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Vorsicht, aber keine Panik


"Meltdown" und "Spectre": Was Anwender jetzt tun müssen
Unternehmen eher von Chip-Sicherheitslücke betroffen als Verbraucher

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Eine Sicherheitslücke in Prozessoren von IT-Geräten wie Smartphones und PCs gefährdet weltweit die Datensicherheit von Millionen betroffener Nutzer. Der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) rät zu erhöhter Vorsicht, warnt aber vor Panik. DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger erklärte dazu: "Aus unserer Sicht können vor allem Unternehmen ins Visier von Angreifern geraten. Über das Angriffsszenario namens Spectre könnten Programme ausgespäht werden, ohne dass dies bislang durch Software-Updates verhindert werden kann. Allerdings ist diese Vorgehensweise relativ aufwändig, so dass diese eher als gezielte Angriffe gegen Unternehmen zu erwarten sind." DsiN empfiehlt in jedem Fall allen Anwendern, auf aktuelle Updates ihrer Betriebssysteme zu achten und diese einzuspielen, sobald sie von Herstellern bereitgestellt werden.

Aus Sicht von DsiN ist entscheidend, dass bestehende Angebote zur Sicherheit im privaten und beruflichen Umfeld künftig verstärkt in Anspruch genommen werden. "Es gibt heute schon passende Angebote für unterschiedliche Bedarfe – Senioren, Berufsschüler oder Mittelständler." Hier werden Grundlagen zur sicheren Nutzung des Internets im Dialog vermittelt und IT-Schwachstellen erläutert.

Laut DsiN zeigen die aktuellen Vorfälle erneut, dass Aufklärungsarbeit für die sichere Nutzung digitaler Technologien und Angebote einen höheren Stellenwert braucht. "Wir glauben, dass dies ein Schwerpunkt der nächsten Legislaturperiode werden muss, um die sichere Nutzung des Internets voranzutreiben", so Littger weiter.

Als Plattform unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern betreibt DsiN selbst eine Vielzahl von Aufklärungs- und Informationsangeboten:

• >> Der Digital-Kompass im Verbund mit dem Seniorenbundesverband BAGSO befähigt Menschen in der Seniorenarbeit zur Vermittlung von alltagsrelevantem Schutzwissen im Dialog.

• >> Die App DsiN-Sicherheitsbarometer (SiBa) in Kooperation mit dem BSI, dem BKA und Unternehmen der Digitalwirtschaft gibt Mitarbeitern und Verbrauchern regelmäßig Praxistipps zu aktuellen Sicherheitsvorfällen.

• >> Für kleine und mittlere Betrieben bietet die Workshopreihe IT-Sicherheit@Mittelstand mit dem DIHK ein Veranstaltungsformat für die Praxis von Geschäftsführern und IT-Leitern.

• >> Das Bildungsangebot Bottom-Up wiederum befähigt bereits Auszubildende, relevantes Schutzwissen in ihre Betriebe weiterzutragen und im Arbeitsalltag zu integrieren.
(DsiN: ra)

Mehr auch bei Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Meltdown_(Sicherheitslücke)
https://de.wikipedia.org/wiki/Spectre_(Sicherheitslücke)

eingetragen: 07.01.18
Home & Newsletterlauf: 01.02.18


DsiN: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Wieder neue Masche beim CEO-Betrug

    Im letzten Dezember war es noch ein angeblicher Mitarbeiter des Bundeskanzleramts, aktuell meldet sich "Daniel Fischer" vom Auswärtigen Amt per E-Mail oder am Telefon bei deutschen Unternehmen - die Details wechseln, aber in allen Fällen handelt es sich um einen Betrugsversuch. "Daniel Fischer" bittet um ein vertrauliches Gespräch mit der Geschäftsleitung des Unternehmens. In diesem Gespräch erläutert er, dass die Bundesregierung für den Freikauf deutscher Geiseln in Mali finanzielle Unterstützung der Privatwirtschaft benötige.

  • Vier Tipps, um Hackern Tür und Tor zu öffnen

    Nach wie vor setzen viele Unternehmen und Anbieter alleine auf das traditionelle Passwort, um ihre Anwendungen zu schützen. Große Datenlecks wie das Rekord-Beispiel Yahoo haben allerdings gezeigt, dass diese Art der Absicherung längst nicht mehr zeitgemäß ist. Oft sind es die Verbraucher selbst, die Hacker durch lasche Kennwörter einladen, in ihre digitalen Konten einzudringen. Pascal Jacober, Sales Manager DACH bei Ping Identity gibt vier Empfehlungen, wie es Hackern besonders leicht gemacht wird.

  • Wie funktionieren Endpoint-Attacken?

    Bei Cyber-Attacken führen die Angreifer meistens verschiedene Schritte durch, um an ihr Ziel zu kommen. Deshalb ist es besonders wichtig, diese Schritte zu kennen. Dabei hat sich eine umfassende Verteidigungsstrategie mit überlappenden Schutzschichten als bester Ansatz für die Cybersicherheit erwiesen. Bei der Angriffskette lassen sich sieben Stufen identifizieren, über die man Klarheit haben sollte: Aufklärung, Art des Angriffs, Weg der Infizierung, Art des Schadprogramms, Installation, Command & Control und letztlich die Aktion oder Ausführung. Diese komplexe und sich teils überschneidende Standardkette ist oftmals komplizierter als nötig. Daher reicht es tatsächlich, mit einer einfacheren, endpunktspezifischen Angriffskette zu beginnen, die nur aus drei wesentlichen Schritten besteht.

  • Kluft zwischen IT-Teams und Chefetage

    "Führungskräfte müssen sich direkt mit Cloud- und Sicherheitsexperten auseinandersetzen, sonst versäumen sie es, wertvolle Ressourcen zu nutzen. Durch eine enge Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg lassen sich die Geschäftsergebnisse verbessern und gleichzeitig der Schutz für Anwendungen, Betriebsgüter und Kundendaten erhöhen", sagte Andreas Riepen, Vice President DACH, F5 Networks. Die Zahl der Sicherheitsverletzungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben Unternehmen 2017 durchschnittlich 22 Prozent mehr für ihre Cybersicherheit ausgegeben (9,5 Millionen Euro). Das belegt eine Studie, die das Ponemon Institut im Auftrag von F5 Networks durchgeführt hat. Doch nicht immer werden diese Mehraufwände strategisch eingesetzt.

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    Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) kommt und es besteht auf Unternehmensseite noch immer akuter Handlungsbedarf. Kaseya gibt Tipps, wie Firmen mit der richtigen Technologie schneller und einfacher zum Ziel der DSGVO-Konformität kommen. Stilllegen von Devices: Verlorene oder gestohlene Geräte müssen auf jeden Fall außer Betrieb genommen werden. Das gilt auch, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt oder das Gerät entfernt wird. Der Nutzer und seine Zugangsmöglichkeiten müssen für alle Systeme genauso sorgfältig aufgehoben werden, wie sie aufgesetzt wurden. Ganz gleich, ob es um Angestellte, Kunden, Admins oder Partner geht. Neben dem Aufheben von Nutzerrechten ist es wichtig, Daten zu beseitigen und zwar so, dass sie nicht wiederhergestellt werden können. Mit regulären Methoden lassen sich die Daten nicht sicher vernichten. Landet das Gerät dann als Spende in der nächsten Schule oder einfach auf dem Müll, droht das Unternehmen DSGVO-Vorgaben zu verletzen. Wurde ein Gerät gestohlen oder ist es verloren gegangen, muss die Firma in der Lage sein, es per Fernzugriff abzuschalten, Daten zu verschlüsseln oder es sogar zu formatieren.