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E-Mail ein Einfallstor für Ransomware


Sollte die Möglichkeit bestehen, dass schadhafte E-Mails es ins Netzwerk schaffen, sollte sichergestellt sein, dass auf jedem Endgerät aktuelle Viren- und Malware-Schutz-Software installiert
Die Unternehmens-IT sollte sich unbedingt die Zeit dafür nehmen, sich einen Überblick über die vorhandene Umgebung für E-Mail-Sicherheit zu verschaffen

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Die E-Mail ist ein wichtigstes Einfallstor für Ransomware und bösartige Trojaner. Typisch sind sorgfältig gestaltete E-Mails mit einer schädlichen URL, die den Empfänger auf eine gefälschte Website mit einem bösartigen Download- oder Webformular leitet. Oder es werden E-Mails mit einem schädlichen Anhang versendet, der nach dem Öffnen Malware herunterlädt, die den Rechner mit einem Botnet verbindet, Dateien verschlüsselt oder eine Falltür installiert. IT-Verantwortliche sollten regelmäßig ihre E-Mailsicherheit prüfen und folgende Punkte beachten:

1. Gateway für E-Mail­-Sicherheit
Wirksamen Schutz bietet E-Mailsicherheitssoftware mit Sandboxing-Funktion. Diese scannt die Anhänge und sämtliche versandten URLs aller eingehenden E-Mails in Echtzeit. Verdächtige E-Mails oder Anhänge werden in einer geschützten Umgebung untersucht und den Empfängern nur zur Verfügung gestellt, wenn diese sich als harmlos erwiesen hat.

2. Viren- und Malware-Schutz auf Endgeräten
Sollte die Möglichkeit bestehen, dass schadhafte E-Mails es ins Netzwerk schaffen, sollte sichergestellt sein, dass auf jedem Endgerät aktuelle Viren- und Malwareschutz-Software installiert. E-Mails, die nicht automatisch in den Spam-Ordner verschoben wurden, können auf Grund der Filtereinstellungen dennoch als Spam gekennzeichnet werden und schadhafte Anhänge automatisch gelöscht werden, bevor die Benutzer diese öffnen kann.

3. Software laufend aktualisieren
Egal ob Betriebssystem, Sicherheitssoftware oder häufig genutzte Anwendungen: Eine Komponente von wirkungsvollem Schwachstellen-Management ist die laufende Aktualisierung sämtlicher Software und zwar unmittelbar nach Bereitstellung der Patches oder Updates. Hilfreich ist Netzwerkverwaltungssoftware, die eine zentrale Übersicht für Updates und Patches der gesamten betriebenen Software bietet und die Verwaltung damit vereinfacht.

4. Anwender sensibilisieren
Auch die Benutzer sollten auf die potentiellen Gefahren, die E-Mails mit sich bringen können, aufmerksam gemacht werden. Es ist gute Praxis, die Benutzer fortlaufend daran zu erinnern, niemals sensible Informationen herauszugeben, dubiose Anhänge zu öffnen oder Links in verdächtigen E-Mails anzuklicken. Für die Weiterentwicklung der Sicherheitsstrategie kann es auch sinnvoll, dass Wissen der der Anwender zu überprüfen.

Die nachstehenden Fragen können dabei helfen, zu ermitteln, welche Lücken gegebenenfalls noch über Software geschlossen werden können oder welche Prozesse noch erarbeitet werden müssen:
>> Sind die Benutzer mit E-Mail-Sicherheitsprozessen sowie -verfahren vertraut und wissen, wie sie Spam melden oder eine schwarze Liste verwenden können?
>> Sind die Nutzer in der Lage, verdächtige E-Mails zu erkennen? Wissen sie, worauf sie achten müssen, um festzustellen, ob eine E-Mail bösartige Elemente enthält?
>> Ist ihnen klar, welche Vorsichtsmaßnahmen sie ergreifen sollten, wenn sie sich bezüglich einer E-Mail unsicher sind?
>> Wissen sie über die neuesten E-Mail-Tricks und -Bedrohungen Bescheid?

Anhand dieses Beurteilungsverfahrens kann ein Maßnahmenplan erstellt werden, mit dem die aufgedeckten Lücken geschlossen und potenzielle Schwachstellen beseitigt werden können. Beispielsweise könnte für den letztgenannten Punkt in der Fragenliste ein Intranet-Newsfeed oder eine Warnung per E-Mail an alle Benutzer eine geeignete Lösungsmaßnahme sein. Dieser Informationskanal kann ganz einfach automatisch über entsprechende Softwarefunktionen aktualisiert werden.

5. Notfallwiederherstellung
Das implementierte E-Mail- und Back-up-System sollte von Zeit zu Zeit einer gründlichen Evaluation unterzogen werden. Wie gut verkraftet die Infrastruktur den Worst Case? Ist die bestehende Sicherheitsinfrastruktur in der Lage, den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden? Ist es im Notfall möglich, Nachrichten und Archive für alle Benutzer zu retten? Und wie lange dauert es, bei Eintreten des Notfalls, alles wiederherzustellen?

Cyber-Kriminelle fahren ständig neue Geschütze auf und greifen Unternehmen jeder Größe an, sodass fortschrittliche Bedrohungserkennungs-, Vorfilterungs-, nach außen gerichtete Schutz-, DoS-Schutz- sowie Verschlüsselungsfunktionen mittlerweile unerlässlich sind, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Unternehmens-IT sollte sich unbedingt die Zeit dafür nehmen, sich einen Überblick über die vorhandene Umgebung für E-Mail-Sicherheit zu verschaffen. (Barracuda Networks: ra)

eingetragen: 18.04.17
Home & Newsletterlauf: 27.04.17


Barracuda Networks: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Woher kommt die Verschlüsselungsmüdigkeit?

    Obwohl viele Unternehmen Verschlüsselung für wichtig halten, wird die Technologie nur von einem Bruchteil genutzt. Es gibt einige nachvollziehbare Hindernisse, aber auch eine Reihe sich hartnäckig haltender Mythen rund um die Usability und die Praxistauglichkeit. Anlässlich des Updates ihres Outlook-Verschlüsselungs-Add-Ins "gpg4o 5.1" hat der Lösungsanbieter Giegerich & Partner die gängigsten Argumente einem Plausibilitäts-Check unterzogen. Es ist keine Überraschung: Die Digitalisierung des Geschäftsalltags nimmt zu, wie der DsiN-Sicherheitsmonitor 2016 in seinen Statistiken zeigt. Gleichzeitig sagen rund 60 Prozent der befragten Unternehmen, dass ihnen Risiken und rechtliche Anforderungen bei der geschäftlichen Nutzung von Internet und E-Mails nicht bekannt sind. Diese Unsicherheit zeigt sich auch beim Einsatz entsprechender Schutzmaßnahmen, die - im Gegensatz zur steigenden Digitalisierung - unverändert bleiben. So setzen immer noch weniger als die Hälfte (48 Prozent) der befragten Unternehmen Maßnahmen zur E-Mailsicherheit ein.

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    Welche Eltern erlauben es, dass ihr Kind mehrere hundert Euro selbstverantwortlich ausgeben darf? In der realen Welt sicherlich nicht, aber wie steht es um In-App-Käufe in Spielen für Smartphone und Tablet? Sogenannte Free-2-Play-Spiele (F2P) bieten gegen Echtgeld zeitliche Spielerleichterungen an oder kosmetische Gegenstände, wie beispielsweise neue Kleidungsfarben für den Avatar. Oft greifen Kinder dabei zum virtuellen Portemonnaie und gehen auf Shopping-Tour - ein böses Erwachen erfolgt dann für die Eltern am Monatsende. G Data gibt Eltern Tipps, wie sie sich und ihre Kinder vor teuren In-App-Käufen schützen können.

  • Durch Updates zur Datenkrake geworden

    Ob echtes Helferlein oder die Spaß-App fürs daddeln zwischendurch: Wer Apps auf seinem Smartphone nutzt, unterliegt der Gefahr, dass seine persönlichen Daten ausgelesen und an Werbetreibende verkauft werden - ohne davon selbst etwas mitzubekommen. "Je billiger eine App ist, umso schutzloser sind meist auch die eigenen Daten. Denn sichere Apps zu entwickeln, kostet Zeit und Geld. Wer also kein Geld für eine App zahlt, zahlt für gewöhnlich mit seinen Daten", warnt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group. Der IT-Sicherheitsexperte rät, insbesondere bei den Berechtigungen, die eine App verlangt, zur Vorsicht: "Sichere Apps verfügen über die Berechtigungen, die zum Ausführen der Funktionen relevant sind. Klar, dass eine Navigations-App dann auch auf den Standort zugreift. Würde dies eine Taschenlampen-App aber auch wollen, sollten die Alarmglocken schrillen."

  • Folgende Schutzmaßnahmen umzusetzen

    Aktuellen Erkenntnissen zu Folge ist die Bedrohungslage durch den Cyber-Angriff Ende Juni, der unter dem Namen Petya (auch: NotPetya, ExPetr, DiskCoder.C) bekannt wurde, auch für deutsche Unternehmen größer als bislang angenommen. Analysen von IT-Sicherheitsforschern legen nahe, dass bereits seit April 2017 in mehreren Wellen unterschiedliche Schadsoftwarevarianten über die Update-Funktion der in der Ukraine weit verbreiteten Buchhaltungssoftware M.E.Doc verteilt wurden. Damit können auch Unternehmen von diesem Cyber-Angriff betroffen sein, die M.E.Doc einsetzen, aber augenscheinlich nicht vom öffentlich bekannt gewordenen Verschlüsselungstrojaner Petya betroffen waren. Auch Datensicherungen (Backups), die nach dem 13.04.2017 angelegt wurden, müssen als potentiell kompromittiert betrachtet werden. Die unterschiedlichen Schadsoftwarevarianten ermöglichen das Ausspähen von Daten aus den betroffenen Firmennetzwerken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bewertet diese Analysen als plausibel.

  • Nach Selbstversuchen oft Datenverlust

    Die Datenrettungs-Experten von Kroll Ontrack erhalten immer öfter Speichermedien, bei denen versucht worden ist, Daten mit Do-It-Yourself-Methoden wiederherzustellen. "DIY-Methoden und -Videos zur Datenwiederherstellung, die im Internet kursieren, veranlassen immer mehr Personen zu Selbstversuchen, wenn ein Datenverlust eingetreten ist", sagt Peter Böhret, Managing Director der Kroll Ontrack GmbH. "Wir erhalten immer öfter Laufwerke, bei denen versucht wurde, selbst die Daten wiederherzustellen. In vielen Fällen führen diese Versuche zu weiteren Schäden, die eine Datenrettung unmöglich machen." Um User vor solchen Methoden zu warnen, hat Kroll Ontrack eine Liste mit den zehn größten DIY-Datenrettungs-Fehlern erstellt.