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Unternehmen als Zielscheibe für Cyberkriminelle


Neue Betrugsmaschen: "CEO-Fraud", "Fake President" oder "Mandate-Fraud"
Beste Schutzmaßnahme – wie bei den meisten Betrugsangriffen über das Internet: "Firewall und Menschenverstand"

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"Streng vertraulich" steht in der Mail des "Chefs" an den Mitarbeiter aus der Buchhaltung. Er solle einen fünfstelligen Betrag auf das Konto XY für eine anstehende Firmenübernahme überweisen. Der arglose Mitarbeiter folgt den Anweisungen und schon ist der finanzielle Schaden entstanden.

So schnell könnte es gehen. Unternehmen stehen zunehmend im Visier von Cyberkriminellen. Die Strategien sind vielfältig, aber bevor ein Mitarbeiter ins Blickfeld der Kriminellen rückt, wird die Firma über das Internet auf allen denkbaren Kanälen ausspioniert. Im Anschluss wird ein Mitarbeiter derart geschickt manipuliert, dass er entweder arglos vertrauliche Daten des Unternehmens preisgibt oder Zahlungen an Fremdkonten anweist. Diese neuen Betrugsmaschen werden auch "CEO-Fraud", "Fake President" oder "Mandate-Fraud" genannt.

Grundsätzlich gilt auch hier als beste Schutzmaßnahme – wie bei den meisten Betrugsangriffen über das Internet: "Firewall und Menschenverstand". Sichern Sie Ihre Systeme: Implementieren Sie Firewalls, Antivirensoftware, Updates und ändern Sie Startpasswörter, auch auf der Telefonanlage sowie auf allen mit dem Internet verbundenen Systemen. Appellieren Sie an die Aufmerksamkeit Ihrer Mitarbeiter: Jeder ungewöhnliche Sachverhalt sollte mit gesundem Menschenverstand betrachtet werden. Neben der erhöhten Aufmerksamkeit ist eine offene Unternehmenskultur der beste Schutz für Ihr Unternehmen. Lassen Sie bei ungewöhnlichen Geschäftsvorfällen Rückfragen bis in die Führungsebene zu.

Mit diesen weiteren Tipps schützen Sie Ihr Unternehmen:

>> Prüfen Sie risikobehaftete Prozesse wie Zahlungseingaben und -freigaben oder Stammdatenänderungen etwa bei Kontoverbindungen oder Versandadressen.

>> Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im bewussten Umgang mit den Social-Media-Netzwerken. Kontaktanfragen von Unbekannten sollten nicht leichtfertig akzeptiert werden. Veröffentlichte Daten müssen darauf geprüft werden, ob sie nicht gegen den Mitarbeiter selbst verwendet werden können.

>> Besondere Vorsicht gilt für den E-Mail-Verkehr: Passen Absender und E-Mail-Adresse zusammen? Ist der Inhalt der E-Mail grundsätzlich plausibel? >> Passen die Links und Bilder in der E-Mail zum Absender?

>> Vergeben Sie Nutzerrechte nur in dem Umfang, wie sie zur Erledigung der jeweiligen Aufgaben benötigt werden. Bei Autorisierungsrechten sollte nach dem Vier-Augen-Prinzip vorgegangen werden. Vermeiden Sie, wenn möglich, Einzelvollmachten.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen und Ihre Mitarbeiter regelmäßig für das Thema Cyberkriminalität sensibilisieren, reduzieren Sie das Risiko eines erfolgreichen Angriffs deutlich. Bemerken Sie dennoch, dass Sie das Opfer von Cyberkriminellen geworden sind, wenden Sie sich umgehend an Ihr Kreditinstitut. Die neue Broschüre "Zielscheibe Unternehmen: Cyberkriminalität" fasst die wichtigsten Informationen und Tipps zusammen und kann kostenfrei beim Bankenverband heruntergeladen oder bestellt werden.
(Bankenverband: ra)

eingetragen: 17.06.17
Home & Newsletterlauf: 30.06.17


Bundesverband deutsche Banken: Steckbrief

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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Besonders leichte Beute für Hacker

    Nachdem zwei große Ransomware-Angriffe über den Globus gefegt sind und zahlreiche große Organisationen davon betroffen waren, haben viele Unternehmen begonnen, ihre Cyber-Sicherheitspolitik zu überdenken. Doch viele kleine Unternehmen sind immer noch ungeschützt - und sie könnten jederzeit Ziel eines Ransomware-Angriffs werden, da solche Angriffe in Intensität und Raffinesse zunehmen werden. "Kleine Unternehmer und CEOs sollten sich darauf konzentrieren, eine Denkweise in ihrem Unternehmen zu pflegen, die - anstatt die Menschen ohne Grund zu verschrecken - die Kultur der Cybersicherheit und einen vorsichtigen Ansatz für alle Online-Aktivitäten aufbaut", sagte Marty P. Kamden, CMO von NordVPN. "Eine Organisation vor Cyberattacken zu schützen, bedeutet eine vollständige Zusammenarbeit aller Mitarbeiter - und jeder muss die Do's und Don'ts des Online-Verhaltens kennen."

  • Natürliche Personen können haftbar gemacht werden

    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ist bereits seit dem 24. Mai 2016 beschlossene Sache - die Schonfrist läuft allerdings am 25. Mai 2018 ab. Zu diesem Stichtag gilt für alle Unternehmen verbindlich die neue Rechtslage. Grund genug, sich mit dem Thema jetzt genau auseinanderzusetzen und die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, bevor zeitliche Engpässe für die Umsetzung entstehen. G Data stellt hierzu ein Whitepaper bereit und zählt fünf Änderungen auf, die für Unternehmer von entscheidender Bedeutung sind.

  • Datenkraken greifen immer hemmungsloser zu

    Die ausufernde Datenschnüffelei lässt viele Menschen kalt. Zu Unrecht. Die Brabbler AG erläutert fünf Gründe, warum auch in der digitalen Welt absolut jeder rechtschaffene Bürger etwas zu verbergen hat. Die Datenkraken greifen immer hemmungsloser zu. Sie zeichnen die Spuren der User in der digitalen Welt umfänglich auf, verknüpfen sie miteinander und erstellen umfassende Profile. Dabei ist die Schnüffelei längst nicht mehr auf PCs, Tablets oder Smartphones beschränkt; Connected Cars und Sprachassistenten sorgen dafür, dass Datensammler mittlerweile Gespräche im Auto oder in den eigenen vier Wänden abhören können. Vielen Menschen ist das gar nicht bewusst; und diejenigen, die es wissen oder zumindest ahnen, juckt es oft nicht groß. Sie hätten ja schließlich nichts zu verbergen und deshalb auch nichts zu befürchten. Die Brabbler AG, die sich für den Schutz der Privatsphäre im Internet einsetzt, zeigt, dass das ein Irrtum ist. Sie erläutert, welche Folgen die Datenspionage für ganz normale Bürger haben kann.

  • Schwerpunkt auf Spear-Phishing legen

    Trustwave warnt vor Malware-Angriffen, die so geschickt getarnt sind, dass geschädigte Unternehmen diese Angriffe gar nicht oder sehr spät erkennen - nämlich dann, wenn es bereits zu spät ist und wertvolle Unternehmensdaten bereits gestohlen wurden. Diese oft als Fileless Malware bezeichnete Schadsoftware wird von Cyberkriminellen immer öfter eingesetzt und lässt sich mit herkömmlichen Sicherheitslösungen im Regelfall nicht erkennen. Trustwave gibt Tipps, wie man diese Art von Angriffen unterbinden kann. Fileless Malware, im Deutschen oft als "Dateilose Malware" bezeichnet, ist kein neues Phänomen, erfreut sich aber laut aktuellen Untersuchungen von Trustwave zunehmender Beliebtheit bei Cyberkriminellen.

  • Industriestandards für den Datenschutz

    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ist seit längerem in aller Munde. Sie zielt darauf ab, den Datenschutz innerhalb der EU zu stärken und regelt auch den Transfer von Daten über die EU hinaus. Wenn sie am 18. Mai 2018 in Kraft tritt und von den Behörden durchgesetzt werden kann, hat sie Auswirkungen für jedes Unternehmen, das Daten in irgendeiner Weise in der EU verarbeitet. Tenable Network Security stellt im ersten Teil ihrer Serie zur Datenschutz-Grundverordnung drei essentielle Schritte vor, um die sicherheitstechnischen Herausforderungen der EU-DSGVO zu bewältigen.