- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Datensicherheit im Internet


Studie: Nach dem Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica hat die Mehrheit der Deutschen das Gefühl, dass ihre Daten im Internet nicht sicher und sie über die Nutzung ihrer Daten kaum informiert sind
Die Sicherheit ihrer Daten hat für die Nutzer einen sehr hohen Stellenwert - Viele Nutzer haben jedoch bereits das Gefühl genug zu tun, um ihre Daten zu schützen, so die Umfrageergebnisse

- Anzeigen -





Das Sicherheitsgefühl der Deutschen bei der Nutzung von Online-Diensten im Internet ist gesunken. Nur 41 Prozent der Nutzer in Deutschland sind nach der medialen Aufbereitung des Facebook-Datenskandals der Meinung, dass ihre persönlichen Daten im Netz sicher sind. Vor dem Skandal im April dieses Jahres lag dieser Wert noch bei knapp der Hälfte (49 Prozent). Und auch die Informationslage wird in diesem Zuge schlecht eingeschätzt: Lediglich ein gutes Drittel der Bundesbürger geben an, sich gut über die Sicherheit ihrer Daten informiert zu fühlen. Das ergab eine Studie des Forschungsinstituts YouGov im Auftrag der Identitätsplattform Verimi. In der Studie wurden vor und nach dem Facebook-Skandal Einstellungen zur Datensicherheit erhoben.

Nutzer wünschen sich mehr Sicherheit, sehen aber Service-Provider in der Pflicht
Laut der zweiten Umfrage fühlen sich die Deutschen schlecht darüber informiert, wozu ihre Daten genutzt und wie sie verarbeitet werden: So stimmen 67 Prozent der Aussage zu, gar nicht zu wissen, was im Internet mit ihren persönlichen Daten passiert. Der großen Mehrheit (86 Prozent) ist es jedoch wichtig, zu wissen, welches Unternehmen Daten nutzt - und wofür. Zugleich sind zwei Drittel (67 Prozent) der Deutschen der Meinung, selbst genug für die Sicherheit ihrer Daten zu tun.

Auch auf die Frage, welche Konsequenzen sie ziehen würden, sollte sich ein Dienst als unsicher herausstellen, antworten 15 Prozent, sie würden den Dienst nicht weiter nutzen, 19 Prozent sie würden sich vom Dienst abmelden. Über die Hälfte würde den Dienst weiter nutzen. Insgesamt geben aber lediglich 44 Prozent an, sie würden in diesem Fall die Sicherheit ihrer Daten innerhalb des Dienstes erhöhen wollen.

"Der Facebook-Skandal hat das ohnehin hohe Bedürfnis der Deutschen nach Datensicherheit weiter verstärkt. In der Realität spielt aber Nutzerfreundlichkeit eine große Rolle", so die Einschätzung von Frieder Schmid, Senior Consultant Political Research, der die Befragung bei YouGov begleitete.

"Angesichts der jüngsten Datenskandale sind die Menschen in Deutschland sensibilisiert, wenn es um die Verwendung der persönlichen Daten geht. Die Datensicherheit für alle Nutzer wird sich aber nur dann erhöhen, wenn Dienstleister auch Lösungen anbieten, die sicher, aber eben zugleich einfach und leicht zu bedienen sind. Hier trägt die Wirtschaft die Verantwortung, den Nutzern die Kontrolle und den Schutz ihrer Daten so einfach zu machen wie möglich," so Dr. Jeannette von Ratibor, Geschäftsführerin von Verimi.

Datensicherheit ist wichtig, aber auch das Anmelden muss einfach sein
Die Umfrage zeigt: Die Deutschen nutzen viele unterschiedliche Profile, aber deutlich weniger Passwörter. Jeder zweite Deutsche besitzt mehr als zehn Nutzerprofile im Netz, vier von zehn Befragten nutzen für den Login aber lediglich bis zu fünf Passwörter insgesamt. Das heißt, dass nicht für jedes neue Nutzerkonto ein neues Passwort gewählt wird. Hinweis auf die Begründung liefern die Umfrageergebnisse: Ein Viertel aller Befragten ist mit der Vielzahl an Passwörtern überfordert. Sicherheit und Praxistauglichkeit nehmen einen hohen Stellenwert bei den Nutzern ein, wobei knapp zwei Drittel der Nutzer sowohl vor dem Skandal, als auch nach dem Skandal die Sicherheit im Netz als wichtiger erachten als geringe Aufwände in der Nutzung. Allerdings schätzen mehr als drei Viertel der Deutschen auch das schnelle Anmelden bei Online-Diensten mit wenigen Klicks.

Identitätsplattformen bieten Sicherheit und einen bequemen Zugang
Komfort und Sicherheit dürfen kein Widerspruch sein. Um sowohl mehr Sicherheit zu schaffen, als auch das Passwort-Wirrwarr zu beheben, ist Verimi gestartet. Als neue Identitäts- und Datenplattform verbindet Verimi einen zentralen sicheren Log-in (Single Sign-on) für Online-Dienste mit hohen Sicherheitsstandards. Nutzer können jederzeit einsehen, welcher Anbieter welche Daten nutzt - und wofür. Gleichzeitig bietet Verimi Unternehmen rechtsichere und datenschutzkonforme Datenverarbeitung. Zukünftig ermöglicht Verimi durch die Einbindung von Ausweisdokumenten auch digitale Behördengänge.

Über die YouGov-Studie
Vom 14. bis 19. März 2018 wurden in einer Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov n=1.000 Personen bevölkerungsrepräsentativ zu den Themen Passwort-Nutzung und Datensicherheit im Internet befragt. Kurz darauf wurde der Datenskandal rund um Facebook und Cambridge Analytica in den Medien diskutiert und löste eine öffentliche Debatte rund um die Datensicherheit im Internet aus. Vor diesem Hintergrund wurden dieselben Personen im Zeitraum vom 29. März bis 04. April 2018 nochmals kontaktiert, um einige der Fragen, die bereits im ersten Interview beantwortet wurden, nochmal zu beantworten. In der zweiten Erhebungswelle wurden n=843 Interviews durchgeführt.
(Verimi: ra)

eingetragen: 22.06.18
Newsletterlauf: 28.06.18

Verimi: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

  • Blockchain als IoT-Sicherheits-Tool

    Gemalto zeigt auf, dass nur rund die Hälfte (48 Prozent) aller Unternehmen in der Lage sind , eine Sicherheitsverletzung bei einem ihrer IoT-Geräte zu erkennen. Dies geschieht trotz eines verstärkten Fokus auf IoT-Sicherheit: >> Ausgaben für Schutz sind gestiegen (von 11 Prozent des IoT-Budgets im Jahr 2017 auf jetzt 13 Prozent); >> Fast alle Befragten (90 Prozent) sind der Ansicht, dass dies für Kunden eine wichtige Rolle spielt; >> Im Vergleich zum Vorjahr (4 Prozent) betrachten heute fast dreimal so viele Organisationen IoT-Sicherheit als moralische Verantwortung (14 Prozent).

  • Strengere Durchsetzung der Regulierungen

    Commvault gab die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage bekannt, die beim Data Protection World Forum 2018 in London durchgeführt wurde. Die Befragung ergab spannende Ergebnisse: Vier von fünf (80Prozent)der befragten Datenschutz- und IT-Experten sind der Ansicht, dass die Einhaltung von strengen Datenmanagement-Bestimmungen(wie der DSGVO) für ihr Unternehmen von langfristigem Nutzen sein wird. Allerdings hat momentan nur einer von fünf (20Prozent)Befragten volles Vertrauen in die Einhaltung der Gesetze zur Verwaltung personenbezogener Daten in ihrem Unternehmen.

  • Wettbewerbsvorteil von Cybersecurity

    Die Mehrheit der Geschäftsführer und Vorstände in Deutschland erkennt nach wie vor nicht den Wettbewerbsvorteil, den eine funktionierende Cybersicherheit ihrem Unternehmen verschaffen kann. Viele sehen in den Security-Teams zudem vor allem einen Kostenfaktor, wie eine vom PAM-Spezialisten Thycotic in Auftrag gegebene Studie* nun offenbart. Nur 15 Prozent der befragten IT-Sicherheitsentscheider sind demnach der Meinung, dass die Geschäftsführung sich der Bedeutung von sicherem Datenhandling beim Erzielen von Wettbewerbsvorteilen bewusst ist. Und das, obwohl in 58 Prozent der befragten Unternehmen der CIO einen Platz in der Geschäftsführung oder im Vorstand innehat.

  • Bieten DevSecOps mehr Sicherheit?

    Veracodes Bericht zum "State of Software Security" (SoSS) enthält viele Anzeichen dafür, dass DevSecOps mehr Sicherheit und Effizienz für Unternehmen bieten. Dafür besteht in Europa allerdings noch einiges an Nachholbedarf, da die meisten untersuchten Unternehmen in europäischen Ländern bei der Behebung von Schwachstellen in ihrer Software recht schlecht abschnitten. In jeder Branche haben Unternehmen mit einem massiven Volumen an offenen Schwachstellen zu kämpfen. Neue Maßnahmen dagegen zeigen aber bereits erste positive Entwicklungen. Dem Bericht zufolge wurden 69 Prozent der entdeckten Mängel bereinigt, ein Anstieg von fast 12 Prozent gegenüber dem vorherigen Bericht. Dies zeigt, dass Unternehmen immer leistungsfähiger werden, neu entdeckte Schwachstellen zu schließen, die von Hackern ausgenutzt werden könnten.

  • Anstieg File-basierter Angriffe

    Bromium hat in ihren neuen "Threat Findings" aktuelle Malware-Trends analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass Browser-basierte Attacken an Bedeutung verloren haben und File-basierte Angriffe klar dominieren. Bromium hat in ihren "Threat Findings" die im Jahr 2018 bei Kunden entdeckte Schadsoftware detailliert analysiert - und zwar diejenige, die von klassischen Sicherheitslösungen wie Antiviren-Software, Webfilter-Programmen oder Firewalls nicht erkannt wurde.