsstrategien und Sicherheitsinvestitionen - Herausforderungen, mit denen sich alle Unternehmen bei der Einführung eines Hybrid-IT-Modells befassen müssen. Bei der Umfrage unter Großunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA zeigte sich, dass der Zero-Trust-Ansatz aufgrund zunehmend gravierender Cyberangriffe immer beliebter wird. Der streng kontrollierte Zugriff auf Multicloud-Ressourcen, Anwendungen und sensible Daten soll für ununterbrochene Produktivität sorgen und das Geschäftsrisiko senken.

  • Bedrohungslage durch Hacker ernst

    Eine aktuelle Studie von NTT Security zeigt, dass europäische Unternehmen deutlichen Nachholbedarf beim Schutz vor Cyberbedrohungen haben: Mit einem Reifegrad der IT-Sicherheit* von 1,42 von fünf Punkten lagen sie 2018 unter dem generell niedrigen Wert von 1,45 im globalen Durchschnitt. Die Unterschiede besonders zwischen den Branchen sind groß, Vorreiter ist der Technologiesektor, während die Finanzindustrie hinterherhinkt. Safety first? Obwohl weltweit die Bedrohungslage durch Hacker immer weiter zunimmt, ist ein Großteil der Unternehmen in Europa nicht in der Lage, Systeme und Daten effektiv zu schützen. So schnitten europäische Firmen auf der Reifeskala IT-Sicherheit des aktuellen Global Threat Intelligence Report von NTT Security nur unterdurchschnittlich ab - und liegen deutlich hinter der Spitzenregion Naher Osten-Afrika, die im Durchschnitt einen Wert 1,77 erreichten.

  • Zentrale Komponente: Privileged Access Security

    Laut einer neuen Umfrage von CyberArk glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie. Der aktuelle "CyberArk Global Advanced Threat Landscape 2019 Report" hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

  • Umfrage: Security-as-a-Service boomt

    Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheits-Tools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren. 52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden.