- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

IT-Security & sehr komplexe IT-Architekturen


Studie: Eklatante Abstimmungsprobleme bei der IT-Sicherheit weltweit
Deutsche Ergebnisse entsprechen nicht dem weltweiten Trend - VMware CEO fordert umfassende IT-Sicherheitsarchitektur

- Anzeigen -





Pat Gelsinger, CEO von VMware, hat eine weltweite Studie von The Economist vorgestellt, die die fehlende Abstimmung zwischen der Geschäftsführung und den IT-Verantwortlichen sowohl weltweit als auch in Deutschland aufzeigt. Laut der Studie bestehen gravierende Unterschiede bei der Abstimmung zwischen den Verantwortlichen in der Geschäftsführung und in der IT bezüglich Cyber-Sicherheit, Abwehrbereitschaft und Reaktionsfähigkeit bei unmittelbar bevorstehenden Attacken.

Die EIU-Studie kam insbesondere zu folgenden Ergebnissen:

IT-Sicherheitsverantwortliche weltweit sehen die Internetsicherheit als oberste Unternehmenspriorität an. Diese Ansicht teilen jedoch nur fünf Prozent der globalen Verantwortlichen in der Geschäftsführung. In Deutschland hingegen ist die Kluft zwischen Führungskräften und IT-Entscheidern nicht so gravierend. Immerhin 11 Prozent der Business-Verantwortlichen sehen IT-Security als oberste Priorität ein.

Über 30 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen weltweit erwarten einen großen, erfolgreichen Angriff innerhalb von 90 Tagen, während nur 12 Prozent der Führungskräfte aus der Geschäftsleitung diese Meinung teilen. In Deutschland sind nur 16 Prozent der Führungskräfte und 17 Prozent der IT-Leiter der Meinung, dass ein erfolgreicher Angriff auf die IT innerhalb der nächsten drei Monate stattfindet.

Geschäftsführung und IT-Sicherheitsverantwortliche sind sich nicht einig, welche Unternehmenswerte am dringendsten geschützt werden müssen: Führungskräfte aus der Geschäftsleitung konzentrierten sich auf strategische Werte wie den Ruf des Unternehmens. IT-Sicherheitsverantwortliche verfolgen hingegen einen taktischen Ansatz, der sich auf den Schutz von Daten und Anwendungen fokussiert. Auch in Deutschland unterscheiden sich die Ansichten, welche Unternehmenswerte am dringendsten geschützt werden müssen. Führungskräfte aus der Geschäftsführung setzen den Schutz der Daten an erste Stelle, die IT hingegen die interne Unternehmenskommunikation.

Die Erwartungen bezüglich des Sicherheitsetats unterscheiden sich bei Business- und IT-Verantwortlichen auf globaler Ebene deutlich. Fast 30 Prozent der IT-Verantwortlichen erwarten in den kommenden zwei Jahren eine deutliche Erhöhung des Sicherheitsetats. Im Gegensatz dazu prognostizieren weniger als 10 Prozent der Unternehmenslenker einen deutlichen Anstieg beim Budget, obwohl sie der Meinung sind, dass eine "unterfinanzierte IT-Sicherheit" für ihr Unternehmen das drittgrößte Risiko bzw. die drittgrößte Schwachstelle darstellt. In Deutschland hingegen planen immerhin 18 Prozent der Business-Verantwortlichen, das IT-Budget um mehr als 25 Prozent zu erhöhen, wodurch Deutschland im europäischen Vergleich den zweiten Platz hinter den Niederlanden einnimmt.

In einem wichtigen Bereich sind sich jedoch die Geschäftsleitung und IT-Verantwortlichen weltweit und Deutschland einig: Die Bedrohung durch das Unbekannte bereitet ihnen Sorgen. Kritische Bedrohungen, die von beiden Gruppen benannt wurden, gehen von Ressourcen und Daten aus, die aktuell und womöglich ohne Kenntnis in der Cloud gespeichert sind. Sorgen bestehen auch bezüglich sich schnell durch das Internet bewegender, unbekannter Bedrohungen sowie unbekannter Nutzer und Geräte, die auf die Netzwerke und Systeme des Unternehmens zugreifen können.

Laut VMware CEO Pat Gelsinger ist das derzeit bedeutendste Hindernis für die IT-Sicherheit die hochkomplexe IT-Architektur. Diese verhindert, dass IT-Sicherheitsteams bei ihrer eigentlichen Aufgabe – dem Schutz von Anwendungen und Daten – erfolgreich sind. Durch die Einführung eines gemeinsamen Rahmenwerks können Unternehmen ihre Sicherheitsanforderungen mit innovativen Sicherheitslösungen verbinden, die sowohl das Rechenzentrum als auch die Cloud miteinbeziehen. Virtualisierung schafft die Basis für eine umfassende Architektur, mit deren Hilfe IT-Sicherheit und technologische Infrastrukturen miteinander integriert werden können. Die Virtualisierung ist ein Layer zwischen der physischen Infrastruktur und den Anwendungen. Damit ist sie perfekt positioniert, um die Endpunkt- und Netzwerkspezifischen Kontrollen auf die zu schützenden Anwendungen abzustimmen. Virtualisierung ist zu einem weitverbreiteten Layer in der Infrastruktur geworden, der Server, Netzwerke und Speicher abdeckt und Private wie Public Cloud-Umgebungen umfasst.

"In der IT-Sicherheitsbranche gibt es derzeit einen enormen Innovationsschub. Erforderlich ist jetzt ein ordnender Rahmen – eine echte Architektur, an der sich alle wichtigen Akteure orientieren können, sodass die IT-Sicherheit Teil der Architektur wird", sagte Pat Gelsinger, CEO von VMware. "Wenn wir die Dynamik der Bereitstellung vertrauenswürdiger IT-Services in einer verwundbaren Infrastruktur ändern, eröffnen sich für die IT-Sicherheit neue Wege."

Hintergrund der EIU-Studie:
Januar bis Februar 2016 befragte EIU mit Unterstützung von VMware 1.100 Führungskräfte zu den Datensicherheitsmethoden in ihren Unternehmen. Aus den Teilnehmern der Befragung wurden zwei Untergruppen gebildet, um die Ansichten des Managements und der leitenden IT-Sicherheitsverantwortlichen im Unternehmen insgesamt und innerhalb der Sicherheitsabteilungen darzustellen. Die Untergruppe der Führungskräfte im Bereich Business bestand aus 282 Teilnehmern, darunter CEOs, CFOs, COOs, Chief Sales Officers, Chief Strategy Officers und Managing Directors. Die Untergruppe der leitenden IT-Sicherheitsverantwortlichen bestand aus 272 Teilnehmern, darunter CIOs, Chief Security Officers und Chief Data Officers. Die Umfrageergebnisse beruhen auf den Aussagen von Unternehmen mit Umsätzen zwischen 500 Millionen und 10 Milliarden US-Dollar und gleichmäßig verteilten Standorten in Nord- und Südamerika, der asiatisch-pazifischen Region sowie 16 europäischen Ländern. Die teilnehmenden Unternehmen kamen aus 20 Branchen, wobei keine Branche einen Anteil von mehr als 14 Prozent hatte.
(VMware: ra)

eingetragen: 20.04.16
Home & Newsletterlauf: 11.05.16


VMware: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Vermehrt politisch motivierte Angriffe

    Deutschland ist europaweit der größte Gefahrenherd im Cyberspace - das zeigt ein Blick auf die deutschlandspezifischen Ergebnisse des "Internet Security Threat Reports" (ISTR), den Symantec gerade veröffentlicht hat. Damit befindet sich Deutschland auf Rang fünf im globalen Threat-Ranking. Gegenüber 2015 ist das sowohl im europäischen als auch im weltweiten Vergleich ein Sprung um drei Plätze. Global gesehen kommen 3,35 Prozent der Cyberangriffe, worunter Malware, Phishing Hosts, Bots sowie Netzwerk- und Webattacken fallen, aus Deutschland. Besonders bei Phishing, Webangriffen und Malware stammt die Quelle der Bedrohungen häufig aus Deutschland. Das hat die Untersuchung von Symantec jetzt herausgestellt. So ist Deutschland die zweitgrößte Quelle für Phishing, die drittgrößte Quelle für Webattacken und der fünftgrößte Ausgangspunkt für Webattacken weltweit. Prozentual am häufigsten sind dabei Großunternehmen mit mehr als 2500 Mitarbeitern betroffen - dort enthielt eine von fünfzig E-Mails Malware.

  • Windows-Betriebssysteme auf PCs ungepatcht

    Ein Report von Flexera Software unterstreicht die anhaltende Gefährlichkeit von Ransomware-Attacke wie WannaCry für Unternehmen und private PC-User: Während die Bedrohungen durch ungepatchte Vulnerabilities kontinuierlich wächst, lässt das Patch-Verhalten der Anwender deutlich nach. Das ist das Ergebnis des "Country Reports" von SecuniaResearch@Flexera für das erste Quartal 2017. Nach dem Sicherheitsreport ist die Zahl von Vulnerabilities in PC-Betriebssystemen in Deutschland gestiegen. Gleichzeitig sind die Anwender nachlässiger beim Patchen von Anwendungen geworden.

  • Ransomware-Angriffe immer populärer

    Cyberspionage ist in den Bereichen verarbeitende Industrie, öffentliche Hand und Bildung aktuell die verbreitetste Angriffsform. Zu diesem Ergebnis kommt der "Data Breach Investigations Report" (DBIR) 2017 von Verizon. Dies ist zum großen Teil auf verbreitete kommerzielle Forschung, Prototypenentwicklung und vertrauliche persönliche Daten zurückzuführen, die bei Cyberkriminellen besonders hoch im Kurs stehen. Nahezu 2.000 Datenverletzungen wurden im Rahmen des diesjährigen Berichts analysiert, über 300 davon standen im Zusammenhang mit Spionage, die in vielen Fällen als Phishing-E-Mail ihren Anfang nahm.

  • Wearables & Fitness-Apps: Daten außer Kontrolle

    Wearables und Fitness-Apps zeigen Mängel beim Datenschutz: Das ergibt eine Untersuchung des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale NRW. Die Verbraucherschützer haben zwölf Wearables und 24 Fitness-Apps näher untersucht. Die Mehrzahl dieser Apps sendet - wenig datensparsam - zahlreiche Informationen, wie Gesundheitsdaten, an Anbieter. Nach Ansicht der Marktwächterexperten informiert kaum einer der geprüften Anbieter Verbraucher in seinen Datenschutzerklärungen ausreichend über die genaue Verwendung dieser Daten. Die Verbraucherschützer haben neun Anbieter wegen verschiedener Verstöße abgemahnt. Fitnessarmbänder und Smartwatches sowie Fitness-Apps zählen längst nicht bloß die Schritte ihrer Nutzer: Die Alltagsbegleiter sammeln Daten wie etwa den Puls und Kalorienverbrauch ihrer Träger oder wie lange und wie gut diese schlafen.

  • Digitale Erpressung nachgeben

    Eine von 131 E-Mails enthielt bösartige Links oder Anhänge - höchster Wert der letzten fünf Jahre. In Deutschland ist sogar 1 von 94 E-Mails betroffen. Ransomware um 36 Prozent gestiegen, meiste Opfer in den USA - dort bezahlen 64 Prozent der Betroffenen die Lösegeldforderung. In Deutschland sind es nur 16 Prozent. CIOs haben keinen Überblick, wie viele Cloud-basierte Programme im Unternehmen verwendet werden - bei Befragung geben die meisten nicht mehr als 40 an, in der Realität sind es beinahe 1.000. Cyberkriminelle haben 2016 mit ihren Aktivitäten eine neue Dimension erreicht. Außergewöhnliche Angriffe wie millionenschwere virtuelle Banküberfälle oder die offenkundig staatlich-induzierten Versuche, den US-Wahlkampf zu beeinflussen, stechen besonders hervor. Das zeigt die 22. Auflage des Internet Security Threat Report (ISTR) von Symantec (NASDAQ: SYMC). Der jährlich erscheinende Bericht bietet einen umfassenden Überblick über die weltweite Bedrohungslandschaft. Er gibt zudem ausführliche Einblicke in globale Angriffsaktivitäten, Trends im Bereich Cyberkriminalität und die Motivation der Angreifer.