- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Sicherheitslücke in der Kryptobibliothek OpenSSL


"Heartbleed": In sieben Schritten Sicherheitslücke schließen
Die auf den Namen "Heartbleed" getaufte Sicherheitslücke erlaubt es Angreifern den Arbeitsspeicher von Servern auszulesen

(15.04.14) - Die Initiative-S, der kostenlose Webseiten-Check von eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V., hat zahlreiche Internetseiten mit der gravierenden Sicherheitslücke in der Kryptobibliothek OpenSSL entdeckt und wird die Betreiber der betroffenen Webseiten in den nächsten Tagen informieren. Die auf den Namen "Heartbleed" getaufte Sicherheitslücke erlaubt es Angreifern den Arbeitsspeicher von Servern auszulesen: So können Klartext-Zugangsdaten, Sitzungs-IDs und im schlimmsten Fall sogar die privaten Schlüssel, die die Server zur Verschlüsselung des SSL-Traffic benutzen, erkannt werden.

Aufgrund der Tatsache, dass der Quellcode von OpenSSL frei zugänglich ist und die schadbehaftete Implementierung seit zwei Jahren auf einer Vielzahl von Servern zum Einsatz kommt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Cyberkriminelle diese Lücke aktiv ausnutzen. "Der aktuelle Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist seinen Internetauftritt stetig zu überwachen und das Thema Sicherheit nach dem aufwendigen Erstellen eines Webaufttritts nicht aus den Augen zu verlieren", so Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services und Sicherheitsexperte im eco.

Um die Sicherheitslücke zu schließen, empfiehlt eco Webseitenbetreibern folgende Vorgehensweise:

>> Führen Sie ein Update auf die aktuellste Version von OpenSSL (1.0.1g) durch.
>> Generieren Sie ein neues Certificate Signing Request (CSR).
>> Stellen Sie über Ihren SSL-Anbieter ein neues SSL-Zertifikat aus (tun Sie dies erst nachdem Sie auf die neueste OpenSSL version upgedated haben).
>> Installieren Sie das neue SSL Zertifikat.
>> Nachdem Sie das neue SSL Zertifikat installiert haben, revoken (als ungültig Kennzeichnen) Sie alle SSL-Zertifikate die Sie ersetzt haben.
>> Überprüfen Sie im Anschluss, ob die Sicherheitslücke geschlossen ist. Dies können Sie zum Beispiel unter http://filippo.io/Heartbleed/.
>> Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Zugangsdaten Ihrer Endnutzer durch die Sicherheitslücke bereits ausgespäht wurden, sollten Sie in Erwägung ziehen Ihre Nutzer zum Passwort-Wechsel aufzufordern, bzw. sämtliche Passwörter automatisiert zurückzusetzen.

Schaffrin sagte: "Wir sehen: Die Gefahren aus dem Netz werden immer komplexer und Webseiten-Betreiber brauchen Hilfsangebote um all diese Bedrohungen auf dem Radar zu haben." (eco: ra)

Eco: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Schutz vor den Psycho-Attacken der Hacker

    Altgediente Buchhalter überweisen Millionenbeträge auf die Konten von Kriminellen, Sekretärinnen versenden vertrauliche Konstruktionspläne als Download-Link. Als Social Engineering bezeichnen Sicherheitsexperten Angriffsmethoden auf Unternehmen, die auf die Manipulation der Mitarbeiter setzen. Die Betroffenen merken dabei in der Regel nicht, dass sie vertrauliche Informationen an Cyberkriminelle weitergeben. Die Mitarbeiter entsprechend zu sensibilisieren gehört daher zu den wichtigsten Themen im Bereich IT-Security. Die wachsende Bedeutung zeigt auch die aktuelle eco Sicherheitsstudie1. "In vielen Fällen sind es gutgläubige Mitarbeiter, die Kriminellen Zugang zu vertraulichen Informationen geben", sagt Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco - Verband der Internetwirtschaft e. V. "Eine gute Cyber-Abwehrstrategie muss daher auch immer die Awareness der Mitarbeiter steigern, damit diese solche Angriffe auch unter Stress erkennen können." Oft versuchen Angreifer insbesondere kurz vor Büroschluss oder dem Wochenende Handlungsdruck aufzubauen.

  • Warnt vor aktuellen Smart Home-Angeboten

    Smart Home boomt weiter. Der europäische Versicherverband IE analysiert Nutzen wie Risiken der Systeme, bietet einen Ausblick in die Zukunft - und warnt explizit vor Do-it-yourself-Einbau. Die europäischen Versicherer beschreiben in einem Positionspapier zahlreiche Schwächen aktueller Smart Home-Angebote, die auch immer wieder zur vermeintlichen Sicherung kleinerer Gewerbe eingesetzt werden - und warnen zudem explizit vor Do-it-yourself-Einbau. Smart Home-Systeme sind "viel beworben und oft gewünscht", so titelt beispielsweise die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe.

  • VdS-Richtlinien für sichere Alarmempfangssoftware

    Das baldige Abschalten der analogen Netzinfrastruktur in Deutschland bedingt technische Änderungen in zahlreichen Leitstellen. Viele Anbieter wünschen statt der bisher genutzten Empfangsanlagen rein softwarebasierte Lösungen. Solche Empfangsprogramme sind noch relativneu und bislang nicht mit VdS-Anerkennung im Markt erhältlich. Um die Verlässlichkeit dieser Innovationen eindeutig zu belegen, hat eine Gruppe von Sicherheitsunternehmen Ende 2017 einen "offiziellen gemeinsamen Antrag" an VdS gerichtet: u.a. Bosch, die Commerzbank und Siemens wünschten "die Ausweitung der VdS-Standards auf softwarebasierte Alarmempfänger in virtueller Umgebung."

  • NTT Security warnt vor Deepfake-Angriffen

    Künftig ermöglichen Deepfakes Cyber-Angriffsszenarien in einer ganz neuen Dimension, warnt NTT Security. Da bisher keine ausgereiften technischen Abwehrmechanismen zur Verfügung stehen, müssen Unternehmen größte Vorsicht walten lassen. 2017 tauchten erstmals in größerem Stil Deepfake-Videos auf; vor allem gefälschte Porno-Videos mit Hollywoodstars wie Scarlett Johansson und Emma Watson verbreiteten sich rasch im Internet. Große Bekanntheit erlangten zudem die zahlreichen Deepfakes mit Nicolas Cage, in dem der Oscar-Preisträger nahezu in jedem Hollywoodstreifen zu sehen war. Und auch Politiker wurden von Deepfakes nicht verschont, etwa Angela Merkel, die in einer Rede plötzlich die Gesichtszüge von Donald Trump annimmt.

  • Neun Tipps, um den Computer abzusichern

    Hacker haben es auch auf die Computer in Schulen und von Schülern abgesehen. Denn hier sind teils sensible Daten wie Schulzeugnisse, Krankheiten oder Zugangsdaten zu Social Media- und E-Mail-Konten gespeichert. Lehrer und Eltern sind meist schlecht auf einen möglichen Cyberdiebstahl vorbereitet. Daher sollten auch sie ihre Hausaufgaben jetzt erledigen und die von den Kindern genutzten Computer absichern. Die Sicherheitsexperten von F5 geben neun Tipps, wie Computer am besten abgesichert werden können.