- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Indizien für Insider- oder Cyberangriff


Diese zehn IT-Kommandos weisen auf Cyberattacken hin
Kommandozeilen mit "sudoers" ermöglichen einen Zugang zum sudoers-File von Unix-Systemen


- Anzeigen -





Das schnelle Aufspüren von IT-Angriffen ist eine Grundvoraussetzung für unmittelbare Reaktionen und die Beschleunigung von Incident-Response-Prozessen. CyberArk hat zehn IT-Kommandos identifiziert, die auf eine mögliche Insider- oder Cyberattacke hinweisen können. Die zehn häufigsten "brisanten" Kommandos, die oft ein Indiz für einen Insider- oder Cyberangriff sind, im Überblick.

1. mmc.exe, Active-Directory-Anwender und -Computer
Über dieses Kommando kann ein Windows-Nutzer neue User-Accounts zu einer Domain hinzufügen. Die Aktion kann darauf hinweisen, dass ein Angreifer eine persistente "Hintertür" für die gesamte Windows-Domain einrichtet.

2. explorer.exe, User-Accounts
Mit diesem Kommando wird ein Fenster geöffnet, über das ein Windows-Anwender einem System neue Accounts hinzufügen kann. Auch diese Aktivität kann ein Hinweis auf die Schaffung einer persistenten "Hintertür" sein.

3. regedit.exe, Registry Editor
Das Kommando bietet Zugriff auf die Windows-Registry. Über die Registry können kritische Systemkonfigurationen und Sicherheitseinstellungen geändert und vertrauliche Zugangsdaten auf dem System ermittelt werden.

4. mmc.exe, Windows-Firewall mit erweiterten Sicherheitseinstellungen
Der Zugriff auf die Windows-Firewall ermöglicht die Modifikation von Sicherheitskonfigurationen auf einem System und kann ein Indiz sein, dass ein Angreifer Sicherheitskontrollen auf der Maschine deaktiviert, um die nächsten Schritte seiner Attacke zu vereinfachen.

5. mmc.exe, Network Policy Server
Über den Windows Network Policy Server können Anwender Netzwerkkonfigurationen modifizieren. Die Nutzung kann darauf hinweisen, dass ein Angreifer einen unautorisierten Zugriff auf oder von einer Maschine ermöglicht.

6. authorized_keys
Kommandos, die "authorized_keys" enthalten, können Zugriff auf "authorized_keys"-Dateien von Unix oder unixoiden Systemen bieten. Dadurch ist es möglich, einer Maschine unautorisierte SSH-Keys hinzuzufügen, die auch als persistente "Hintertür" dienen können.

7. sudoers
Kommandozeilen mit "sudoers" ermöglichen einen Zugang zum sudoers-File von Unix-Systemen. Über dieses File können Anwender User-Privilegien auf einem System manipulieren. Eine solche Aktion könnte darauf hindeuten, dass ein Angreifer einem Account unautorisierte Berechtigungen einräumt, die zu einem späteren Zeitpunkt für bösartige Aktionen genutzt werden können.

8. :(){ :|: & };:
Diese Zeichenfolge fungiert im Unix-Umfeld als Forkbomb, die alle Maschinenressourcen verbraucht und den Server nicht mehr nutzbar macht. Die Zeichenfolge wird kaum versehentlich eingegeben und bedeutet deshalb einen absichtlichen Versuch, ein Unternehmen zu schädigen.

9. tcpdump
Dieses Kommando ermöglicht bei Unix-Systemen und -Derivaten einen Zugriff auf Netzwerkverkehr und -pakete. Die Verwendung kann ein Indiz sein, dass ein Angreifer versucht, die Kommunikationskanäle einer Maschine kennenzulernen, um mit diesen Informationen die nächsten Schritte seiner Attacke zu planen.

10. rm
Mit der Eingabe dieses Kommandos im Unix-Bereich können Files und Directories gelöscht werden. Auch eine solche Aktion kann als möglicher Angriff auf das Unternehmensnetz gewertet werden.

Auch wenn nach CyberArk diese Liste als erster Ansatzpunkt dienen kann, muss immer beachtet werden, dass jede Umgebung unterschiedlich ist. Wenn ein Unternehmen also die primär zu überwachenden IT-Kommandos ermittelt, muss berücksichtigt werden, welche Systeme im Einsatz sind, welche Systeme die unternehmenskritischsten Daten enthalten und welche Aktivitäten im Regelbetrieb üblich sind.
(CyberArk: ra)

eingetragen: 18.04.17
Home & Newsletterlauf: 24.04.17


CyberArk: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Spear Fishing-Attacken: Bedrohungen der Zukunft

    Vermutlich hat fast jeder bereits fantasievolle E-Mails von Geschäftsleuten oder unfassbar reichen Prinzen aus fernen Ländern erhalten, die exorbitante Geldbeträge in Aussicht stellen - im Gegenzug für eine finanzielle Vorleistung von ein paar tausend Euro. Inzwischen gehen die meisten Anwender routiniert mit solchen Betrugsmaschen um. Doch es gibt wesentlich ausgefeiltere Tricks, denn Cyberkriminelle werden immer persönlicher. Viele Phishing-Versuche sind auf den ersten Blick leicht zu erkennen, weil sie fettgedruckte Betreffzeilen, Rechtschreibfehler oder fragwürdige Anhänge enthalten, die deutliche Warnkennzeichen sind. Jedoch verzeichnet sich mittlerweile eine rapide Zunahme personalisierter Angriffe, die äußerst schwer zu erkennen sind, vor allem für Nutzer, denen nicht bewusst ist, wie hochentwickelt Phishing-Versuche heute sein können.

  • Generell sollten Popups nie angeklickt werden

    Angriffe von Cyber-Kriminellen können für Unternehmen teuer werden, wenn sie den Verlust ihrer Daten vermeiden wollen. Julian Totzek-Hallhuber, Solution Architect beim Spezialisten für Anwendungssicherheit CA Veracode, gibt im Folgenden fünf Tipps, wie sich Unternehmen einfach und effektiv vor Ransomware-Angriffen schützen können: Eine Backup-Strategie definieren: Der wichtigste Ansatz, um Ransomware-Attacken ins Leere laufen zu lassen, ist ein ausgeklügelter Backup-Plan. Daten, die in einem Backup sicher gespeichert wurden, können die von Kriminellen verschlüsselten Daten im Ernstfall schnell ersetzen. Die Sicherungskopien sollten nummeriert sein und man sollte auch ältere Versionen speichern. Damit die Backups nicht ebenfalls Opfer von Ransomware werden, müssen sie auf Laufwerken liegen, die nicht mit einem Netzwerk verbunden sind.

  • Sichere Bereitstellung von Online-Werbung

    Seit Juli 2015 gilt das IT-Sicherheitsgesetz - nicht nur im Bereich Kritischer Infrastrukturen (KRITIS). Alle Anbieter von Telemediendiensten sind betroffen, darunter Online-Shops, Provider und Betreiber von Ad-Servern. Denn auch letztere halten Informationen - in dem Fall Werbemittel - zum Abruf bereit. Aus diesem Grund sind auch sie verpflichtet, Sicherheitsmaßnahmen entsprechend dem Stand der Technik umzusetzen. Darunter fällt insbesondere die Anwendung eines Verschlüsselungsverfahrens, welches als sicher eingestuft ist. "Bei Auslieferung von Werbung muss das SSL/TLS-Protokoll Anwendung finden. So erfolgt der Datenverkehr zwischen Client und Webserver verschlüsselt. Die Verschlüsselung muss aber auch sämtliche beteiligte Ad-Server innerhalb der Auslieferungskette umfassen", macht Christian Heutger, IT-Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der PSW Group, mit Nachdruck aufmerksam.

  • Alexa ungewollt aktiviert

    Wer eine Antwort von seinem digitalen Sprachassistenten möchte, spricht ihn mit einem festgelegten Signalwort an. Doch ein Selbstversuch des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale NRW am Beispiel von Amazon Alexa zeigt: Die smarte Assistentin reagiert nicht nur auf dieses Signalwort, sondern auch auf ähnlich klingende Begriffe. So ist es möglich, dass vom Nutzer ungewollt Ausschnitte aus Alltagsunterhaltungen aufgezeichnet und an Anbieterserver übertragen werden.

  • Schwachstellen erfordern neue Update-Strategie

    Computer-Prozessoren von mehreren Herstellern weisen derzeit zwei Schwachstellen auf, die mit den Namen Meltdown und Spectre bezeichnet werden. Ein potentieller Angreifer kann darüber alle Daten, die durch einen Prozessor verarbeitet werden, auslesen. Zudem lassen sich die Grenzen zwischen verschiedenen geschützten Bereichen überwinden. Diese Sicherheitslücken sind zwar kritisch und sollten zeitnah behoben werden, jedoch warnt der IT-Dienstleister Konica Minolta IT Solutions vor blindem Aktionismus. Die Ausnutzung dieser Schwachstellen ist sehr komplex und erfordert einen vergleichsweise hohen Aufwand. Die Gefahr für Unternehmen ist deshalb zunächst noch eine theoretische. Entsprechend ist bislang kein Fall der aktiven Ausnutzung dieser Sicherheitslücken bekannt, so das BSI in einer Pressemitteilung vom 4. Januar.