- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Ein Jahr DSGVO: keinerlei Anlass zur Freude


DSGVO: Datenrisiko in Deutschland weiterhin hoch
Ein Fünftel der sensiblen Dateien ist für jeden Mitarbeiter zugänglich

- Anzeigen -





Im ersten Jahr nach Inkrafttreten der DSGVO hat sich das Datenrisiko in Deutschland nicht reduziert, sondern ist tendenziell noch gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Datenrisiko-Report der Security-Spezialistin Varonis Systems dem Risk Assessments bei rund 50 deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe – vom mittelständischen Hersteller bis hin zum international agierenden Healthcare/Biotech-Konzern – zugrunde liegen. Weltweit wurden insgesamt 700 Unternehmen aus rund 30 Branchen und mehr als 30 Ländern mit einem Datenvolumen von insgesamt 54,6 Petabytes analysiert.

In Deutschland sind zwar lediglich 0,63 Prozent der gespeicherten Dateien sensibler Natur (in Frankreich sind dies 4,22 Prozent, weltweit im Durchschnitt 1 Prozent), 19 Prozent davon sind jedoch sämtlichen Mitarbeitern zugänglich (Frankreich: 12 Prozent, weltweit: 17 Prozent). In deutschen Unternehmen unterliegen entsprechend durchschnittlich knapp 58.000 sensible Dateien keiner Zugriffsbegrenzung.

Hinzu kommt, dass 58 Prozent der gespeicherten Daten nicht mehr genutzt werden (stale data), was das Risiko für Verstöße gegen die DSGVO erhöht – und zu entsprechenden Strafen führen kann. Zum Vergleich: Weltweit liegt dieser Wert bei 53 Prozent, in Frankreich "nur" bei 48 Prozent. Besser sieht die Situation bei veralteten, nicht mehr benötigten, aber nicht deaktivierten Nutzerkonten aus: Zwar wird immerhin knapp ein Viertel der Nutzerkonten nicht mehr genutzt (23 Prozent), weltweit ist dieser Wert aber mehr doppelt so hoch (50 Prozent).

"Der Datenrisiko-Report basiert nicht auf Umfragen unter IT-Verantwortlichen, sondern auf echten, in Unternehmen gewonnenen Zahlen. Er zeigt damit auch keine gefühlten Wahrheiten, sondern die Situation so, wie sie tatsächlich ist", erklärt Thomas Ehrlich, Country Manager DACH von Varonis. "Und die tatsächliche Situation in Deutschland gibt leider keinerlei Anlass zur Freude. Die vagen Hoffnungen, dass sich durch die DSGVO die Datensicherheit nachhaltig verbessert, was ja eines der zentralen Ziele ist, haben sich bislang noch nicht erfüllt. Dennoch sind die Ergebnisse auch kein Grund, die Verordnung generell in Frage zu stellen oder zu resignieren: Wir sehen nach wie vor große Anstrengungen auf Seiten der Unternehmen, die Vorgaben umzusetzen. Nicht nur aus Angst vor Strafen, sondern weil sich – und das ist einer der größten Erfolge der DSGVO – das Bewusstsein für den Wert der Daten wesentlich verbessert hat." (Varonis: ra)

eingetragen: 31.05.19
Newsletterlauf: 27.06.19

Varonis Systems: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

  • VoIP besonders im Norden verbreitet

    Allen Unkenrufen zum Trotz - Telefonieren genießt in deutschen Unternehmen noch immer einen hohen Stellenwert. Doch es gibt, wie eine Studie zum Thema VoIP zeigt, bemerkenswerte Unterschiede - und zwar nicht nur in den verschiedenen Altersgruppen, sondern auch zwischen Ost und West. Durchgeführt wurde die Befragung im Sommer dieses Jahres vom Marktforschungsunternehmen Norstat im Auftrag des Berliner IP-Telefonie-Pioniers Snom. Abgedankt hat das klassische Tischtelefon noch lange nicht - ganz im Gegenteil: 80,3 Prozent der befragten Personen gaben an, ein stationäres Telefon am Arbeitsplatz zu haben - wobei der Prozentsatz in der jüngsten Altersgruppe, 20 bis 39, mit 84,75 Prozent am höchsten war. Bei den 40 bis 59-jährigen sank die Zahl auf circa 79 Prozent und bei den 60 bis 69-Jährigen sogar auf 75 Prozent.

  • Insider-Angriffe: Jedes 2. Unternehmen betroffen

    IDG Research Services hat für die aktuelle Studie "Endpoint Security Management 2019" 554 IT-Entscheider und -Spezialisten von Unternehmen in Deutschland befragt. Danach geht jedes zweite Unternehmen davon aus, dass aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter wichtige Daten gestohlen, sabotiert oder vorsätzlich gelöscht haben. Das weist auf grundlegende Lücken im Schutz von Daten und geistigem Eigentum hin. Unternehmen sollten daher auch verstärkt Data-Leak-Prevention-Lösungen (DLP) einsetzen. Federführend verantwortlich für die Endpoint-Sicherheit ist in 30 Prozent der Unternehmen der CIO, CDO oder IT-Vorstand. Ein CISO oder CSO wird nur von fünf Prozent genannt, jeweils zwölf Prozent nennen den CEO oder CTO / Technikvorstand. Bei zehn Prozent sind es die Administratoren, die die Verantwortung für die Endpoint-Sicherheit tragen. Attacken von und auf Endpoints werden dabei von den Experten gefürchtet und als große Herausforderung eingeschätzt. Doch das Wissen darum allein reicht nicht aus, es besteht großer Handlungsbedarf.

  • Sicherheitsvorfälle sind entscheidende Momente

    Eine neue Symantec-Studie empfiehlt Unternehmen Cyber-Security-Experten einzustellen, die bereits eigene Erfahrungen mit vermeidbaren Sicherheitsvorfällen gemacht haben. Die Studie zeigt, dass nachdem die Spezialisten solche Vorfälle bereits erlebt haben, sich das Verhalten dieser Mitarbeiter positiv verändert. Sie werden selbstbewusster und insgesamt aufmerksamer. Die Studie basiert auf einer Befragung von 3.045 Cyber-Security-Entscheidern aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Durchgeführt wurde sie von Dr. Chris Brauer, Director of Innovation bei Goldsmiths, University of London, und seinem Team im Auftrag von Symantec. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Ein überstandener Sicherheitsvorfall reduziert die künftige - gefühlte - Belastung am Arbeitsplatz der Security-Experten erheblich und erhöht gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Erfahrungen mit erfolgreichen Angriffen teilen, um dem gesamten Team diesen Erfahrungsschatz zugänglich zu machen.

  • Tipps für die Migration auf Windows 10

    Obwohl der reguläre Support für Windows 7 am 14. Januar 2020 endet, haben 59 Prozent der Unternehmen noch nicht alle Nutzer-Geräte auf Windows 10 migriert. 39 Prozent werden es auch nicht bis dahin schaffen. Das ergab eine Umfrage von Ivanti unter mehr als 500 IT-Professionals zu den Schwierigkeiten und Prioritäten bei der Migration auf Windows 10. Demnach konnten bislang nur 39 Prozent der Befragten sämtliche Nutzer auf Windows 10 umstellen. Von denjenigen, die derzeit noch dabei sind, haben 38 Prozent "fast" alle Geräte aktualisiert, wobei 23 Prozent dies wahrscheinlich bis zum Stichtag abschließen.

  • Studie: 2021 ist KI im Netzwerk unverzichtbar

    Die Automatisierung der Netzwerk-IT schreitet in den nächsten zwei Jahren rasant voran. Das zeigt der "2020 Global Networking Technology Report" von Cisco. Durch den explosionsartigen Anstieg von vernetzten Mobil- und IoT-Geräten, Anwendungen und Mikroservices werden moderne IT-Umgebungen zu komplex, um sie allein durch Menschen zu steuern. Laut Report gehen 98 Prozent der deutschen IT-Führungskräfte davon aus, in den nächsten zwei Jahren rein manuelle Netzwerk-Prozesse abzuschaffen. Grund dafür ist auch die digitale Transformation, die in deutschen Unternehmen immer schneller voranschreitet. 72 Prozent geben an, dass in ihren Unternehmen digitale Transformationsprojekte implementiert werden. Im weltweiten Vergleich sind es nur 62.