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Identitätsdiebstahl ist Sorge Nummer Eins


Mehrheit der Deutschen befürwortet europäisches Datenschutznetzwerk zum Schutz vor internationaler Überwachung, aber nur eine Minderheit will dafür bezahlen
Für 30 Prozent der befragten Bürger ist Cyber-Security kein Thema

(13.06.14) - Der diesjährige Unisys Security Index (USI), eine weltweite Studie zu Sicherheitsbedenken in unterschiedlichen Lebensbereichen, ergibt: 64 Prozent der befragten Deutschen plädieren für das von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene europäische Datenschutznetzwerk als Maßnahme gegen die Überwachung durch internationale Geheimdienste. Allerdings würden lediglich 20 Prozent der Befragten für mehr Datensicherheit auf ihren Endgeräten einen monatlichen Beitrag zahlen.

Aktuellen Medienberichten zufolge schlägt die Bundesregierung gemeinsam mit Frankreich ein sogenanntes Europäisches Datenschutznetzwerk vor. Nach den Berichten über Spionageattacken auf europäische Bürger und Regierungsorgane durch amerikanische und britische Geheimdienste soll dieses Netzwerk insbesondere Internet- und mobile Daten vor der Ausspähung durch internationale Geheimdienste schützen. Die Ergebnisse des aktuellen Unisys Security Index verdeutlichen nun, dass Cyber-Sicherheit nach wie vor ein wichtiges Thema in Deutschland ist und Bürger um die Sicherheit ihrer Daten sehr besorgt sind.

Allerdings finden knapp ein Drittel der befragten Teilnehmer in Deutschland nicht (30 Prozent), dass das Thema Cyber-Sicherheit, unabhängig davon, ob diese dem Schutz vor Ausspähung durch Geheimdienste oder dem Schutz vor Datendiebstahl durch Kriminelle dient, für sie relevant ist. Sie fühlen sich als Privatperson nicht betroffen. Vielmehr sind sie der Meinung, dass Cyber-Security im Verantwortungsbereich von Unternehmen und Regierungsorganisationen liegt. "Diese Diskrepanz zeigt auf, dass Datenschutz durch übergeordnete Institutionen für die deutsche Bevölkerung selbstverständlich ist. Einen monatlichen Beitrag für die Sicherheit der Daten zu zahlen, kommt für sie daher auch nicht in Frage", konstatiert Dr. Gerhard Knecht, Head of Global Security Services bei Unisys.

Insgesamt sind die Ergebnisse des Unisys Security Index für Deutschland seit der letzten Erhebung im Frühjahr 2013 um sieben Punkte auf einen Wert von 146 gesunken. Das entspricht der Kategorie geringe Sicherheitsbedenken innerhalb des Security-Index. Die Untersuchung umfasst vier Bereiche: nationale, finanzielle, persönliche und Internet-Sicherheit, befragt werden Verbraucher aus zwölf Ländern zu einer Reihe an Sicherheitsbedenken.

Die Top Drei der Sicherheitsbedenken seit Jahren konstant
Die Sorge Nummer Eins der befragten Deutschen bleibt der Identitätsdiebstahl. 75 Prozent sind extrem bzw. sehr besorgt darüber, dass persönliche Daten missbraucht oder gestohlen werden. Auch die Angst vor einem möglichen Kreditkartenbetrug beschäftigt die Deutschen sehr: 63 Prozent haben hier hohe bzw. extrem hohe Bedenken, dass Daten ihrer Kreditkarte gestohlen werden. An dritter Stelle liegt das Thema Computersicherheit. 63 Prozent haben hohe bzw. extrem hohe Sicherheitsbedenken insbesondere im Hinblick auf Viren- und Spam-Angriffe.

Vorsicht bei Online-Banking und Online-Shopping trotz Mobility-Trend hoch
Obwohl disruptive Trends wie Bring Your Own Device (BYOD) und Mobility den Einsatz von mobilen Endgeräten sowohl im Privatbereich als auch im Arbeitsalltag vorantreiben, sind deutsche Verbraucher dennoch vorsichtig bei Anwendungen wie Online-Shopping und Banking. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) sind wegen der Sicherheit insbesondere beim Online-Banking besorgt, lediglich 15 Prozent hingegen äußerten keinerlei Bedenken.

"Die Mehrheit der deutschen Bürger ist nach wie vor sehr um die Sicherheit ihrer privaten Daten und Endgeräte besorgt. Sie befürwortet eine europäische Instanz zum Schutz vor internationaler Überwachung und Ausspähung", sagt Gerhard Knecht. "Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und vor allem auch Banken sind gefordert, das Sicherheitsniveau zu steigern und Verbrauchern damit das Vertrauen in den Datenschutz zurückzugeben. Das vorgeschlagene europäische Datenschutznetzwerk könnte ein Weg in die richtige Richtung sein."

Mobilität und Cloud Computing verlangen klare IT-Strategien
Ihren Teil zu mehr Sicherheit können auch Unternehmen beitragen: IT-Organisationen müssen ganzheitliche Sicherheitsstrategien entwickeln, die sowohl auf sicherheitsorientierte als auch geschäftliche Zielsetzungen des Unternehmens abgestimmt sind – und schärfen damit das Bewusstsein für Sicherheit im Allgemeinen. "Anhand von Monitoring-Tools können Sicherheitsbedrohungen frühzeitig erkannt und abgewendet werden. Insbesondere biometrische Authentifizierungsmethoden durch Stimme, digitale Signatur oder Gesichtserkennung können die Sicherheit für mobile Endgeräte noch weiter erhöhen", so Knecht abschließend. (Unisys: ra)

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Meldungen: Studien

  • Schwache Zugangsdaten und veraltete Software

    Avast hat herausgefunden, dass jeder sechste deutsche Haushalt durch Cyberangriffe verletzbar ist. Der "Avast Smart Home Report 2019" beinhaltet Daten von 16 Millionen Smart-Home-Netzwerken und zeigt, dass 46,3 Prozent dieser Netzwerke über fünf oder mehr vernetzte Endgeräte verfügen und 16,6 Prozent dieser Smart-Homes mindestens ein unsicheres Gerät beinhalten. Diese Zahlen zeigen, wie viele Haushalte durch ihre IoT-Geräte von Hacks bedroht sind, da eine einzige Schwachstelle bereits ausreichen kann.

  • Schutz geschäftskritischer Anwendungen

    Gemäß einer neuen Untersuchung von CyberArk räumen 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland dem Schutz von kritischen Applikationen wie ERP- und CRM-Systemen keine besondere Priorität ein. Sie werden in dem gleichen Maße gesichert wie auch weniger wichtige Daten, Applikationen oder Services. An der neuen CyberArk-Umfrage beteiligten sich 1.450 Business- und IT-Entscheider hauptsächlich aus westeuropäischen Ländern. Die Befragten erklärten, dass selbst die geringsten Ausfallzeiten bei geschäftskritischen Anwendungen zu massiven Störungen führen würden; in Deutschland vertraten 52 Prozent die Meinung, dass die Auswirkungen schwerwiegend sein würden.

  • Mehr Vertrauen in Cloud-Security

    Verantwortliche für IT-Sicherheit setzen vor allem auf die Konsolidierung der Anbieter in komplexen Sicherheitsumgebungen, einer engeren Zusammenarbeit zwischen Netzwerk- und Sicherheitsteams sowie Schulungen, um die Sicherheitslage des Unternehmens zu verbessern. Das zeigt die fünfte jährliche CISO Benchmark Studie von Cisco, in der mehr als 3.000 Security-Führungskräfte aus 18 Ländern befragt wurden. Demnach glauben zudem viele CISOs, dass die Migration in die Cloud den Schutz verbessern wird.

  • Spear Phishing-Angriffe entwickeln sich weiter

    83 Prozent der Spear-Phishing-Angriffe nutzen die Imitation von bekannten Unternehmen und häufig genutzten Business Applikationen, so das Ergebnis eines aktuellen Reports von Barracuda Networks. Neben der Marken-Imitation zählen zu den häufigsten Angriffstypen die Erpressung durch Sextortion sowie Business Email Compromise (BEC). Für die Untersuchung wurden über 360.000 Spear-Phishing-E-Mails in einem Zeitraum von drei Monaten ausgewertet.

  • 20 Prozent bemerken Anstieg von Cyberattacken

    Im Laufe der vergangenen 24 Monate hatte jedes zweite europäische Unternehmen (52,6 Prozent) aus den Bereichen Produktion und Supply Chain aufgrund eines Cybersicherheitsvorfalls negative Auswirkungen zu beklagen. Die häufigsten Schäden: Störung der Geschäftstätigkeit (28,1 Prozent), Probleme mit der Datenintegrität (17,5 Prozent) und Datenverlust (14,2 Prozent). Bei jedem fünften im Produktionsumfeld tätigen Unternehmen (20,2 Prozent) stieg die Anzahl festgestellter Cyberattacken innerhalb eines Jahres an - bei 45,3 Prozent blieb sie unverändert. Diese Ergebnisse gehen aus einer aktuellen Studie von Kaspersky Lab hervor.